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Spielbericht M1 KW 37 2021-22

Spvgg Mössingen - HSG Rietheim-Weilheim 31:15 (16:6)

Samstag 19.09.2021

Nach langen 1 1/2 Jahren Pandemiegeschehen durfte die 1. Männermannschaft aus Mössingen endlich wieder Zuschauer in der Steinlachhölle empfangen. Mit 200 Zuschauern hieß es dann gleich zum Saisonauftakt „ausverkauftes Haus“. Die über 40 Jahre alte Heimspielstätte erfüllt pünktlich zu Rundenbeginn die Brandschutzbestimmungen nicht mehr, was bis zum Abschluss der Umbaumaßnahmen eine Kapazitätsgrenze in dieser Höhe bedeutet. Feuer gab es dann zum Glück nur bei den Tröster-Schützlingen zu sehen. Die Gäste aus Tuttlingen konnten die Partie lediglich zehn Minuten bis zum 4:3 durch Simon Storz offen gestalten. Weitere zehn Minuten später netzte Lukas Sulz bereits zur komfortablen Führung zum 10:4 ein. Ruben Gesk leitete im Angriff klug Regie und setzte sich immer wieder quirlig gegen seine Gegenspieler selbst durch. Die offensive 6:0 Abwehr ließ auf der anderen Seite wenig zu. Gelang den Gästen doch ein Wurf aufs Mössinger Gehäuse, war der zumeist sichere Beute von Schlussmann Christoph Ott. Durch schnelles Umschaltspiel aus der Abwehr heraus wurde der Gegner bei Ballgewinnen ein ums andere mal überrannt.

Bis zum Halbzeitpfiff wechselte das Trainergespann Tröster/ Hipp munter durch, was dem Spiel keinen Abbruch tat. Erfreulich auch, dass Sebastian Bock pünktlich zu Rundenbeginn fit wurde und sich mit vier Treffern nahtlos ins Geschehen einfügte. Beim 16:6 zum Halbzeitpfiff stand der Sieger bereits fest. Michael Tröster zeigte sich in seiner Halbzeitansprache dennoch unzufrieden mit der Leistung seiner Spieler und forderte im zweiten Durchgang eine konzentrierte Vorstellung. Die Steinlachtäler bauten ihre Führung zum 18:7 aus, um anschließend einen Rietheimer Dreifachschlag zu kassieren. Dem kurzen Aufbäumen folgte der Schlussspurt über 24:12 zum Endstand von 31:15.

Die Neuzugänge am Kreis Lörz und Winkelmann durften sich beim Heimsieg ebenso in die Torschützenliste eintragen wie „Man of the Match“ Felix Rudolph, der nach einer schweren Knieverletzung nach zwei Jahren sein Comeback feierte.

„Der Auftakt ist zwar gelungen, wir wissen dieses Spiel aber auch richtig einzuordnen. Wir werden bereits ab morgen den Fokus auf Weilstetten richten“, bremste Co-Trainer Jens Hipp die Euphorie nach dem Kantersieg. Die „Lochenfüchse“ gastieren am kommenden Sonntag, 26.09., um 18 Uhr, im Steinlachtal. Neben dem ehemaligen Mössinger Trainer Luppold steht dort zwischenzeitlich mit Michael Gruber ein weiterer alter Bekannter auf der Kommandobrücke.

Es spielten: Ott, Mayer (beide Tor), Dietrich (6), Gesk (3), Felger (2), Midinet (1), Schleich (6/3), Rudolph (1), Apakhan, Bock (4), Schiller (1), Lörz (2), Sulz (2) Winkelmann (3)

Spielbericht M1 KW 42 2020-21

Spvgg Mössingen - SG H2Ku Herrenberg 28:27 (10:12)

17.10.2020

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„Das ist üüüüüberragend. Etwas Besseres gibt es nicht“, brüllte Kommentator Fabian Dietrich ins Mikrofon des Mössinger Livestreams, nachdem sein Bruder Lukas in letzter Sekunde den Siegtreffer mit einem sensationellen Kempa-Trick eingenetzt hatte. Aufgrund verschärfter Corona-Auflagen mussten die Mössinger Fans den Spieltag und damit diese Situation leider zuhause am Fernseher verfolgen. „Wahnsinn, was in der Stadt los ist. Über 1500 Klicks für das Spiel der Männer 1 und im Schnitt etwa 300 Zuschauer im Livestream“, zeigte sich Abteilungsleiter Uwe Kemper beeindruckt von der Resonanz.

