Männer 1 Landesliga Saison 17/18

TSV Dettingen/ Erms – Spvgg Mössingen 23:23 (13:11)

Mössingen erreicht im Endspiel um den Klassenverbleib nur ein Unentschieden in Dettingen und muss den bitteren dritten Abstieg ins Bezirksoberhausen antreten. Michael Tröster forderte vor dem Spiel einen hellwachen Start, um nicht wieder einmal von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. Doch geradezu reihenweise scheiterten die Mössinger Akteure zu Spielbeginn am Dettinger Schlussmann Ellinghaus und in der 17ten Spielminute stand es schon 8:3. Die Mössinger Zuschauer schwanten Böses, doch bis zum Ende der Halbzeit konnten die eingewechselten Bensch und Bock mit vier Treffern in Folge verkürzen und es keimte im Mössinger Lager wieder Hoffnung auf. Tatsächlich zeigte sich die Abwehr nun kompakt und bekam auch den wurfstarken Bauknecht zusehends in den Griff. Dettingen gelang der erste Treffer der zweiten Halbzeit erst in der 43. Minute, wobei Mössingen zu dieser Zeit bereits sechs Mal einnetzte (14:17). Durch einen Dreifachschlag durch Bauknecht glich Dettingen wieder aus (20:20). Wieder wurden beste Möglichkeiten durch die Steinlachtäler ausgelassen, oder der Ball wurde bereits im Spielaufbau verloren. Sebastian Bock hielt die Gäste in seinem zweiten Spiel im Mössinger Dress mit sechs Treffer in Schlagdistanz. Beim 23:23 30 Sekunden vor Ende kam Mössingen nochmals in Ballbesitz und hatte die Chance zum Siegtreffer. Dettingens Schlussmann parierte und die Zeit verstrich zum Schlusspfiff. Nach dem Sieg der Herrenberger gegen Grabenstetten, stehen Mössingen und Grabenstetten als Absteiger fest. Nächste Woche kommt die TSG Reutlingen zum Saisonfinale in die heimische Steinlachhalle, in dessen Rahmen Lukas Flammer, Holger Bensch, Vincent Ehinger und Til Henkel verabschiedet werden. Das Grundgerüst der Mannschaft bleibt in der Bezirksliga dennoch erhalten und wird mit jungen A-Jugendspielern und Handballern der zweiten Mannschaft ergänzt. „Es ist unfassbar bitter, wie die Saison verlaufen ist. Wir müssen das erst verarbeiten und dann gründlich aufarbeiten. Das Saisonziel für die kommende Runde steht für mich heute schon fest“, so der niedergeschlagene Kapitän Schleich.

Es spielten: Ott (Tor), Widmaier, Flammer, Müller, Ehinger (3), Midinet (3), Bensch (2), Schleich (1), Bock (6), Jung (3), Eißler, Sulz (3), Henkel (2)

HSG Ostfildern- Spvgg Mössingen 34:28 (13:11)

Nichts zu holen gab es für die Handballer der Spvgg Mössingen beim Aufstiegsaspirant auf den Fildern. Jetzt wird es richtig eng, denn die direkten Verfolger im Abstiegskampf – Herrenberg 2 und die HSG Baar - gewannen ihre Spiele und schickten die Mössinger wieder auf den vorletzten Tabellenplatz. Bei zwei noch ausstehenden Spielen müssen beide Partien gewonnen werden, um noch eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Sicher kein leichtes Unterfangen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Dabei hatte die Sportvereinigung bei der HSG gar nicht schlecht gespielt. Die Steinlachtäler gingen durch ein schönes Tor von Till Eißler in Führung. Die Anfangsphase des Spiels war geprägt von Siebenmetern und gelben Karten auf beiden Seiten, die von den peniblen, aber gut pfeifenden Schiris aus Rietheim verteilt wurden. An Härte schenkten sich beide Mannschaften nichts. Mössingen spielte zwar gut mit, machte aber mal wieder die Tore nicht. Die in den letzten Wochen zuverlässigen Außenspieler trafen nicht, der erste Siebenmeter wurde vergeben und so stand es folgerichtig in der 16. Spielminute 11:6. Überragender Akteur bei der Heimmannschaft war Jon Gehrung mit 13 Toren, der nicht nur sicher sechs Mal vom Punkt traf, sondern auch von außen ein ums andere Mal die Mössinger Tormänner überwinden konnte. Tröster und Mayer baten ihre Jungs per grüner Karte an die Außenlinie zur Besprechung. Diese sollte auch sofort Wirkung zeigen, denn die Spvgg pirschte sich jetzt Treffer um Treffer heran und zum Halbzeitstand war man wieder auf Schlagdistanz mit nur zwei Toren Abstand. In der zweiten Halbzeit merkt man aber, dass die HSG Spieler in ihren Reihen hat, die schon höherklassig tätig waren und durch oft einfache, aber effiziente Schlagwürfe jetzt die Spvgg immer stärker in Bedrängnis brachten. Die Steinlachtäler hatten jetzt Schwierigkeiten, den Abstand nicht größer werden zu lassen. Trotz aller Bemühungen, in der sich jetzt wieder leichte Fehler, dazu noch Pech durch Würfe, die nur das Holz trafen, einschlichen, lief man immer einem Rückstand von drei bis fünf Toren hinterher. Die zahlreichen mitgereisten Mössinger Fans schöpften nochmals Hoffnung in der 55. Minute, als man wieder aufschloss (28:25), doch die Handballer aus Ostfildern ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. In den letzten Minuten war spürbar, dass die Mössinger Mannschaft Pulver verschossen hatte und so kam die HSG noch zu einigen einfachen Toren, die das Endergebnis nicht unbedingt dem Spielverlauf entsprechen. Nächsten Samstag geht es gegen Dettingen. Eines der beiden Endspiele für die Spvgg.

Es spielten: Ott, Pfenning (beide Tor), Widmaier (3), Flammer (2), Ehinger (1), Midinet (3), Bensch (2), Schleich (2), Bock (2), Jung (4), Eißler (3), Sulz (2), Henkel (4/3), Dietrich.

Spvgg Mössingen – HSG Baar 24:25 (12:13) - In einem echten Abstiegskrimi verlor die Sportvereinigung gegen giftig verteidigende Gäste

Ohne den erkrankten Gerrit Jung liefen die Hausherren dabei permanent einem Rückstand hinterher und konnten nicht an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Insbesondere in der Abwehr fehlte es häufig an der letzten Entschlossenheit im Zweikampf und die agilen Rückraumspieler der Gäste konnten sich ein ums andere Mal im eins gegen eins durchsetzen. Mössingen dagegen tat sich ohne Spielmacher Jung im Angriff gegen die offensive Verteidigung schwer. Aus dem Rückraum fehlte es an Torgefährlichkeit und flüssigem Kombinationsspiel. Lediglich die Außenspieler Henkel und Sulz wurden sehenswert in Szene gesetzt und wussten mit sieben bzw. sechs Toren zu überzeugen. Auch Nachwuchsspieler Felix Rudolph fügte sich auf Rechtsaußen mit zwei schönen Tor bestens ein. In der ersten Halbzeit legte Baar jeweils einen Treffer vor – Mössingen konnte gleichziehen. Beim 12:13 wurden die Seiten gewechselt. Baar kam danach besser aus der Halbzeit und konnte auf 12:16 davonziehen. Mössingen berappelte sich nochmals und beim 19:20 durch Lukas Sulz in der 44. Spielminute war das Team um Trainer Tröster wieder in Schlagdistanz. Bis zur 57. Minute gelang aber nur ein mageres Tor und die Gäste konnten sich vorentscheidend auf 20:24 absetzen. Die Hausherren, angefeuert von den zahlreichen und lautstarken Fans, kämpften sich nochmals heran. Doch nach dem Anschlusstreffer zum 24:25 verblieben lediglich sieben Spielsekunden auf der Anzeigetafel. Baar ließ die Uhr herunterlaufen und feierte anschließend den Auswärtssieg, mit dem sie weiter auf den Klassenerhalt hoffen können. Mössingen dagegen ließ eine große Möglichkeit aus, einen Konkurrenten in die Bezirksliga zu schicken und den Vorsprung zu den Abstiegsrängen weiter auszubauen. Das Abstiegsgespenst spukt damit bis zum letzten Spieltag in Mössingen weiter. Am kommenden Samstag hat man mit der HSG Ostfildern die Mannschaft der Rückrunde vor der Brust.

 

Es spielten: Pfenning, Ott (beide Tor), Widmaier (2), Flammer, Ehinger (2), Midinet (3), Bensch, Schleich, Apakhan, Rudolph (2), Eißler (2) Sulz (6), J. Jung, Henkel (7/4).

Vorbericht Männer 1:

Beim Spiel gegen die HSG Baar geht es am Samstag in der Männer Landesliga (wieder) um Alles oder Nichts. Mössingen könnte mit einem Sieg wichtige Punkte scheffeln. In Anbetracht des Restprogramms ist dies auch bitter nötig - die Gäste würde man mit einem Sieg ganz tief in den Abstiegsstrudel stoßen. Bei einer Niederlage wäre Mössingen selbst wieder ganz dick hinten mit dabei und Baar hätte den Anschluss geschafft. Es geht also für beide Teams um alles. Das Hinspiel konnte Mössingen bis zur 50. Minute erfolgreich gestalten und gab das Spiel in den letzten Minuten noch her. Die damals erstellte Videoanalyse war schmerzlich, die Punkte wären sehr wichtig gewesen. Da die HSG Baar nie aufgibt und auch sehr gute Handballer in ihren Reihen hat, darf man trotz des Heimspiels von einer Begegnung auf Augenhöhe ausgehen. Mössingen konnte die letzten zwei Spiele mit Unentschieden gestalten. Schade war, dass man in beiden Partien am Sieg dran war, allerdings muss man hierzu ganze 60 Minuten diszipliniertes Spiel durchziehen, genau das hat das Team von Michi Tröster am Wochenende auch vor. Das trainingsfreie Oster-Wochenende wurde zur Regeneration genutzt, denn die nächsten vier Wochen geht es ohne Pause Schlag auf Schlag weiter. Am Samstag ab 20 Uhr erhofft sich das HIM-Team v.a. auch die Unterstützung vom 8. Mann. Also bitte feuert unsere Jungs ordentlich an, denn mit einer wahren Energieleistung hat das Team die letzten Spiele sehr erfolgreich gestaltet und will nun gegen die starke HSG Baar nachlegen.

