Spielbericht M3 KW 40 2026/27
HSG Albstadt 3 - Spvgg Mössingen 3
HSG Albstadt 3 - Spvgg Mössingen 3 35:38 (14:17)
Hochklassige Erfahrung gegen jugendliches Tempo
Mit der HSG Albstadt 3 gastierten die M3 bei einem Gegner, der die letzte Saison ungeschlagen aufgestiegen ist. In Reihen der Gastgeber befanden sich mehrere Spieler, welche in der Vergangenheit Leistungsträger der hochklassig spielenden ersten Mannschaft, frisch aufgestiegen in die 3. Liga, waren. Auch 4 Linkshänder bei 10 Feldspielern, das ist in der Bezirksliga durchaus nicht bei jedem Gegner gegeben, die M3 verfügen über keinen. Zusätzlich der kurzfristige Ausfall von Thorsten Winkelmann, wesentlicher Faktor im Abwehrbollwerk und einziger gelernter Kreisläufer im Kader. Die Vorzeichen sorgten für durchaus gemischte Gefühle bei den M3. Dennoch wollte man wie immer möglichst lange mithalten, um am Ende alle Optionen für einen positiven Ausgang zu haben und auch dem Gegner den notwendigen Druck in den Aktionen zu bescheren.
Der Start ins Spiel verstärkte den Eindruck, dass hier ein echter Prüfstein auf die M3 wartete. Die ersten 10 Minuten konnte Albstadt vorlegen und sich teils auf 2 Tore absetzen. Was die M3 seit längerem auszeichnet: Man lässt sich selten aus der Ruhe bringen, egal welche Ereignisse auf die Mannschaft einwirken. Vorne konnte man immer wieder eigene Treffer erzielen und es zeichnete sich schnell ab, dass das Tempospiel heute der Weg zum Erfolg sein musste. Immer wieder wurde Tom Ehmann auf die Reise geschickt und konnte die Gegenstöße sicher verwerten. Die Fehlwürfe der Gegner wurden konsequent bestraft. In der 17. Spielminute konnte man durch einen solchen Treffer erstmals auf 3 Tore Führung stellen, 8:11. Die Gastgeber zeigten nun aber, dass sie nicht grundlos ein Jahr lang ungeschlagen sind und welche Erfahrung und individuelle Klasse in der Mannschaft steckt und ließen sich nicht abschütteln, 14:15 in der 27. Spielminute. Gerade Patrick Lebherz drückte dem Spiel der HSG sowohl als Dirigent, als auch durch seine Torgefahr seinen Stempel auf und war schwer zu stoppen. In den Schlussminuten konnten sich die M3 aber erneut absetzen, 14:17 zur Halbzeit, auch wenn der letzte Wurf knapp sein Ziel verfehlte.
Die zweite Halbzeit sollte es dann in sich haben. Im Gegensatz zur Vorwoche kamen die M3 hellwach aus der Kabine und konnten sich bis zur 36. Minute weiter absetzen, 17:22. 8 Treffer in 6 Minuten, es deutete sich an was die Halbzeit bringen würde. Wer nun von einem entspannten Restverlauf des Spiels ausging, wurde zumindest auf Mössinger Seite schwer enttäuscht. Die Gastgeber kämpften sich Tor um Tor heran, in Minute 55 der Ausgleich, 32:32. Aber auch hier behielten die M3 Ruhe und konnten in diesem Spiel erneut auf das Resultat reagieren. Ein schöner Treffer von Philipp Widmaier, gefolgt von einem gehaltenen 7m durch Leonard Schmälzle und Manuel Matt mit seinem 11. Treffer der Partie, 32:34 in der 57. Spielminute. Die darauffolgende offensive Manndeckung konnten die M3 mit eigenen Treffern erfolgreich über die Restspielzeit bringen, ohne noch ernsthaft in Gefahr zu kommen.
Was bleibt zusammenfassend:
Ein 21:21 in Halbzeit 2. Körperlich klar überlegene Gastgeber, welche immer wieder durch die Dynamik im Rückraum in Bewegung gezwungen wurden und dem Tempo immer mehr Tribut zollen mussten. Manuel Matt mit 4 Treffern in Halbzeit 1 und weiteren 7 Erfolgen in Halbzeit 2, alles aus dem Spiel heraus, ist hervorzuheben. Auch der neu eingelernte Kreisläufer Mark Hoffelner zeigte einen erstaunlich guten Einstand auf der Position, sicherlich nicht das letzte Mal dass diese Option genutzt werden wird. Sicher im Abschluss und mit seiner Geschwindigkeit und Spielübersicht in diesem Spiel beeindruckend, Tom Ehmann. Dazu Tobi Burgstahler, der von Rechtsaußen immer wieder schöne Treffer erzielen konnte. Auf Seiten der Gastgeber stellte Lukas Mayer die Abwehr immer wieder vor große Schwierigkeiten, insgesamt individuell ein starker Gastgeber.
21 Gegentore sind sicher nicht der Anspruch der M3, auch wenn es am Ende zwei Punkte sind. Und abschließend die Erkenntnis, dass auch gegen solch einen starken Gegner man mit eigenen Stärken versuchen sollte, möglichst lange mitzuhalten und sich nicht zu sehr vorab beeindrucken zu lassen. Sicherlich war es auch hilfreich, dass das fehlende Spielglück der Vorwoche diesmal auch mal mit einem Abpraller, der zu einem Mitspieler der M3 ging, nicht ganz so unglücklich verteilt war.
Es spielten: Leonard Schmälzle, Jan Meyer, Manuel Matt (11), Mark Hoffelner (7), Tom Ehmann (6), Philipp Widmaier (6), Tobias Burgstahler (3), Paul Lacotta (2), Janne Ruoff (2), Mattis Kremer (1), Moritz Hahn, Dierk Lorch, Hannes Lacotta, Paul Hänsch, Jonas Teichert, Trainer: Achim Müller
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