Zurück zum Spiel: Nach ausgeglichenem Start konnte sich die Spielgemeinschaft aus Herrenberg eine konstante Führung erarbeiten. Die Leistung der Steinlachtäler erinnerte zunächst stark an den letzten Auftritt in Baar. In der Abwehr schwächte man sich durch insgesamt acht Zeitstrafen, was Herrenberg zu nutzten wusste. Im Angriff fehlte es folgerichtig an Durchschlagskraft und auch der gegnerische Schlussmann wurde zum Faktor. In den ersten zehn Minuten gelangen so nur zwei magere Tore. Dennoch blieben die Hausherren auf Tuchfühlung und verabschiedeten sich beim 10:12 in die Werbeunterbrechung.

In Halbzeit zwei zogen die Mannschaften das Tempo an. Im Angriff verdienten sich Niklas Felger und Tim Mäußnest nun ein Lob. Auch Spielmacher Ruben Gesk fand immer wieder Til Eißler am Kreis, oder tankte sich selbst durch. Herrenberg hielt dagegen und profitierte erneut von Zeitstrafen auf Mössinger Seite (Verhältnis 8:3). Mitte der zweiten Halbzeit war es dann Schlussmann Christoph Ott, der seine Farben vor einem vorentscheidenden Rückstand bewahrte. Zunächst entschärfte er einen Konter, anschließend einen 7-Meter, um letztlich mit einer Doppelparade zu glänzen. In der Folge gelang der Sportvereinigung sogar die Führung durch Niklas Felger aus dem Rückraum (27:26, 59. Spielminute).

In der letzten Spielminute bat Gästetrainer Falk seine Mannen bei diesem Spielstand zur Besprechung. Dominik Möller konnte daraufhin 25 Sekunden vor Schluss nochmals ausgleichen, ehe Niklas Felger im Gegenzug auf Sebastian Bock ablegte, der dann den Ball im hohen Bogen in den Herrenberger Kreis spielte, wo Luki „Air“ Dietrich eingeflogen kam und mit dem Schlusspfiff den Ball versenkte.

„Ich glaube die nächsten drei Wochen müssen wir in erster Linie Lukas Dietrich wieder auf den Boden zurück bekommen. Das war heute ein Schritt in die richtige Richtung, wenngleich wir noch unglaublich Steigerungspotenzial haben. In drei Wochen erwartet uns Topfavorit Altensteig, wo wir wirklich einen Sahnetag bräuchten, um etwas zählbares mitzunehmen“, so Cheftrainer Michael Tröster mit einem Lächeln.

Es spielten: Ott, Meyer (beide Tor), Felger (4), Schiller, Dietrich (3), Gesk (7/2), Eißler (3), Apakhan (1), Bock (6/1), Mäußnest (3), Sulz (1), Ulmer

Spielbericht M1 KW 41 2020-21

HSG Baar – Spvgg Mössingen 29:25 (15:11)