SG Ober-Unterhausen - Spvgg Mössingen 23:23 (11:13)

In einem rasanten Spiel holte sich die Spvgg unterm Schloss bei der SG Ober-Unterhausen einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Dabei war das Ergebnis für die Gastgeber schmeichelhaft, denn Mössingen führte 55 Spielminuten in einer fairen und für die Zuschauer äußerst spannenden Partie. Die wieder vom Mössinger Trainerteam Tröster/Mayer gut eingestellte Mannschaft ließ von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, dass sie aus der Ernst-Braun-Halle an diesem Tag etwas Zählbares mitnehmen wollte. Die SG, immerhin Tabellenzweiter, biss sich von Anfang an die Zähne am Bollwerk der Mössinger Abwehr aus und kam bis zur Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel. Dass sich das Ergebnis (11:13) für die Heim-Mannschaft noch erträglich gestaltete, lag eher an den Leichtsinnsfehlern der Blauen aus Mössingen. Die hatten, nachdem man schon in der 15. Minute mit fünf Toren vorne lag (5:10), den Ausbau dieses Vorprungs selbst vermasselt. Statt geduldig und überlegt weiterzuspielen, wollte man zu viel: Verwarf dadurch zwei Tempogegenstöße, vertändelte den Ball in einer unnötigen Hektik im Spielaufbau und ließ sich einmal vom listigen Deniz Sarpkaya den Ball beim Anspiel klauen. Die SG bedankte sich und schloss auf zwei Tore auf. Nach der Halbzeitpause schaffte die SG schnell den Anschluss. Doch Mössingen war nach drei Partien ohne Niederlage unbeeindruckt und führte nach vier Spielminuten wieder mit vier Treffern. Die zahlreich mitgereisten Mössinger Fans konnten jetzt zu Recht auf einen Sieg ihrer Mössinger Jungs hoffen. Doch die Gastgeber, die für ihren Anschluss an der Tabellenspitze auch unbedingt Punkte brauchen, pirschten sich langsam aber sicher heran, wussten eine Schwächephase der Spvgg zu nutzen und schafften in der 50. Minute den Anschlusstreffer zum 19:20. Jetzt kochte die Halle, der Hallensprecher der Gastgeber lief nun zur Hochform auf und die SG schaffte es tatsächlich, das Spiel für drei Minuten zu drehen. Doch Simon Schleich traf sicher vom Siebenmeterpunkt und glich die nächste Führung postwendend zum 22:22 in Spielminute 59 aus. Die Spannung in der Halle war zum Greifen, als Philipp Widmaier in der letzten Minute zur Führung der Spvgg traf. Doch in der letzten Auszeit der Ober-Unterhäusener konnte Trainer Losch seinen Jungs noch den entscheidenden Tipp für den letzten, erfolgreichen Treffer zum Ausgleich mitgeben. Grauer tankte sich durch und netzte zum Endstand ein. Mössingen konnte aus den restlichen Sekunden nichts Verwertbares mitnehmen. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, so Männerwart Jürgen Möck, der 60 Minuten am Spielfeldrand mitfieberte, „aber wie die Jungs die letzten Partien kämpften ist bemerkenswert.“ In zwei Wochen kommt die HSG Baar, derzeit Tabellenvorletzter, in die Steinlachhalle. Mehr Abstiegskampf kann derzeit nicht geboten werden.

 

Es spielten: Ott, Pfenning (beide Tor), Widmaier (3), A. Midinet, Ehinger, R. Midinet (6), Bensch (1), Schleich (3/2), G. Jung (3), Sulz (5), Henkel (2), Eißler, Apakhan, J. Jung.

Vorbericht Männer 1:

Am Wochenende steht ein Derby auf dem Programm, in dem es um sehr viel geht: Die OU-Männer sind voll im Aufstiegsduell mit der HSG Böblingen/Sindelfingen, seit letztem Wochenende schielt auch wieder die HSG Ostfildern nach oben. Da darf sich keiner der drei Teams einen Ausrutscher erlauben. Entsprechend wird die Lichtenstein-SG, die heiß auf den Aufstieg ist und in der Württembergliga mit ihrer jungen Truppe vermutlich auch eine gute Figur machen würde, alles auf einen Heimsieg setzen. Mössingen vergab letzte Woche eine 3-Tore-Führung, in Unterzahl musste man am Ende das Unentschieden hinnehmen. In einer völlig zerfahrenen Schlussphase war das Spiel dabei nicht sehr ansehnlich, beide Seiten zeigten gegen Ende verbissenen Handball. Mössingen verzagt jedoch nicht: Vor zwei Wochen gewann man am Ende mit einer tollen Schlussphase, letzte Woche eben nicht, man bleibt dennoch seit vier Spielen ungeschlagen. Die Favoritenrolle liegt klar bei den Gastgebern. Sie verfügen über eine junge Truppe mit viel Elan und mit Benjamin Losch über einen Jungtrainer, der selber hochklassige Erfahrung mitbringt und seit dem Trainerwechsel wichtige Impulse setzen konnte. Es wird natürlich auch wieder das Aufeinandertreffen des Bruderpaars Michael Tröster (Trainer in Mössingen) gegen Daniel Tröster (Spieler und Pressemann von Ober-/Unterhausen). Ob sich Vater Jürgen das Spiel überhaupt anschaut, wird sich weisen. Es wird auch das Spiel zweier Teams, die sich schätzen und im Austausch waren. Das Hinspiel beherrschte Ober-/Unterhausen klar und so benötigt Mössingen alle Unterstützung für dieses schwere Spiel am Samstag um 20 Uhr. Man kann sich auf ein tolles Derby freuen.

Spvgg Mössingen - VfL Pfullingen 25:25 (11:11) Mössingen verlor in einem erwartet heißen Match in der Steinlachhalle einen Punkt, konnte aber schlussendlich mit dem Unentschieden zufrieden sein.

In einer fairen, aber in den letzten fünf Spielminuten sehr emotionalen Partie, kam es für die Jungs um Tröster/Mayer zu einem „deja vu“-Erlebnis. Hatte man im Hinspiel in der letzten Minute noch den Ausgleich erzielen können, war der Glückliche im Rückspiel nun der VfL, dem sogar noch zwei Tore gelangen. Vorausgegangen waren mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen in den letzten drei Spielminuten, die insbesondere die Pfullinger Kreisläufer zu kommentieren wussten. Jeweils eine rote Karte für die Pfullinger und eine für die Mössinger, eine höchst umstrittene 2-Minutenstrafe gegen Roman Midinet und die Spvgg sah sich mit nur noch drei Spielern auf dem Feld. Der stark aufspielende Pfullinger Patrick Bauer verwandelte einen Siebenmeter in der 60. Spielminute sicher, eines seiner insgesamt 12 Tore an diesem Tag. „Ich hatte phasenweise das Gefühl wir verlieren das Spiel gegen einen einzelnen Pfullinger Spieler“, lobte Tröster die Leistung Bauers. Mössingen versuchte noch einen Angriff in Unterzahl, doch der letzte Wurfversuch von Simon Schleich (20 Sekunden vor Spielende) wurde von den Schiedsrichtern wegen Zeitspiels abgebrochen. Der folgende schnelle Angriff des VfL brachte dann den Ausgleich und die Partie war gelaufen. Zum Spielverlauf: Nach 20 ausgeglichenen Minuten hatte Mössingen, die zwischendurch einen 3-Tore Rückstand nach einigen schlampigen Abspielen, deren Folgen die Pfullinger sicher zu verwerten wussten, zum 10:10 getroffen. Der VfL, der seine dezimierte Mannschaft wieder mit der Bundesliga A-Jugend verstärkt hatte, konnte dabei öfter seinen Kreisläufer einsetzen oder der wurfgewaltige Patrick Bauer traf aus dem Rückraum. Mössingen spielte öfter erfolgreich eine zweite Welle über den heranstürmenden Vincent Ehinger, traf erfolgreich vom Siebenmeterpunkt oder eben durch teilweise gute Spielzüge. In den letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit gelang jeder Mannschaft nur noch ein Tor, was nicht zuletzt an zwei starken Abwehrreihen lag. Halbzeitstand 11:11. Pfullingen kam wacher aus der Kabine und die Mössinger Jungs mussten wieder einen 3-Tore Rückstand bis zur 40. Minute (18:18) aufholen. Beim 20:19, nach einem Rückraumkracher von Ehinger, hatte Mössingen die Partie gedreht. Nach zwei verwandelten Siebenmetern von Schleich stand es 24:21. Jetzt konterte Pfullingen zwei Mal über Manuel Bauer, beide Bauers sind übrigens Söhne des am Spielfeldrand leitenden Pfullinger Trainer Dietrich Bauer. Mössingen konnte aber nochmal nachlegen. Die volle Steinlachhalle sah sich schon auf der Siegerstrasse. Doch es wäre nicht Handball, wenn solche Spiele nicht in den letzten Sekunden einen anderen Verlauf nehmen könnten.

Es spielten: Pfenning, Ott (beide Tor), Widmaier (2), Müller, Ehinger (2), Midinet (5), Bensch, Schleich (8/6), Apakhan, Rudolf, Jung (1), Eißler (2), Sulz (2), Henkel (3)

TV Weilstetten 2 - Spvgg Mössingen 21:24 (12:10) - Mit einer hervorragenden kämpferischen Leistung holte sich die Spvgg im Kampf um den Abstieg beim TV Weilstetten zwei weitere wichtige Punkte.