Sonntag 11.10.2020

Gründlich in die Hose ging der Saisonauftakt der Mössinger Landesligahandballer in Trossingen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, bei dem Mössingen zunächst durch Apakhan, Schiller und Felger sogar eine Führung erspielen konnte, verlor die Gastmannschaft anschließend den Faden. In der Abwehr hatten die Schützlinge von Hipp/ Tröster keinen Zugriff gegen Mittelmann Sasse und dessen Nebenleute. Beinahe jeder Angriff führte so zu einem Gegentor, was gleichzeitig auch das Mössinger Konterspiel völlig zum Erliegen brachte. Im Angriff fand man im Schlussmann der Hausherren seinen Meister, wenn man nicht gerade schon vor dem Abschluss im Kreis stand. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erwies dann noch Youngster Lukas Dietrich seinem Team mit einer doppelten Zeitstrafe einen Bärendienst. Mit einer Hypothek von vier Toren Rückstand starteten die Steinlachtäler in Durchgang zwei. Das Mössinger Spiel gewann wenig an Qualität, lediglich Tim Mäußnest bäumte sich mit einigen schönen Einzelaktionen gegen die Niederlage auf und sorgte für den Anschluss (19:18, 41. Spielminute). Martin Irion, Trainer des gegnerischen Teams, verordnete ihm daher eine Manndeckung und drei Angriff später war der alte Rückstand aus Mössinger Sicht wiederhergestellt (23:19, 45. Spielminute). „Mit so einer Leistung musst du normalerweise mit zehn Toren verlieren. Wir waren heute in allen Belangen das schlechtere Team, was mich auch maßlos ärgert“, so der gefrustete Neuzugang Mäußnest nach dem Spiel. „Nach den verheißungsvollen Trainingsspielen in der Vorbereitung habe ich ein anderes Auftreten meiner Jungs erwartet. Wir müssen schauen, dass wir die Köpfe frei bekommen und schleunig zurück in die Spur finden“, schlug Coach Tröster in dieselbe Kerbe.

Am kommenden Samstag erwartet die Sportvereinigung die zweite Garde des SG H2Ku in der Steinlachhalle. Das Spiel gegen den Aufsteiger kann auf Youtube gestreamt werden.

Es spielten: J. Meyer, Ott (beide Tor), Dietrich (2), Gesk (5/3), N. Felger (4), Apakhan (2), Bock (6/4), Schiller (1), Mäußnest (2), Jung, Sulz (3), Ulmer, J. Felger, M. Meyer

Spielbericht M1 KW 10 2019-20

TV Neuhausen 2 - Spvgg Mössingen 30:25 (14:11)
08.03.2020

Völlig unnötig verlor die Sportvereinigung beim Tabellenletzten aus dem Ermstal.
Es war das typische Spiel gegen einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und jede Chance nutzt, dem Abstieg zu entrinnen. Die Gäste aus dem Steinlachtal dachten wohl hingegen, dass dieses Spiel ein Selbstläufer wird. Doch wenn man wieder die Hälfte aller Siebenmeter verwirft, bei fast allen Überzahlspielen leer ausgeht, dann kann man gegen diesen Gegner keine Punkte holen. Der Gastgeber fiel zu Beginn nur durch eine ruppige Gangart auf, brachte nichts auf die Kette und holte sich schnell zwei Zeitstrafen. Erst in der achten Spielminute war der TV durch ein Eigentor der Mössinger das erste Mal erfolgreich, als der Ball unglücklich von Schlussmann Michi Geiger ins eigene Netz bugsiert wurde. Das, obwohl gleich drei Spieler der ersten Mannschaft die Landesligatruppe des TVverstärkten. Trotzdem ließen sich die Steinlachtäler nicht beeindrucken, stellten eine gute Abwehr und lagen bis zur zwanzigsten Minute vorne. Ob es dann die wieder verworfenen Siebenmeter, die schlechten Überzahlspiele oder die liegengelassenen Hundertprozentigen waren, konnten die vielen mitgereisten Zuschauer nur erahnen. Der Faden riss bei den Gästen und die Hausherren bekamen Oberwasser. Drei Tore in Folge durch den TV und plötzlich lagen die Mössinger mit drei Toren hinten (12:9). Mit diesem Abstand ging man dann auch in die Pause. (14:11) In Spielhälfte zwei wollten die Steinlachtäler alles besser machen. Doch die Gastgeber machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung, zogen schnell bis auf sechs Tore davon. Anstatt jetzt effektiver zu spielen und die Abschlüsse selbst zu machen wurde immer noch das Anspiel an den Kreis gesucht, das wieder leichte Beute des Gegners wurde, der jetzt alle Fehler gnadenlos bestrafte und im Torabschluss fast zu hundert Prozent effektiv war. Die Gäste hingegen ließen mit zunehmender Spieldauer die Köpfe hängen, auch ein Doppelschlag durch Widmaier und Sulz zum 18:15 nach 35 Zeigerumdrehungen war nur ein kurzes Aufbäumen. Die Neuhausener waren an diesem Samstag nicht mehr bereit, etwas abzugeben und verwalteten ihren komfortablen Vorsprung von 4-6 Toren bis zum Schluss.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor); Widmaier (1), Dietrich (6), Felger, Eißler, Midinet (4/2), Apakhan (1), Bock (4/1), Jung (4), Sulz (2), Schiller, Schleich (3/1)

Spielbericht M1 KW 9 2019-20

Spvgg Mössingen - HSG Rottweil 32:31 (17:14)
29.02.2020

Die Handballer der Spvgg waren trotz der Ausfälle von Eißler, Widmaier, Flammer und Eisenbichler auch am vergangenen Samstag beim Heimspiel in der Steinlachhalle erfolgreich und rutschten mit Unterstützung von Axel Midinet und Micha Meyer aus der 1B in der Tabelle vom neunten auf den siebten Platz vor. Die Rottweiler hatten sich in der Vorrunde in der eigenen Halle recht zahnlos gezeigt und man konnte von dort zwei einfache Punkte mit nach Hause nehmen. Deshalb waren die Steinlachtäler zu Anfang etwas überrascht, dass sich der Gegner bedeutend bissiger zeigte, obwohl klar war, dass dieser dringend zwei Punkte brauchte, um sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Die Gäste spielten anfangs mit einer sehr offenen, aber recht aggressiven Deckung, was den Steinlachtälern bekanntlich nicht so schmeckt. Die Anzeigetafel zeigte nach sechs Zeigerumdrehungen ein 2:4 an. Mössingen hatte sich jetzt besser auf den Gegner eingestellt und Lukas Sulz glich in der zehnten Minute zum 5:5 aus. Man führte ab diesem Zeitpunkt, die HSG ließ sich aber nicht abschütteln und glich immer wieder aus oder erzielte den Anschlusstreffer, nachdem mal wieder gekonnt an den Kreis abgelegt und dann erfolgreich verwandelt wurde. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte konnten sich die Blauen mit drei Toren etwas absetzen, aber gerade dann kassierte man kurz vor dem Pausenpfiff zwei Zeitstrafen hintereinander. Rottweil konnte die doppelte Überzahl zu Beginn der zweiten Hälfte nicht nutzen und die Trösterbuben hatten jetzt einen kleinen Lauf. Als Roman Midinet den Rottweiler Torwart mit einem schönen Heber überlistete, führte man zum ersten Mal mit sechs Toren in Spielminute 38 (22:16) und zwang den Gästetrainer zu einer Auszeit. Diese zeigte sich jedoch nicht besonders wirkungsvoll und die Gastgeber schalteten auf Verwaltungsmodus, ließen die Gäste, die sich nie aufgaben, nicht näher als vier Tore herankommen. Selbst sieben Minuten vor Spielende, als man noch mit 30:25 führte, das Mössinger Trainergespann jetzt den Jungen noch Spielminuten zukommen ließ, dachte keiner der zahlreichen Zuschauer daran, dass die Crunchtime noch spannend werden würde. Doch zwei technische Fehler, eine Zeitstrafe und ein zweifelhaftes Strafwurfverhältnis von 8:1 zu Ungunsten der Mössingen und die Rottweiler standen nach zwei schnellen Toren durch Jens Haberkorn plötzlich wieder auf der Platte mit dem Anschlusstreffer. Es roch nach einer Sensation. Sebastian Bock war zwar nochmals erfolgreich, doch die Gäste schafften den Anschlusstreffer zehn Sekunden später (32:31) Mössingen gelang es jedoch, diesen Spielstand über die Zeit zu bringen und benötigte am Ende beim letzten Angriff der Gäste sogar ein Quäntchen Glück.