Dabei hat es zwischendurch gar nicht so gut ausgesehen für die Männer um das Trainergespann Tröster/Mayer. Nach gut zehn Minuten lag man mit vier Toren hinten und die mitgereisten Zuschauer ahnten nichts Gutes, da die Mössinger Jungs wieder in alte Muster verfielen. Verworfene Hundertprozentige, ein grottenschlechtes Überzahlspiel, bei dem man zweimal hintereinander den Ball dem Gegner zupasste und dann noch Pech beim Abschluss. Erst ein schönes Rückraumtor durch Holger Bensch in der 54. Spielminute (20:21) brachte die Mössinger auf die Siegesstrasse und nach einem 4:0-Lauf den verdienten Punktegewinn. Zu Beginn der Partie wechselte die Führung bis zur zehnten Spielminute. Für Mössingen setzte sich Roman Midinet immer wieder durch oder bediente Simon Schleich am Kreis. Für Weilstetten war dies Zappa Single, ein blitzschneller Halbspieler, der von beiden Seiten agierte und mit exzellenter Wurftechnik seine Farben im Spiel hielt. Die Spvgg leistete sich in den folgenden 15 Minuten ihre bereits erwähnte Schwächephase, obwohl Michael Tröster seine Jungs zwischenzeitlich zur Besprechung an den Spielfeldrand geholt hatte (10:6) Diese konnten den Rückstand von vier Toren erst in der 27. Minute, nachdem sich die Weilstettener selbst durch zwei Zeitstrafen hintereinander selbst schwächte, auf zwei Tore verkürzen (12:10). Nach der Pause hatte sich die Spvgg anscheinend einiges vorgenommen. Die Abwehr um Vincent Ehinger hatte jetzt Beton angerührt, stand kompakter und ließ Weilstettens Zappa Single keinen Aktionsradius mehr, was seiner Mannschaft doch erhebliche Probleme bereitete. Das Spiel wurde immer spannender, weil Mössingen ausglich, sogar jetzt mehrfach vorlegen konnte, der TV hingegen jetzt immer öfter nach angezeigtem Zeitspiel in Abschlussnöte kam, doch immer wieder eine Lücke fand, um auszugleichen. In der Endphase des immer sehr fairen Spiels hatte Mössingen das in der ersten Halbzeit so vermisste Spielglück. Ein Abpraller vom sicheren Siebenmeterschützen Til Henkel vom Außenpfosten an den Rücken des Weilstettener Schlussmann fand den Weg doch noch ins Tor. Und als Youngster Lukas Sulz trotz inzwischen vom TV auf offene Manndeckung umgestellte Abwehr zum 20:24 einnetzte, durften die Mössinger Jungs ihren Sieg ausgelassen feiern. Zu oft hatte man in vorangegangenen Spielen noch knapp in der Schlussphase verloren und so sind diese wichtigen zwei Punkte der nächste Schritt zum Klassenerhalt. Nach dem Spiel brachte es der sichtlich erleichterte Roman Midinet auf den Punkt. „Wir haben trotz unserer Schwächephase in der ersten Halbzeit nie die Köpfe hängen lassen, an uns und unsere Stärken geglaubt, das Spiel durch eine bessere und konsequentere Abwehr gedreht. Die Vorgabe unserer Trainer, diszipliniert zu spielen und keine unnötige Zeitstrafen zu kassieren, hervorragend umgesetzt und uns nur einmal zwei Minuten geholt. Sicher ein Grundstein für den in der Summe verdienten Sieg.“

Spvgg: A. Pfennig, C. Ott (beide Tor), S. Schleich (6/1), R. Midinet (5), L. Sulz (4), G. Jung (4), T. Henkel (3/3), H. Bensch (2), H. Apakhan, L. Flammer, T. Eissler, P. Widmaier, J. Jung. V. Ehinger.

Vorbericht Männer 1:

Die Männer 1 spielen am Samstag um 18 Uhr beim TV Weilstetten 2, einem Team, das vier Punkte vor Mössingen steht und damit in Reichweite ist, wenn es um die letzten Spiele der Runde geht. Mössingen muss, wie nun immer, gewinnen. Letzten Sonntag zeigte die Sportvereinigung in Grabenstetten einen bärenstarken Auftritt obwohl sie ersatzgeschwächt war. Vor allem die Defensive arbeitete herausragend, man konnte sich so im Angriff auch die eine oder andere Fahrkarte erlauben. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Grippe sich bis zum kommenden Spiel gelegt hat und, dass Gerrit Jungs Schulterverletzung vom Spiel gegen Grabenstetten bis zum Samstag auskuriert wird. Der TV Weilstetten hat eine junge und sehr gut eingespielte Mannschaft. Sie wird vermutlich beim Spiel gegen die Spvgg jedoch verstärkt werden, das ist zumindest das Bild, das Mössingen als Tabellenvorletzter seit Wochen ereilt. Gegen Teams vom Tabellenende wird alles aufgefahren, was nur geht: So war's in Herrenberg vor zwei Wochen, so war's in Grabenstetten, so wird's auch in Weilstetten sein. Ein Fakt am Rande: Mössingens Gegner, Weilstetten 2, hat bereits den Trainer für die kommende Runde bekanntgegeben, es ist Timo Luppold, letztes Jahr noch Co-Trainer in Mössingen, die Sportvereinigung wünscht ihm nächstes Jahr viel Erfolg. Ein weiterer Bekannter wird vermutlich am Samstag auch in der Halle sein. Mark Jenter (letztes Jahr noch Torwarttrainer in Mössingen) trainiert inzwischen alle Torhüter des TVW. Mössingen freut sich auf das Wiedersehen mit den Beiden.

TSV Grabenstetten - Spvgg Mössingen 23:30 (8:17) - Mit einem couragierten Auftritt holte sich die Spvgg beim ebenfalls abstiegsgefährdeten TSV Grabenstetten zwei wichtige Punkte

Ein Spiel, das trotz seiner Brisanz nicht überhart geführt und stets fair vom souveränen Schiedsrichtergespann Racz/Troisler geleitet wurde. Die vom Trainerteam Tröster/Mayer hervorragend eingestellte Mössinger Mannschaft ließ von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, dass sie an diesem Spieltag gewillt war, die Punkte aus der Falkensteinhalle in Grabenstetten mitzunehmen. Die Heimmannschaft überraschte mit dem Langzeitverletzten Fabricio Mosca, der sein erstes Ligaspiel absolvierte, wohl um an diesem wichtigen Tag seiner Mannschaft zu helfen. Mössingen hingegen konnte seinen Ex-Torwart Aaron Pfennig, der nach einem Auslandsaufenthalt für den verletzten Mössinger Michael Geiger einsprang, reaktivieren. Die Mössinger Jungs stellten eine kompakte 6:0-Abwehr, die die sonst sicheren Rückraumschützen der Grabenstettener schier zur Verzweiflung brachte und kaum zum Abschluss kommen ließ. Die Spvgg hingegen spielte mutig nach vorne, führte nach drei Spielminuten mit 1:3. Doch Grabenstetten ließ sich nicht beeindrucken, glich zum 3:3 aus. Nach einem sicher verwandelten Siebenmeter durch Simon Schleich folgte ein Doppelschlag von Lukas Sulz, anschließend ein Tor durch Gerrit Jung und ein Doppelschlag von Till Eissler und die Anzeige in der Halle zeigte einen Spielstand von 4:10, was die zahlreichen mitgereisten Mössinger Fans wohlwollend zur Kenntnis nahmen. Auch eine zwischenzeitlich genommene Auszeit durch TSV -Trainer Lanfermann konnte den Mössinger Lauf nicht stoppen. Die Gäste spielten sicher weiter, machten wenig Fehler und sicherten sich bis zur Halbzeit einen Vorsprung von neun Toren. Grabenstetten hingegen gelang in den sechs Minuten vor der Pause nur noch ein Tor, was auch den stark haltenden Mössinger Keepern Christoph Ott und Nils Saur, der zwei Siebenmeter entschärfte, geschuldet war. Roman Midinet eröffnete den Torreigen in Hälfte zwei mit seinem fünften Tor. Grabenstetten hielt bis zur 40. Spielminute den Abstand konstant, kam aber nach zwei verworfenen Siebenmetern und einigen Abschlussfehler der Mössinger auf sechs Tore heran (13:19). Der TSV und seine Anhänger witterten Morgenluft, doch das Strohfeuer hielt nur kurz und die Spvgg zog Tor um Tor davon, auch weil der jetzt im Mössinger Tor stehende Aaron Pfennig ein paar Hundertprozentige entschärfte. Bei den bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebern zeigte sich nun zunehmend Resignation und Axel Midinet stellte mit einem kuriosen Tor zum 23:30 den Endstand her.

 

Es spielten: Saur/Ott/Pfennig (alle Tor), R. Midinet (7), L.Sulz (6), Schleich (6/3), H. Bensch (3), G. Jung (2), T. Eissler (2), H. Apakhan (1) T. Henkel (1), V. Ehinger (1), A. Midinet (1)

Vorbericht Männer 1:

Letzten Samstag erlebten Mössingens Landesligamänner eine derbe Enttäuschung, trotz großem Kampf war gegen die mit ehemaligen Regionalliga-Spielern verstärkte Herrenberger nichts zu holen. Am Sonntagnachmittag kommt es nun in Grabenstetten zum Endspiel der Endspiele um den Abstieg. Vorletzter gegen Letzter, der Verlierer hat die schlechtesten Karten um den Klassenerhalt. Zwei Einzelvereine, die sich im Haifischbecken der Spielgemeinschaften diese Saison sehr schwer getan haben. Im Hinspiel gab es ein gerechtes Unentschieden, erzielt nach Abschluss der Spielzeit durch einen 7-Meter Wurf vom nervenstarken Simon Schleich. Grabenstetten ist jedoch heimstark und favorisiert weil sich bei ihnen nun auch langsam das Lazarett bei den Hexenbannern lichtet. Mössingen trainierte gut, kämpfte aufopferungsvoll, 2019 gab es nur knappe Niederlagen, man hatte immer Chancen und will die Liga halten. Die Sportvereinigung ist auf alle Fälle gut auf den Gegner vorbereitet und will den Sieg. Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn sich möglichst viele Steinlachtäler Fans am Sonntag um 17 Uhr in Grabenstetten zur Verstärkung einfinden würden.