Wieder einmal hatte sich gezeigt, dass du im Handball bis zur letzten Sekunde einen sicher geglaubten Sieg noch verlieren kannst. Erwähnenswert nach dem Spiel ist, dass 18 der 32 Tore von den Linkshändern Lukas Sulz und Lukas Dietrich erzielt wurden. Letztgenannter hatte wie schon im Hinspiel einen Sahnetag erwischt, war mit einer fast einhundertprozentigen Trefferquote alleine zwölf Mal erfolgreich. Nachdem er von Handballurgestein Jürgen Möck ein Extralob bekam, antwortet der „Sunnyboy“ lapidar, aber mit einem verschmitzten Lächeln: „Endlich habe ich meine Normalform erreicht“.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Dietrich (12), Felger, R. Midinet (3), M. Meyer, Apakhan (1), Bock (2), Jung (3), Sulz (6), Schiller (1), A. Midinet, Schleich (4/1)

Spielbericht M1 KW 8 2019-20

Spvgg Mössingen - VfL Pfullingen 34:31 (16:14)

In einer hochklassigen Landesligapartie behielt die Sportvereinigung gegen den Aufstiegsaspirant Pfullingen verdient die Oberhand. Rückenwind hatten die Gäste vor dem Spiel nicht nur angesichts eines Laufes von fünf Siegen in Folge: Mit Niklas Roth und Paul Prinz wurde der ohnehin individuell starke Kader zusätzlich von zwei Drittliga-Akteuren gespickt. Aus Pfullingens A-Kader agiert seit Jahresbeginn auch Manuel Bauer für die zweite Garde. Mössingen bekam dadurch aber keineswegs weiche Knie, sondern startete forsch und zeigte den Gästen von Beginn an, dass die Trauben in der Steinlachhalle an diesem Tag hoch hängen. Vom Startpfiff weg konnten die Hausherren in Führung gehen. Beim 10:7 (16.Spielminute) hatte Gästetrainer Dietrich Bauer genug von seinem Stammpersonal gesehen und schickte nun Niklas Roth aufs Parkett, der seine individuelle Klasse in 45 Minuten Einsatzzeit mit insgesamt zwölf Treffern auch eindrucksvoll unter Beweis stellte. Neben den Gegentoren kassierten die Hausherren einige Zeitstrafen und sogar eine rote Karte, beim Versuch den Topscorer zu stoppen, der auf der Torschützenliste der dritten Liga immerhin auf Platz sieben steht. Mössingen hielt insgesamt aber wacker dagegen und verteidigte bis zum Pausenpfiff eine knappe Führung.

Stimmungsvoll ging es in die zweite Halbzeit des Derbys. Pfullingen startete besser in den zweiten Durchgang und es schien zunächst, als könnten die Gäste das Spiel drehen (38. Spielminute, 19:21). Sebastian Bock hielt seine Farben mit zehn Toren auf Schlagdistanz und der wiedergenesene Gerrit Jung brachte die Blauen mit drei Toren in Folge wieder in Front (45. Spielminute, 24:23). Neben starken Einzelaktionen von Roth fiel den Gästen spielerisch nicht mehr fiel ein. Hinter der kompakten Mössinger Abwehr entschärfte in der Schlussphase Christoph Ott einige Abschlüsse, darunter zwei Siebenmeter. Kapitän Roman Midinet zeigte sich außerdem mit vier Toren in der Crunch-Time treffsicher und wurde daraufhin in Manndeckung genommen. Michael Tröster legte drei Minuten vor dem Ende den grünen Karton und stellte seine Mannen neu ein. Seine Schützlinge ließen sich in den letzten Minuten den Heimsieg auch nicht mehr nehmen. Mit 17 Punkten dürften damit hoffentlich alle Abstiegssorgen im Steinlachtal begraben sein, wohingegen Pfullingen einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen musste.