SG H2KuHerrenberg 2 - Spvgg Mössingen 28:25 (14:12) - Die Sportvereinigung konnte am Samstagnachmittag ihre zuletzt gezeigte gute Leistung nicht wiederholen Die Männer von Trainerduo Tröster/Mayer mühten sich zwar redlich, kamen aber mit der sehr offensiven Abwehr der Gastgeber oft nicht zurecht. Dass es sich bei der Begegnung um ein sogenanntes Vierpunktespiel handelte, machte die Sache nicht einfacher und die Last des Gewinnen müssens war den Mössinger Akteuren deutlich anzusehen. Teilweise verfiel man in alte Muster, leistete sich einige vergebene 100%-Chancen oder Fehlpässe und lud den Gegner so zu einfachen Toren ein. Trotzdem schaffte man es, dass sich die Oberligareserve aus Herrenberg nie mehr als zwei Tore absetzen konnte. Mit einem 14:12 trennte man sich zur Pause. In der zweiten Halbzeit wollte man noch eine Schippe drauflegen, was teilweise auch gelang und so arbeitete man sich Tor um Tor bis zum Ausgleich (24:24) in der 55. Spielminute heran. Es war der Moment, wo man das Spiel zu Gunsten der Spvgg hätte noch drehen können, aber zwei unglückliche Abpraller hintereinander ließen den Mössinger Torwart im Mössinger Kasten alt aussehen (27:25), was symptomatisch für diese Begegnung war. So landete bei den Herrenbergern jeder Abpraller oder Lattentreffer im Netz, die Mössinger hingegen hatten an diesem Tag das Pech gepachtet. Den peinlichen Schlusspunkt in Form eines „Geniestreichs“ setzte H2Ku-Trainer Ilitsch, der neun Sekunden vor Ende, als die Partie bereits entschieden war, noch die Auszeit nahm und den geschlagenen Mössinger Akteuren den Kabinengang verzögerte. Am kommenden Sonntag können es die Mössinger Jungs um 17 Uhr in Grabenstetten, bei einer Mannschaft, die punktgleich mit den Mössingern das Tabellenende belegt, besser machen. Noch sind es acht Punktspiele und somit 16 Punkte zu vergeben.

Spvgg Mössingen - HSG Rietheim-Weilheim 37:19 (19:7)

Die Spvgg Mössingen meldet sich mit einem Ausrufezeichen zurück und gewinnt das Heimspiel am Samstag gegen die HSG Rietheim-Weilheim mit einem Kantersieg. Es war das Spiel, das sich die Zuschauer und das Trainergespann Tröster/Mayer schon lange gewünscht hatten. Doch die Zeichen standen anfangs nicht gut für die Spvgg: Lukas Flammer und Jakob Jung waren privat verhindert, Sebastian Müller ist derzeit noch gesperrt und am Donnerstag die nächste Hiobs-Botschaft: Torwart Michael Geiger musste das Training mit Verdacht auf Kreuzbandriss abbrechen. Trainer Michael Tröster forderte seine Mannschaft zu einem „Jetzt-erst-recht“-Spiel auf und seine Mannen legten los wie die Feuerwehr. Bis zum 10:2 in der 10.Spielminute klingelte es im Rietheimer Tor im Minutentakt. Über eine starke Abwehr und einen sicheren Rückhalt durch Christoph Ott im Tor wurde der Ball in der 2. Welle durch Vincent Ehinger nach vorne getragen. Die noch unsortierte Gästeabwehr hatte überhaupt keinen Zugriff und auch eine Auszeit in der 7. Spielminute durch HSG-Trainer Dirk Salmen unterbrach den Mössinger Lauf nicht. Ein letztes Aufbäumen der Gäste mit einem 4:0 Lauf wurde durch eine Mössinger Auszeit beendet und bis zum Pausenpfiff durch das umsichtige Schiedsrichtergespann Sanwald/ Neumann konnte der Vorsprung auf 12 Tore ausgebaut werden (19:7). Mössingen hielt sich während der Halbzeit auf dem Spielfeld warm und blieb auch in der 2. Halbzeit die dominierende Mannschaft. Der HSG gelang über 15. Spielminuten hinweg kein Treffer, während Mössingen den Vorsprung Tor um Tor ausbaute. Beim 24:7 in der 40. Spielminute war die Messe gelesen. Für das Heimteam konnten sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen, darunter auch die Debütanten Axel Midinet und Tobi Hoch, die aus der 2. Mannschaft aushalfen. In der Schlussphase kamen die Gäste noch zu Treffern über ihren Kreisläufer Wenzler, der zu den besten Spielern in der Liga gehört. „Die Mannschaft war heute in der Pflicht, um die Chancen für den Klassenerhalt zu wahren. Diese Aufgabe hat sie heute hervorragend gelöst. Mit dem Sieg haben wir aber noch nichts erreicht. Nächste Woche gegen Abstiegskonkurrent Herrenberg muss nachgelegt werden“, so die warnenden Worte vom sportlichen Leiter Florian Seidel.

 

Es spielten: Christoph Ott (Tor), Widmaier (2), Ehinger (1), R. Midinet (8), Bensch (3), Schleich (9/4), Apakhan (1), Hoch (1), G. Jung (1), Eißler (1), Sulz (6), Henkel (2), A. Midinet (2)

Vorbericht Männer 1:

Für die Mössinger Landesligamänner gibt es von nun an nur noch Endspiele. So muss am Wochenende gegen die HSG Rietheim/Weilheim unbedingt gewonnen werden damit die Männer um Trainer Michael Tröster den letzten Platz abgeben und den Rückstand auf den viertletzten Platz verkürzen können. Am letzten Wochenende gab's trotz sehr mauer Personaldecke (Torwarttrainer Markus Bold und Co-Trainer Christoph Mayer standen auf dem Spielberichtsbogen) einen souveränen Sieg gegen das Bezirksklasse-Team aus Rutesheim. Das Endergebnis von 39:23 gab Sicherheit und Selbstvertrauen. Leider fehlt der Spvgg mit Sebastian Müller, der vier Spiele lang gesperrt ist, ein etatmäßiger Linksaußen, die Trainingsbeteiligung lag aus privaten und beruflichen Hinderungsgründen nicht bei 100%, aber alles Lamentieren hilft nichts. Es müssen Punkte her. Die Männer 1 hoffen, mit einer kämpferischen Team-Leistung die Punkte am Samstagabend in der Halle zu behalten. Gespräche gab es genug in den letzten zwei Wochen, zwischen Team und Trainerteam, zwischen Abteilungsleitung und Team, man ist auf einen hammerharten Saisonschluss eingestellt und gemeinsam will man die Mammut-Aufgabe, auch in Verbindung mit dem Mössinger Publikum lösen.

Spvgg Mössingen – Team Esslingen 23:32 (11:10)

Es hat wieder nicht gereicht für die Steinlachtäler. Nach einer Pausenführung kamen die Hausherren in Durchgang zwei völlig unter die Räder und verloren am Ende viel zu deutlich. Tröster appellierte vor Spielbeginn an die Moral seiner Männer: Im Hinspiel verlor man nach einer desolaten Vorstellung bereits deutlich und hatte im Rückspiel nun die Chance im Abstiegskampf deutlich an Boden gut zu machen. Mössingen starte nervös in die Partie. Roman Midinet scheiterte mehrfach aus dem Rückraum, zudem wurden zwei Konter verknallt. Über eine sichere Abwehr konnte zur Halbzeit trotzdem ein Vorsprung herausgespielt werden und die Mannschaft war nun eigentlich in der Partie. Hätte man nicht wieder reihenweise Chancen liegen gelassen, wäre eine höhere Führung zur Halbzeitpause drin gewesen. Für Esslingen setzte es in der Halbzeit eine deutliche Traineransprache, die durch den gesamten Kabinentrakt zur hören war. Diese schien zu fruchten und den Burgstädtern gelang es nun, das Zepter mehr und mehr in die Hand zu nehmen. Wie bereits in der Vorwoche in Böblingen verlor Mössingen wieder den Faden im Angriff und lud den Gegner damit zu einfachen Toren ein. Zum eigenen Unvermögen, u.a. zwei vergebenen 7-Metern, gesellte sich dann noch eine gehörige Portion Dummheit. Gleich zwei rote Karten setzte es gegen die Hausherren wegen Meckerns, eine weitere Zeitstrafe gegen die Bank. Zu sehr erregte man sich am überheblichen Auftreten der Unparteiischen, die sich in mehreren Situationen auf beiden Seiten uneinig und unsicher zeigten. Philip Widmaier fasste nach dem Spiel treffend zusammen: „Wir haben es mal wieder geschafft, uns selbst zu schlagen. Die Schiedsrichter sitzen am längeren Hebel und das müssen wir akzeptieren, sonst schadet man der ganzen Mannschaft“. Mössingen hat weiterhin fünf Punkte Rückstand bei noch verbleibenden 20 zu holenden Punkten. Unter der Woche steht nun eine gründliche Analyse an.

 

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (3), Flammer (5), Ehinger, Müller, Midinet (3), Bensch (1), Schleich (5/1), Apakhan (1), G. Jung (5/1), Eißler, Sulz (1), Henkel.

Vorbericht:

Die Mössinger Landesligamänner haben nun bereits einen Abstand von fünf Punkten zum rettenden Ufer – ab sofort gibt es für sie nur noch Endspiele. Da man jedoch eine Begegnung weniger als die Konkurrenz hat ist noch nicht aller Tage Abend. Am kommenden Wochenende muss gegen den direkten Konkurrenten vom TEAM Esslingen gewonnen werden. Allerdings gab es beim Hinspiel In Esslingen mit die höchste Niederlage der Runde und so sind die Mössinger gewarnt vor diesem starken Gegner. Die Sportvereinigung hielt am Wochenende beim Tabellenführer Böblingen/Sindelfingen lange und verdient mit, führte in der ersten Halbzeit mit drei Toren und zum Seitenwechsel mit zwei. In der zweiten Hälfte wurde dann aber der Faden komplett verloren. Als zeitgleich der TSV Reutlingen in Rietheim gewann, war der fünf Punkte Tabellenrückstand perfekt. Da man lt. Kapitän Simon Schleich jedoch „ eine intakte Mannschaft hat, die weiter kämpfen wird“ wünschen wir den HIM-Mannen am Samstag ab 20 Uhr zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Steinlachtaler-Rängen für die Mission Impossible, die ab sofort begonnen hat.

HSG Böblingen/ Sindelfingen – Spvgg Mössingen 29:25 (13:15)

Nach der Niederlage gegen den Tabellenführer aus Böblingen beträgt der Abstand zum rettenden Ufer bereits fünf Punkte für die Sportvereinigung. Die Konkurrenten im Tabellenkeller konnten hingegen Punkte sammeln. Dabei zeigte man gegen den Ligaprimus über weite Strecken eine gute Partie. Insbesondere in der ersten Halbzeit lief der Ball im Angriff flüssig und in der Abwehr wurde beherzt zugelangt. Der spielstarke Rückraum der Böblinger kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Folgerichtig zeigte die Anzeigetafel den Spielstand von 13:15 zum Pausenpfiff. Auch im zweiten Durchgang kamen die Steinlachtäler wieder in die Partie. Beim Stand von 19:18 konnte der Tabellenführer das erste Mal überhaupt in Führung gehen. Mössingen verlor im Anschluss völlig den Faden. Ein zwischenzeitlicher 6:0-Lauf beendete schließlich alle Punktträume. Zu viele falsche Entscheidungen wurden in dieser Phase getroffen; Unter anderem verfehlte man zweifach das leerstehende Böblinger Tor, die in Unterzahl einen sechsten Feldspieler brachten. Der Gastgeber dagegen spielte seine Chancen geduldig heraus. „Solange es rechnerisch möglich ist, geben wir uns nicht auf. Ich sehe eine intakte Mannschaft, die weiterhin an sich glaubt“, so Kapitän Simon Schleich.

Es spielten: Ott, Geiger (beide Tor), Widmaier (4), Flammer (1), Müller, Ehinger (1), Midinet (3), Bensch, Schleich (7/4), Apakhan, G. Jung (5), Eißler, Sulz (3), J. Jung (1).

Vorbericht Männer 1:

Die Mössinger Landesligamänner haben leider das Pech, dass Spieltage ohne sie stattgefunden haben und die Konkurrenz hier ordentlich punkten konnte. Ohne eigenes Zutun liegt die Sportvereinigung nun bereits drei Plätze hinter einem Nicht-Abstiegs-Platz. Es müssen also dringend Punkte her. Am kommenden Samstag darf damit aber nicht gerechnet werden, denn es geht zum Tabellenführer, der HSG Böblingen/Sindelfingen. Seit Jahren gibt es einen stetigen Aufwärtstrend bei den Gastgebern. Der sehr erfahrene und erfolgreiche Trainerfuchs Volker Blumenschein leistete in den letzten Jahren starke Arbeit und zurecht ist die HSG Tabellenführer. Nichts zu holen gab es für Böblingen/Sindelfingen allerdings letztes Wochenende bei der HSG Ostfildern. Vom Verletzungspech gebeutelt gab es eine Niederlage bei der wiedererstarkten Filder-HSG. Es wird sich zeigen, ob am Samstag um 20 Uhr in Böblingen wieder alle Spieler am Start sind. Mössingen nutzte die zwei Wochen Training inklusive spielfreiem Wochenende zur Regeneration und zur Vorbereitung auf die kommenden Aufgabe weil klar ist, dass nun in jedem Spiel gepunktet werden muss um möglichst schnell den Anschluss nach oben wiederherzustellen.

TSV Köngen - Spvgg Mössingen1 28:27 (15:15)

Es hat wieder einmal nicht gereicht. Mössingen verliert in Köngen in letzter Minute ein wichtiges Spiel und vergibt damit die Chance in der Tabelle vorzurücken. Die Sportvereinigung kam schlecht ins Spiel, kassierte gleich zu Beginn drei einfache Tore und konnte zu keiner Zeit während des Spiels die Führung übernehmen. Trotzdem berappelte man sich, spielte im Angriff energisch nach vorne, glich aus und hatte auch die Chance, davonzuziehen. Alleine der schlagwurfgewaltige Köngener Rückraum konnte oft durch einfache Tore dagegenhalten. Zur Pause stand ein 15:15 auf der Anzeigetafel. Und dann passierte es wieder. Die Spvgg kam schlecht aus der Kabine, hatte zwar Anspiel, schaffte es dann jedoch in fünf Minuten fünf Tore zu kassieren, trotz teilweise doppelter Überzahl. In der 35. Minute stand es dann 20:15 für den TSV. Einfachste Ballverluste und technische Fehler ließen die zahlreich angereisten Mössinger Fans Schlechtes ahnen. Doch wie so oft in solchen Situationen, der Mössinger Kampfgeist erwachte und die Jungs um Michael Tröster nahmen den Kampf an. Zwar wurde die Chancenverwertung nicht eklatant besser, aber man konnte jetzt die fast ständige Überzahl, in der sich der TSV nacheinander zwei rote Karten holte, besser nutzen. Der Ausgleich folgte in Spielminute 59, nachdem der Mössinger Torwart Geiger zuvor einen Siebenmeter entschärft hatte. Der nächste Mössinger Angriff verlief torlos, Köngen war jetzt in Überzahl erfolgreich und die Spvgg hatte noch eine halbe Minute. Der allerletzte Angriff konnte dann von Holger Bensch nicht mehr erfolgreich abgeschlossen werden. Schade. Ein Punkt wäre in jedem Fall verdient gewesen.

Es spielten: Geiger, Ott (beide Tor), Flammer, Müller, Bensch, Midinet, Schleich, G. Jung, Henkel, Wiedmaier, Ehinger, Sulz, Eißler, Apakhan.

TSG Reutlingen – Spvgg Mössingen 21:24 (9:14)

Mössingen sendet im Derby ein überlebenswichtiges Zeichen im Abstiegskampf gegen Reutlingen und zieht die TSG damit ganz weit rein in den Tabellenkeller. Die Gäste aus dem Steinlachtal kamen besser in die Partie und führten nach acht Spielminuten mit 3:6. Die Abwehr um Defensivspezialist Ehinger stand kompakt. Tröster warnte bereits vor Anpfiff vor der Achse Kossler/Götz, die man jedoch nach Startschwierigkeiten in den Griff bekam und so insgesamt lediglich neun Treffer in der ersten Halbzeit zuließ. Beim Stand von 9:13 ging es in die Kabine. Dort mahnte Tröster nochmals an, nicht in Hektik zu verfallen, sondern die Spielzüge geduldig zu Ende zu spielen. Bereits bei der HSG Baar ließ man sich nach einer guten ersten Halbzeit die Butter vom Brot nehmen. Die Ansprache fruchtete und bis zur 52. Spielminute konnte der Vorsprung auf sechs Tore ausgebaut werden. Reutlingen brachte erneut ihren Stammtorhüter Memisahovicic und der brachte sich nun stark in die Partie ein. Reihenweise scheiterten die Mössinger Spieler in der Schlussviertelstunde am Reutlinger Schlussmann. In den letzten zehn Minuten gelangen den Tröster-Schützlingen nur noch zwei Treffer. Dass das Spiel nicht mehr kippte, war vor allem Torhüter Michael Geiger zu verdanken, der aus der zweiten Mannschaft aushalf und eine eindrucksvolle Bewerbung für weitere Einsatze abgab. Die Routiniers Widmaier und Schleich netzten zum Endstand von 21:24 ein und Mössingen feierte damit seinen ersten Auswärtserfolg der Saison. „Ich bin absolut erleichtert, dass wir das Spiel über die Zeit retten konnten und so unserem Trainer auch ein Stück weit etwas für seine harte Arbeit der vergangenen Wochen zurückgeben konnten. Im neuen Jahr greifen wir weiter an“, so ein völlig ausgepumpter Regisseur Gerrit Jung nach der Partie. Das Männer 1 Team wünscht allen Anhängern ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2018.

Es spielten: Geiger, Ott, Rossol (alle Tor), Widmaier (2), Müller, Ehinger (2), Midinet (3), Bensch (2), Schleich (8/4), G. Jung (1), Eißler (2), Sulz (3), J. Jung, Henkel (1).

Vorbericht Männer 1:

Die Männer 1 waren natürlich massiv enttäuscht nach dem letzten Spiel gegen Dettingen. Noch lange trieb sich das Trainerteam und auch die Spieler in den Katakomben und auf der Tribüne der Steinlachhalle herum, um das Geschehene zu reflektieren. Zu viel war schiefgelaufen: Vor allem die miserable Wurfquote war für die verdiente Niederlage verantwortlich in einer Partie, in der weit mehr drin gewesen wäre. Und so kommt es nun im Derby bei der TSG Reutlingen am Samstag um 16 Uhr zu einem vorweihnachtlichen Kracher, in dem Mössingen die Grundlage für eine gute Rückrunde legen will. Nach dem Sieg des TV Weilstetten auswärts ist die Sportvereinigung nun nämlich Tabellenletzter und diesen Platz will man über Weihnachten nicht behalten. Wer die Tabellensituation anschaut, sieht auch, dass der Anschluss an das Mittelfeld in dieser engen Liga nicht weit entfernt ist. Die TSG Reutlingen spielt als Aufsteiger eine überragende Saison: Trainer Marcus Grimm stellt die Achalm-Städter taktisch immer sehr gut auf die Gegner ein, am letzten Wochenende war die Reutlinger Kamera auch in der Mössinger Steinlachhalle zu Gast. Die TSG will nach dem erneuten Aufstieg das Image der Fahrstuhlmannschaft ablegen und zog die Lehren aus dem Abstieg von vor zwei Jahren: Für die Landesliga verstärkte man sich massiv, auf Feldspielerseite stehen die Namen Tendera und Greve, im Tor stehen für die erfolgreiche Personalpolitik Selakovic und Memisahovic - da muss sich Mössingen warm anziehen, wenn am Samstag um 16 Uhr Anspiel ist. Im Mössinger Team werden am Samstag alle Mann an Bord sein, die Spvgg wird versuchen, die spielerische Linie, die seit Beginn der Runde deutlich klarer zu sehen ist, durchzuziehen. Das rettende Ufer ist nicht weit und am Samstag soll der erste Schritt in die richtige Richtung getan werden - die Spvgg freut sich über mitreisende Fans!