„Endlich konnten wir eine Topmannschaft schlagen. Schön zu sehen, was die Jungs leisten können, wenn sie am oberen Limit agieren“, zeigte sich Cheftrainer Michael Tröster zufrieden.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (2), Dietrich (3), Felger, Midinet (5), Apakhan (1), Bock (10/2), Jung (6/1), Sulz (3), Schiller, Schleich (4/1)

Spielberich M1 KW 7 2019-20

SG Ober-/ Unterhausen - Spvgg Mössingen 36:33 (18:17)
15.02.2020

In einer spannenden Landesligapartie leisteten sich die Gäste fünf schwache Minuten und mussten sich dem neuen Tabellenführer damit knapp geschlagen geben. Gegen seinen ehemaligen Verein unterm Lichtenstein überraschte Trainer Michael Tröster mit einer Manndeckung gegen Spielmacher Moritz Wild, was im Angriffsspiel der Hausherren ordentlich Sand ins Getriebe spülte. Bis zum 6:6 in der zehnten Spielminute war die Partie völlig ausgeglichen. Anschließend setzten sich die Steinlachtäler auf 6:9 ab und konnten die Führung trotz dreimaliger Unterzahl zunächst auch verteidigen. Die Gastgeber wechselten den Torhüter und der neue SG-Schlussmann Julian Maier zog den Mössingern ein ums andere Mal den Zahn. Die Sportvereinigung ließ sich aber angesichts der knappen Führung auch zu überhasteten Halbchancen hinreißen. Unterhausen glich zunächst aus und konnte mit dem Halbzeitpfiff erstmal nach dem 1:0 wieder mit etwas Glück in Führung gehen. Die Zuschauer bekamen eine spannende und faire erste Halbzeit im Derby geboten. Das Schiedsrichtergespann Güler/ Lengerer leitete das Spiel souverän. Lediglich mit dem unausgeglichenen Zeitstrafenverhältnis haderten die Tröster-Schützlinge, weshalb das permanente Lamentieren auf der Bank der Hausherren auch wenig nachvollziehbar erscheint.

Nach Wiederanpfiff glich Mössingen prompt durch Til Eißler aus. Bis zur 41. Spielminute agierte Mössingen folglich zu schläfrig und lud die „Hausener Jungs“ zu schnellen Gegenangriffen ein. Der Fünf-Tore-Rückstand in der gut besuchten Ernst-Braun-Halle war aber kein Anlass, die Punkte nun kampflos herzuschenken. Beim 32:30 sechs Minuten vor Schluss durch Luki Dietrich lag die Überraschung wieder in der Luft. Unterhausen spielte in Manier einer Spitzenmannschaft ihren Stiefel aber unaufgeregt zu Ende und siegte letztlich auch nicht unverdient.

„Kämpferisch war das heute absolut in Ordnung. Daran müssen die Jungs anknüpfen, dann werden auch wieder Punkte eingefahren“, so Spvgg-Legende Jürgen Möck, der den erkrankten Co-Trainer Jens Hipp vertrat, vor der schweren Aufgabe gegen Pfullingen am kommenden Samstag.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor), Dietrich (5), Felger, Eißler (4), Midinet (2), Schleich (7/2), Apakhan, Bock (9/1), Jung (1), Sulz (5), Flammer, Schiller, Eisenbichler