Spvgg Mössingen – TSV Dettingen/ Erms 18:23 (9:13)

Mit erneut hängenden Köpfen verließen die Mössinger Akteure das Spielfeld, nachdem sie über weite Strecken des Spiels eine fast schon blutleere Vorstellung ablieferten. Der TSV Dettingen/ Erms gewann völlig verdient eine torarme Landesligapartie. Bis zum 6:6 in der 16. Spielminute war Mössingen in der Partie und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits wieder hochkarätige Chancen liegen lassen. Im Anschluss verlor man jedoch völlig den Faden und lag mit dem Pausenpfiff bereits mit vier Toren in Rückstand (9:13). Nach Wiederanpfiff kam es noch dicker - bis zur 47. Spielminute gelang der Heimmannschaft lediglich ein Treffer. Immer wieder machte man sich das Leben durch unnötige 2-Minuten-Zeitstrafen selbst schwer. Anstatt sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren, wurde mit den Schiedsrichtern gehadert, die aber auch durch zahlreiche zweifelhafte Entscheidungen auf beiden Seiten dem Spiel ihren eigenen Stempel aufdrückten. Beim Stand von 10:18 war die Messe eigentlich schon gelesen, doch Mössingen rappelte sich nochmals auf und verkürzte mit einem 5:0 Lauf und kam wieder auf Schlagdistanz. Nachdem jedoch auch der dritte Fehlwurf vom Siebenmeterpunkt erfolgte, machte Dettingen den Sack zu. „Mit 18 Toren kann man kein Spiel gewinnen. Wir werden diese Leistung unter der Woche gründlich aufarbeiten. Wir können uns heute nur bei den Zuschauern entschuldigen“, so Kapitän Simon Schleich. Nachdem die Konkurrenz im Abstiegskampf wieder punkten konnte, belegen die Steinlachtäler nun den letzten Tabellenplatz. Nächste Woche kommt es in Reutlingen zu einem Derbykracher und einem Wiedersehen mit Ex-Coach Markus Grimm, wo eine deutliche Steigerung von Nöten ist, damit man um die Punkte mitspielen kann.

 

Es spielten: Michael Geiger, Christoph Ott (beide Tor), Widmaier (1), Müller (4/2), Ehinger, Midinet (2), Bensch (3), Schleich, Apakhan, G. Jung, Eißler (4), Sulz (1), K. Jung (3), Henkel (1)

Vorbericht:

Die Enttäuschung saß tief beim Männer 1-Team nach dem Spiel in Baar. Mit drei Toren führte man noch kurz vor Schluss, nur um durch unüberlegte schnelle Abschlüsse den Gegner zum Torwurf einzuladen. Baar siegte mit einem Treffer im 4-Punkte-Duell und Mössingen hängt nun ganz hinten in der Tabelle. Mit dem TSV Dettingen/Erms kommt am Samstag nun eines der Top-Teams in die Mössinger Steinlachhalle, um 18 Uhr ist Spielbeginn. Dettingen ist eine spielstarke und individuell sehr gut besetzte Mannschaft weshalb sie nicht zu Unrecht auf Platz 4 stehen und am Samstag natürlich als Favorit aufspielen. Doch Mössingen konnte bereits vor zwei Wochen gegen die hoch gewettete HSG Ostfildern bestehen und beim derzeitigen Tabellenstand muss man eben weiter in Eichhörnchen-Manier Punkte sammeln. Das Team ist intakt und wer beim Auswärtsspiel in Baar dabei war weiß, dass auch die Stimmung unter den Fans weiterhin großartig ist. Am Samstag wird sich den Gästen aus dem Ermstal wieder eine Einheit entgegenwerfen und dann wird man sehen, ob man mit mannschaftlicher Geschlossenheit dem starken Gegner entgegentreten kann.

Männer 1 - Landesliga HSG Baar - Spvgg Mössingen 30:29 (13:17)

Zur ungewohnten Spielzeit am Freitagabend verlor die Spvgg Mössingen gegen die Handballspielgemeinschaft Talheim/Trossingen/Schura und musste die Heimreise ohne einen Punkt antreten. Die Enttäuschung war nicht nur den mitgereisten Fans, sondern auch den Spielern ins Gesicht geschrieben. Dass der Endstand von 30:29 die einzige Führung der HSG war, sagt einiges über das Spielgeschehen aus und beschreibt nur ansatzweise den Spielverlauf. Ob es an den drei verworfenen Siebenmetern, dem Wurf über ein leeres gegnerisches Tor lag, wusste danach niemand. Tatsache ist, dass die Sportvereinigung bis zum Halbzeitstand von 13:17 die überlegene Mannschaft war, die über sehenswerte Anspiele an den Kreis zeitweise mit sechs Toren führte und dem Gegner wenig Chancen zur Entfaltung ließ und der wiedergenesene Simon Schleich mit neun Feldtoren einen Sahnetag erwischte. Aber eben die schon genannten, nicht verwerteten Großchancen fehlten am Schluss den Mössinger Jungs. Nach der Halbzeit konnten die Steinlachtäler bis zur 36. Spielminute den Abstand von 4-5 Toren halten. Eine Unterzahl wurde sogar mit 2:1 herausgespielt, um dann aber völlig unnötig kurz darauf in Überzahl zwei Tore von außen zu kassieren. Die HSG witterte Morgenluft und angetrieben durch ihre frenetisch anfeuernden Fans brachten sie das Spiel zum Kippen. Mössingen ließ sich beeindrucken, versuchte dagegen zu halten, schloss jetzt aber mit zum Teil unvorbereiteten Würfen ab oder aber diese landeten nun beim immer stärker werdenden Tormann der Spielgemeinschaft, der das Torhüterduell in der zweiten Halbzeit für sich entschied. Der Trainer der HSG, Martin Irion, sah, wie seine Mannschaft sich jetzt Tor um Tor heranpirschte und in der 48. Minute fiel der Ausgleich. Mössingen berappelte sich und es gelang wieder mit drei Toren vorzulegen. Die HSG nahm die letzte Auszeit. Danach überstand die Spvgg eine Zweiminutenstrafe unversehrt, aber statt jetzt mit langen Spielzügen den Vorsprung clever über die Zeit zu bringen, schloss man viel zu schnell ab oder lud den Gegner zu Kontern ein, nachdem man den Ball vertändelt hatte. So geschah es, dass man in den letzten fünf Minuten, die noch unterbrochen wurde durch das Trainerteam Tröster/Mayer, dem Gegner ein 4:0-Lauf genehmigt wurde. Der letzte Wurf des Mössinger Angriffs landete am Außenpfosten. So war die letzte Chance, wenigstens ein Punkt mitzunehmen, vertan. „Wir haben heute alle unsere Fehler gemacht und das war in Summe zu viel, um trotz einer guten ersten Halbzeit hier die Punkte mitzunehmen. Die Aufgaben werden nicht leichter“, resümierte Michael Tröster. Am nächsten Samstag kommt Dettingen in die Steinlachhalle.

Spvgg: Rossol/Ott (beide Tor), Schleich (9), Midinet (5), G. Jung (5), Flammer (3), Sulz, (2), Widmaier (1), Bensch (1), J. Jung (1), Ehinger (1) Müller (1), Henkel, Eißler.

Spvgg Mössingen - HSG Ostfildern 31:30 (12:13) - In einem hochdramatischen Spiel konnte die Spvgg in letzter Sekunde die HSG aus Ostfildern bezwingen Nach der letzten Auszeit der HSG beim Spielstand von 30:30, 30 Sekunden vor Spielende, vermasselte diese ihren letzten Angriff durch ein Stürmerfoul und kassierte gleichzeitig noch eine 2- Minutenstrafe. Somit ergab sich für das Mössinger Team die Möglichkeit, die letzten 14 Sekunden für den ersehnten zweiten Heimsieg zu nutzen. Der Spielzug jedoch misslang: Roman Midinet war zu einem Notwurf gezwungen, der Ball prallte vom Torwart ab und flog zur rechten Außenseite. Die gut gefüllte Halle, die inzwischen stehend ihre Mössinger Jungs anfeuerte, konnte nicht sehen, dass sich Teufelskerl Lukas Sulz in der rechten Ecke den Ball noch krallen konnte, in den Kreis einflog und die Harzkugel fulminant zwischen die Maschen setzte - in der allerletzten Spielsekunde. Die Halle stand Kopf, seine Mitspieler feierten ihren Helden ausgiebig und zurück blieben enttäuschte Ostfilderer. Ein Unentschieden wäre in diesem intensiven, aber fairen Match vielleicht der gerechte Schlussstand gewesen, aber heute hatte Mössingen einfach das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, wie auch Trainer Michael Tröster erleichtert nach dem Spiel konstatierte. Seine Jungs hatten gut begonnen, führten mit zwei Toren und waren von Anfang an gut im Spiel. Die HSG aber schaffte es immer wieder ihren Kreisläufer geschickt anzuspielen, der dann entweder zum Wurf kam, oder aber einen der acht für Ostfildern zugesprochenen Siebenmeter herausholen konnte. Zudem ließ man den exzellent werfenden Rückraum zu oft agieren. Diese kleinen Abwehrschwächen konnte die Spvgg aber durch einen richtig guten Angriff kompensieren und so ging man mit einem Spielstand von 12:13 in die Halbzeit. Nach der Pause war es die HSG, die bis zur 53. Minute konstant mit einem Tor vorne lag, Mössingen zog jedoch im Gleichschritt nach. In dieser Schlussphase machte Michael Geiger, der Torhüter der Männer 2 auf sich aufmerksam und konnte einige wichtige Paraden zeigen. Das Spiel blieb eng und die zahlreichen Fans sahen eine Heimmannschaft, die unbedingt den Sieg wollte. In der 58. Minute dann der Ausgleich zum 30:30, danach folgte der bereits geschilderte dramatische Schlussspurt, bei dem die Mössinger das Glück auf ihrer Seite hatten. Vielleicht gute Voraussetzungen für das kommende, ebenfalls wichtige Auswärtsspiel am Freitag gegen die HSG Baar.