Spielbericht M1 KW 6 2019-20

Spvgg Mössingen - TEAM Esslingen 16:25 (6:11)
08.02.2020

Auf den Lichtblick am vergangenen Wochenende in Denkendorf folgte der lange Schattenwurf im Heimspiel gegen die Gäste aus Esslingen. Chancenlos mussten sich die Steinlachtäler gegen die Mannschaft aus der Neckarstadt geschlagen geben. Denkbar schlecht starteten die Hausherren ins Spiel: Im ersten Angriff blieb man ohne Tor, um sich bereits in der ersten Spielminute die erste von insgesamt sieben Zeitstrafen einzuhandeln. Esslingen setzte sich über ein 3:5 auf 6:10 (28. Minute) ab. Mössingen vergab zu diesem Zeitpunkt bereits den dritten Siebenmeter. Bis zum Schlusspfiff folgten drei weitere Fehlversuche vom Punkt. In der zweiten Halbzeit dasselbe Bild. Die Sportvereinigung konnte sich gegen die Niederlage nicht mehr aufbäumen, was auch von Edelfan und Commando-Steinlach-Anführer Philipp Schneemann bemängelt wurde: „Mir hat heute der Biss und Fight gefehlt von unseren Jungs.“ Bei den Burgstädtern zog Benedikt Frohna im Angriff gekonnt die Fäden und in der Abwehr hielt der überragende Tim Boss nahezu jeden Wurfversuch. Sowohl die Außenspieler, als auch die Kreisläufer blieben auf Mössinger Seite ohne Torerfolg. Folgerichtig zog Esslingen weiter unaufhaltsam vom 10:16 (41. Minute) auf 12:24 (56. Minute) davon. In den letzten drei Spielminuten konnten die Hausherren noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, womit die Niederlage mit unter zehn Toren ausfiel. Am nächsten Wochenende steht mit der Spielgemeinschaft aus Lichtenstein der nächste schwere Brocken auf dem Programm. Die Tröster-Schützlinge sollten zügig auf die Beine kommen, um in Unterhausen nicht die nächste Packung zu kassieren.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (4), Dietrich, Eißler, Midinet, Schleich (2/1), Apakhan, Bock (8/1), Jung (1), Sulz (1), Flammer, Schiller, Eisenbichler

Spielbericht M1 KW 5 2019-20

TSV Denkendorf - Spvgg Mössingen 26:26 (13:13)
01.02.02020

Nach der blutleeren Vorstellung am vergangenen Wochenende gegen den TV Weilstetten und der herben Niederlage vor heimischem Publikum forderten das Trainergespann Tröster/ Hipp gegen den Tabellenzweiten aus Denkendorf eine Reaktion ihrer Mannschaft. Ihr Schützlinge zeigten ab der ersten Spielminute eine ganz andere Körpersprache - packten in der Abwehr beherzt zu und zwangen die Gastgeber zu zahlreichen Fehlern. Nach einem Ballgewinn wurde der Ball schnell nach vorne getragen, um dort konsequent abzuschließen. In der 15. Spielminute führte die Sportvereinigung folgerichtig mit 8:3. Daraufhin schlichen sich aber auch bei den Gästen Fehler ein. Immer wieder verrannten sich die Rückraumspieler im 1 gegen 1 gegen die offensive Verteidigung oder suchten überhastet den Kreisläufer. Die Fehler wurden durch die starken TSV-Spieler Taxis und Riehs bestraft, die ihre Farben wieder auf Tuchfühlung brachten und beim 12:11 in der 27. Minute erstmals in Führung gehen konnten. Die Steinlachtäler berappelten sich wieder und beim Stand von 13:13 wurden die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit konnte Mössingen über weite Strecken eine ein oder zwei Tore-Führung erspielen. Eine höhere Führung vereitelte der Keeper der Hausherren, der fünf der sieben Mössinger Strafwürfe parierte. In der Schlussphase des Spiels konnte sich zunächst Lukas Dietrich mit drei Toren in Folge zum 23:25 auszeichnen, um sich anschließend eine völlig unnötige Zeitstrafe einzuhandeln. Denkendorf nutzte die Überzahl und ging 90 Sekunden vor Schluss mit einem Tor in Front. Mössingen fiel nicht mehr viel im Angriff ein, bis Sebastian Bock zum Kempa-Trick auf Dietrich auflegte, der mit seinem zehnten Treffer den Ausgleich bestellte. Denkendorf brachte im letzten Angriff den siebten Feldspieler. Sekunden vor dem Schlusspfiff parierte Christoph Ott den letzten Torversuch. Während seines langen Wurfes aufs verwaiste Denkendorfer Gehäuse ertönte der Schlusspfiff. Der Treffer fand somit keine Anerkennung mehr und Mössingen entführt damit nur einen Punkt nach einer starken und beherzten Leistung.