 

Spvgg: Geiger/Ott (beide Tor), Midinet (7), G. Jung (6), Sulz, (4), Schleich (4), Eissler (3), Ehinger (3), Flammer (2), Müller (2/2), J. Jung, Bensch, Henkel, Widmaier

Vorbericht HSG Ostfildern:

Die Männer 1 spielen am Sonntag um 18 Uhr zuhause gegen die HSG Ostfildern. Die HSG ist einer der Topfavoriten um den Aufstieg, hat aber bereits wichtige Punkte gelassen - das Team ist ein bisschen eine Wundertüte: Mal werden Topmannschaften besiegt, mal sieht man dann wieder schlechter aus gegen Teams, gegen die man einen Sieg erwartet hätte. Schaut man die Spielberichte der HSG an, fällt auf, dass die Kaderzusammenstellung variiert. In Ostfildern wird hervorragend mit der Bundesliga-A-Jugend zusammengearbeitet, das ist natürlich Chance und Risiko zugleich - vielleicht schwanken deshalb auch die Ergebnisse. Sei's drum, Mössingen hat einen sehr starken Gegner vor der Brust, der letzte Saison in der Aufstiegsrelegation nur knapp gescheitert ist und in der Landesliga-Staffel 3 mit über 30 Toren im Schnitt der beste Angriff der Liga war. Trainiert wird die HSG übrigens immer noch vom sympathischen Handballfachmann Michael Schwöbel - er war schon vor Jahren als Trainer der Ostfilder Männer in der Mössinger Steinlachhalle aufgetaucht, seine Handschrift ist seit Jahren erkennbar, die HSG spielt einen schnellen, attraktiven Handball. Mössingen hat ein spielfreies Wochenende hinter sich und das war auch gut so. Handball ist eine Verschleißsportart und da kann ein Regenerationswochenende Gold wert sein. Mit dennoch sechs Trainingseinheiten ließ Trainer Michael Tröster seine Mannschaft nicht ruhen. Die positive Entwicklung des Teams seit Rundenbeginn soll fortgesetzt werden: Die Angriffshandlungen laufen fließender, man findet oft Antworten auf die gegnerischen Abwehrsysteme, die Angriffseffektivität hat sich seit Saisonbeginn um viele Prozentpunkte verbessert. In diesem Sinn geht man einfach am Sonntag mutig in die Partie und wird versuchen dem favorisierten Gast ein Bein stellen zu können.

Spvgg Mössingen – SG Ober/Unterhausen 30:25 (13:15)

Die Spvgg Mössingen verlor verdient das Derby gegen die SG Ober/Unterhausen. Dabei lag es nicht am fehlenden Kampfgeist oder an einem übermäßigen Gegner, bei dem auch nur Florian Grauer überzeugen konnte. Man machte einfach mal wieder zu viele Fehler. Alleine Lukas Sulz konnte mit seiner Leistung überzeugen. Das Fehlen des verletzten Simon Schleich war sicher auch ein Handicap an diesem Tag. Zu Anfang stand die Mössinger Abwehr richtig gut, brachte die SG sogar öfters ins Zeitspiel, doch im Angriff haperte es. Schlechte Abspiele und falsche Entscheidungen luden den Gegner zu Kontern ein und so stand es nach knapp fünf Minuten 1:5. Die rappelvolle Halle sah ab dann jedoch eine Mössinger Mannschaft, die ihre Anfangsnervosität ablegte, sich Tor um Tor herankämpfte und nach 19 Minuten sogar mit 9:8 führte. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel eng, Mössingen wollte aber zu viel und machte Fehler. Die Lichtensteiner konnten deshalb zur Halbzeit einen 2- Torevorsprung in die Kabine mitnehmen. Nach der Pause blieb das Spiel intensiv. Die SG führte immer mit zwei, drei Toren, Mössingen zeigte Kampfgeist, ließ sich nicht abschütteln. Doch dann schaffte man es, in der 44. Minute eine vierminütige Unterzahl der Oberhausener mit 0:2 Toren abzuschließen. Von dieser Misere konnte sich die Spvgg dann auch nicht mehr erholen. Nun begannen die schlechtesten 15 Minuten der Gastgeber, der noch durch einen Wechselfehler unnötig selbst in Unterzahl geriet und einfachste Fehler fabrizierte. Zudem hatte man nun auch im Abschluss Pech und traf mehrere Male nur den Torrahmen. Die Lichtensteiner nahmen dankend an und spielten in dieser Zeit fast fehlerlos zu einem 7-Tore Vorsprung. Mössingen konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben und so war das Endergebnis von 25:30 sicher nicht der Spiegel des hart umkämpften, aber immer fairen Spiels.

Es spielten: Henkel, Ott (beide Tor), Sulz (5), Flammer (5), Midinet (3), Ehinger (3), G. Jung (3), Müller (3/3), Widmaier (2), Eissler (1), Apakhan, Bensch, J. Jung, Henkel

Vorbericht aufs Derby:

Am Wochenende ist Derby-Time und sicherlich können die Mössinger HIM-Organisatoren eine volle Halle erwarten - die SG Ober-/Unterhausen ist zu Gast.

Die SG kann man wohl als „die Überraschungsmannschaft“ der bisherigen Runde bezeichnen. Mit nur einer Niederlage teilt sich die SG die Tabellenführung mit dem Favoriten Nr. 1, der HSG Böblingen/Sindelfingen. Das hätte vor der Runde niemand gedacht, allerdings wusste man schon, dass die Jungs aus Lichtenstein eingespielt sind, souverän decken und im Angriff individuell sehr gefährlich sind. Man kann vor der Leistung des jungen Teams nur den Hut ziehen. Viele Spiele konnten bisher knapp gewonnen werden, was große Nervenstärke beweist.

Mössingen kämpfte sich am Samstag gegen Pfullingen 2 durch, am Ende stand die gerechte Punkteteilung. Wichtig für die Sportvereinigung war allerdings, dass Simon Schleich nach seiner dort zugezogenen Verletzung bereits am Sonntag das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Hinter seinem Einsatz steht dennoch ein großes Fragezeichen. Favorit im Derby ist natürlich die SG aus Lichtenstein. Mössingen wird sich aber mit aller Macht dagegen stemmen, denn nach Eichhörnchen-Manier gilt es für die Spvgg, Punkt um Punkt zu sammeln. In den letzten Wochen holte man den einen oder anderen Punkt, beim Blick auf die Tabelle grüßt die Sportvereinigung zwar aus dem unteren Tabellendrittel, aber man darf auch nicht vergessen: Mössingen ist seit vier Spielen ungeschlagen.

Diese Begegnung hat aber einen noch ganz anderen, besonderen Reiz: Kommandogeber auf der Seite von Mössingen ist mit Michael Tröster ein echtes Lichtensteiner Urgestein. Er durchlief alle Jugendmannschaften der SG, spielte selber in der ersten und zweiten Mannschaft - und war dort dann sehr erfolgreich als Jugendtrainer tätig: Viele der derzeitigen M1-Spieler der SG Ober-/Unterhausen lernten ihr Handball-1x1 beim B-Lizenz-Inhaber. Außerdem wird mit Daniel Tröster der Bruder in der Steinlachhalle auflaufen, es kommt zum Bruderduell. Vermutlich wird die Trainer-Koryphäe und Vater der beiden, Jürgen Tröster, sich das Ganze von oben anschauen - eine spannende Konstellation also. Es wird sicherlich kein allzu verbissenes Spiel werden, da das Verhältnis der beiden Vereine gut ist und man sich gegenseitig mit Trainingsmaterialien (wie Videos) aushilft. Allerdings, und das erwarten die Fans auch, gibt es am Samstag ab 20 Uhr vermutlich für 2 x 30 Minuten kompromisslosen Handballsport, d.h. Steinlach- und Echaztal können sich drauf freuen.