Erfreulich neben dem Punktgewinn: Spielmacher Gerrit Jung stand erstmals in dieser Saison wieder auf der Platte und bekam einige Minuten Rekonvaleszenzzeit. Am kommenden Wochenende gastiert das TEAM Esslingen in der Steinlachhalle. „Wir haben bei den Fans noch etwas gut zu machen. Ich hoffe jeder hat heute gesehen, was mit der richtigen Einstellung möglich ist“, so Goalgetter Sebastian Bock.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (1), Dietrich (10), Felger, Eißler (2), Midinet (3), Schleich (4/1), Apakhan (2), Bock (4/1), Jung, Sulz, Eisenbichler.

Spielbericht M1 KW 4 2019-20

Spvgg Mössingen 1 - TV Weilstetten 2 24:31 (9:21)
26.01.2020

Völlig verdient verlor die Erste ihr Heimspiel gegen die Oberligareserve aus Weilstetten

Wohl kein Zuschauer in der wieder vollbesetzten Steinlachhalle konnte sich an eine so schlechte Leistung der Blauen aus dem Steinlachtal erinnern. Wenn man zur Halbzeit mit der Bürde von 12 Toren hinten liegt (9:21) und so viele Tore kassiert hat, wie sonst in einem ganzen Spiel, dann ist die Messe gelesen, der Drops gelutscht. Zu keiner Zeit konnte die Spvgg an die Leistung der letzten Begegnungen anknüpfen: Die Abwehr ein Desaster, ohne Zugriff und Leidenschaft - das Rückzugsverhalten katastrophal. Dabei wurde man teilweise regelrecht vom Gegner überrannt, nachdem man vorne mal wieder zu schnell abgeschlossen hatte, oder der geworfene Ball die Beute vom exzellenten Weilstetter Torwart wurde, der dann den Ball direkt zum Gegenstoß werfen konnte, oder aber mit zwei oder drei Stationen den Weg ins Mössinger Gehäuse fand. Dabei hatte man sich nach schlechten ersten zehn Minuten gefangen (4:5), um dann aber wieder durch ungenaues oder schlechtes Passspiel im Angriff dem Gegner den Ball zu überlassen. Weilstetten bedankte sich, warf einen Konter nach dem anderen, im stehenden Angriff fand man immer wieder den Kreisläufer, der dann sicher verwandelte. Auch zwei Auszeiten konnte das Trainergespann Tröster/Hipp nicht dazu nutzen, den Blauen das richtige Konzept gegen die sich anbahnende, krachende Niederlage zu vermitteln. Der Angriff, den die Gäste ohne eine Zeitstrafe über die ganze Spielzeit im Griff hatten, bekam gerademal noch fünf Tore bis zur Halbzeit zustande. Kein Druck aufs Tor, Stückwerk. Zu Gute zu halten ist den Steinlachtälern, dass sie sich für die zweite Hälfte vorgenommen hatten, sich zu Hause nicht abschlachten zu lassen und das Beste noch aus der Situation zu machen. Die Abwehr zeigte jetzt den vorher vermissten Biss und im Angriff wurde jetzt mehr Druck gemacht, was dann immerhin noch dazu führte, dass man die zweite Halbzeit gewinnen konnte, nicht zuletzt, weil der TV auch nicht mehr den Biss der ersten Hälfte zeigte und auch nicht mehr musste. Nach der Niederlage sah man ratlose Mössinger Gesichter. Keiner, so versicherte Kapitän Roman Midinet, konnte sich diese Leistung erklären und Timo Luppold, Weilstettens Trainer nahm die Glückwünsche an seiner ehemaligen Wirkungsstätte gerne entgegen. Seine Mannschaft war an diesem Tag einfach in allen Punkten überlegen. Für die Spvgg gilt, Mund abputzen und am kommenden Samstag auswärts gegen Denkendorf alles besser zu machen. Der Gegner ist dann klarer Favorit und vielleicht entsteht ein Spiel, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann. Sicher ist, dass jeder der Jungs weiß, dass es solche Spiele gibt, die man abhaken und nächstes Mal einfach besser machen muss.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier, Dietrich (4), Felger (3), Eißler (2), Midinet (1), Schleich (5), Apakhan (2), Bock (7/4), Sulz, Schiller, Eisenbichler

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