VfL Pfullingen 2 - Spvgg Mössingen 27:27 (13:14)

In einer bis zum Ende spannenden Partie trennten sich der VfL und die Spvgg mit einem Unentschieden 27:27. Doch der eigentliche Aufreger passierte in der 39. Spielminute als Simon Schleich in der Abwehr das Knie eines Gegners, sicher unabsichtlich, im Gesicht traf. Die Partie konnte erst nach 20 Minuten fortgesetzt werden, nachdem der Mössinger Hüne vom Notarzt begleitet die Halle in Richtung Krankenhaus verließ. Diagnose: schwere Gehirnerschütterung. Seine Spielkameraden, noch etwas geschockt von den Ereignissen, berappelten sich aber kurz danach und spielten im „jetzt erst recht“ Modus die Partie erfolgreich zu Ende. Pfullingen war zuvor wieder mit zwei Toren Abstand (18:16) erfolgreich und versuchte jetzt davon zu ziehen. Aber die Mössinger Jungs ließen nicht locker, verkürzten immer wieder den Abstand und nach einem Triple durch Roman Midinet war man wieder auf Augenhöhe. Aber gerade dieser ließ sich kurz darauf zu einer Zweiminutenstrafe provozieren und seine Mannschaft war bis kurz vor Spielende in Unterzahl. In dieser Phase war es Youngster Luki Sulz, der durch drei schöne Tore das Unentschieden bis zum Schluss sicherte. Eine wohl insgesamt gerechte Punkteteilung. Dabei hatte Mössingen gut angefangen. Die normalerweise sicheren Schützen Mager und Co trafen anfangs nicht und so konnte sich Mössingen durch schön herausgespielte Spielzüge bis zur 17. Minute einen 3--Torevorsprung sichern. Pfullingens Trainer Dietrich Bauer nahm die Auszeit und seine Mannschaft kam darauf besser ins Spiel. Nicht zuletzt, weil sich die Jungs vom Trainergespann Tröster/Mayer innerhalb von fünf Minuten drei, zum Teil unnötige Zweiminutenstrafen holten. So war der schöne Vorsprung von vier Toren (7:11) innerhalb kürzester Zeit auf ein Tor bis zum Halbzeitpfiff zusammen geschmolzen. (13:14). Nach der Halbzeitpause wechselte die Führung immer wieder, die Spvgg traf aus dem Rückraum oder über den Kreis, vergaß aber in der Abwehr öfters die linke Seite, wodurch der treffsichere Linksaußen des VfL öfters erfolgreich einnetzen konnte. Das Spiel blieb spannend, bis zur beschriebenen 39. Spielminute als Simon Schleich, der bis dahin ein gutes Spiel machte und erfolgreich zweimal vom Punkt traf, verletzt wurde. Alle, sicher auch der Gegner hoffen, dass die Verletzung nicht allzu schlimm sein wird.

 

Auf diesem Wege: Gute Besserung, Simon!!

 

Spvgg: Rossol/Ott (beide Tor), Schleich (6, 2/2), Midinet (6), Sulz (5), Flammer, G. Jung, Eissler (alle 2), Widmaier, Ehinger, J. Jung, Henkel (alle 1)

Im Lager der Spvgg konnte man letzte Woche die Steine von den Herzen fallen hören, so groß war die Freude über den ersten Saisonsieg. Sehr zuversichtlich stimmt dabei, dass man obwohl der TV Weilstetten in der zweiten Hälfte wieder herankam, nochmal eine Schippe drauflegen und den Sieg letztlich nach Hause fahren konnte. Positiv ist außerdem, dass wieder über 30 Tore geworfen worden waren. Obwohl die Mössinger mit drei ungeschlagenen Spielen nun den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt haben, darf man nicht euphorisch werden: Die Partien waren alle knapp und Mössingen muss sich diese Saison in jeder Partie strecken um zu punkten, und das gilt in erster Linie immer auch von Spiel zu Spiel, wie auch in der anstehenden Partie gegen den VfL Pfullingen 2. Am Samstag. 4.11. ab 18 Uhr ist Derbyzeit. Es ist außerdem ein 4-Punkte-Spiel, d.h. die Teams stehen beide mit 4:10 Punkten im unteren Drittel der Tabelle. Die Gastgeber sind nicht zu unterschätzen und natürlich vor eigenem Publikum Favorit: Sie verfügen mit Müller und Mager über zwei erfahrene Landesliga-Haudegen, v.a. Philipp Mager ist immer für viele Tore gut. Mit Patrick Bauer haben sie einen der spielstärksten Rückraumspieler in ihren Reihen, den die Landesliga überhaupt zu bieten hat. Außerdem findet in Pfullingen meist eine gute Zusammenarbeit zwischen M1, M2 und der A-Jugend-Bundesliga statt. Die Sportvereinigung wird sicher eine qualitativ sehr hochwertige Mannschaft gegen sich haben. Mössingen hatte diese Woche das Pokalspiel in Magstadt (Ergebnis noch unbekannt, die spielen heute um 15 Uhr) und kam so trotz der Feiertage auf seine drei Einheiten. Nach mehreren harten Wochen war aber auch die Feiertagspause ganz gut, um die eine oder andere Blessur auszukurieren. Am Samstag erhofft sich die Mannschaft im Derby natürlich lautstarke Unterstützung von außen, also auf geht’s ins Echaztal.

Spvgg Mössingen-TV Weilstetten 2 32:29 (18:14) Die Erste aus Mössingen konnte am vergangenen Samstag in der Steinlachhalle ihren ersten Sieg verbuchen.

In einem interessanten, immer fairen Spiel, versuchte der Gegner bis zur letzten Minute ebenso wie die Spvgg den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen. Am Ende hatten die Mössinger Jungs die Nase vorne. Grundstein war sicher, dass die Hintermannschaft um Abwehrchef Vincent Ehinger in den ersten Minuten Beton anrührte und erst in der achten Spielminute das erste Tor durch einen Siebenmeter der Gäste zuließ. Mössingen hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal eingenetzt und schaffte es, bis zur Halbzeit den Vorsprung kontinuierlich bei 2-3 Toren zu halten. Man spielte guten Handball: Die Youngsters Till Eissler am Kreis und Lukas Sulz, der vier Mal frech von Halblinks traf, zeigten eine starke Leistung und die Achse Midinet/Schleich im Zusammenspiel mit Gerrit Jung funktionierte richtig gut. Der Halbzeitstand von 18:14 war in dieser Höhe verdient. Mössingen kam wach aus der Kabine, aber auch der TV hatte wohl die richtigen Instruktionen von ihrem Trainer Vlado Kotuljac erhalten. Seine Jungs ließen sich nicht abschütteln und schafften es den Anschlusstreffer zum 21:20 in der 38.Minute zu erzielen. Die Spvgg wurde in dieser kleinen Schwächephase von einem Vierfachschlag von Roman Midinet, der danach zeitweise in Manndeckung genommen wurde, in Front gehalten. Weilstetten kämpfte unermüdlich weiter und blieb auf Tuchfühlung. Insbesondere auch, weil deren überragenden Kreisläufer Simon Sauter nicht in den Griff zu bekommen war. Das Heimteam schaffte es jedoch, den Vorsprung von 2-3 Toren über die Zeit halten. Während die Jungs um das Trainergespann Tröster/Mayer zum ersten Mal in dieser Spielsaison ihr Freudentänzchen aufführen konnten, verließ ein enttäuschter TV mit hängenden Köpfen den Platz. Mössingens Trainer Michael Tröster war sichtlich erleichtert: „Der Sieg geht in dieser Höhe in Ordnung. Wir haben dieses Mal wenig 100%tige Chancen liegen gelassen; die Abwehr war über weite Strecken richtig gut und ganz wichtig, mit 32 Toren setzte mein Team auch unser Angriffskonzept hervorragend um. Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, bin ich davon überzeugt, dass wir die Früchte unserer harten Trainingsarbeit auch in den nächsten Spielen einfahren werden. Heute haben wir in der zweiten Halbzeit mehr Tore gemacht, als beim verlorenen Auswärtsspiel in Esslingen in der ganzen Spielzeit“ war das Resümee des Mössinger Trainers.

Es spielten: Rossol, Ott, (beide Tor), Schleich (8/2), Midinet (6), G. Jung (5), Widmaier (4), Sulz (4), Flammer (3), Ehinger (1), Eissler (1), Apakhan, J. Jung, Zemmrich, Henkel.

Vorbericht Weilstetten:

Am kommenden Wochenende spielen Mössingens Männer-1 vor eigenem Publikum gegen den TV Weilstetten 2. Beide Teams stehen ganz hinten in der Tabelle, beide sind zum Siegen verdammt, weshalb Hochspannung zu erwarten ist. In den letzten beiden Wochen bewiesen die Mössinger Nervenstärke, sie holten jeweils in den letzten Minuten Rückstände auf, die so eigentlich gar nicht nötig gewesen wären. Am Samstag gegen Grabenstetten machte man sich das Leben mit einer zu hohen Anzahl an Fehlwürfen schwer, reihenweise wurden freie Würfe vergeben und so war letztendlich die Punkteteilung zwischen Mössingen und Grabenstetten gerecht. So langsam zeigt sich auf Seiten der Spvgg, dass nun auch langsam die Abläufe flüssiger werden, 29 Tore im letzten Spiel waren zumindest eine deutliche Steigerung im Angriff im Vergleich zu den vorangegangenen Partien. Der TV Weilstetten 2 steht ganz hinten in der Tabelle. Dass die Verantwortlichen das so nicht lange stehen lassen würden, bewies man letztes Wochenende indem Klaus Schuldt, der bundesligaerfahrene Trainer der Männer 1 aktiviert wurde in der Landesliga mitzuspielen. Der TVW mit seiner ersten Mannschaft und ihren jungen Spielern, seinem Reservoir an hervorragend ausgebildeten Jugendspielern aus der HBW-Talentschmiede hat immer das Potenzial sein Team zu verstärken - die 0 Punkte spiegeln also nicht wirklich die Stärke des kommenden Gegners wider. Mössingen muss auf der Hut sein.

Spvgg Mössingen - TSV Grabenstetten 1913 29:29 (13:14) In einem packenden Landesligaspiel in der heimischen Steinlachhalle erkämpfte sich Mössingen einen weiteren Punkt - in der Gesamtschau sicherlich ein gerechtes Unentschieden. Doch der Reihe nach: Mössingen fand schlecht in die Partie und warf gleich in der ersten Spielminute den Ball zwei Mal dem Gegner in die Hände. Folgerichtig zeigte die Anzeigetafel in der 9. Spielminute den Zwischenstand von 3:6 an, auch weil wieder reihenweise 100%ige Chancen am guten Gästekeeper liegen gelassen wurden. Lukas Sulz fasste sich jedoch im Angriff ein Herz und netzte drei Mal aus dem Rückraum ein. Beim 10:9 in der 24. Minute ging Mössingen erstmals durch Roman Midinet in Führung. In der bislang starken Abwehrreihe fand Grabenstetten die Lücken und kam über die Außenpositionen zu einfachen Toren. Kurz vor dem Halbzeitpfiff tankte sich Mario Boneberg durch und netzte für Grabenstetten ein, allerdings ertönte zu diesem Zeitpunkt bereits der Halbzeitpfiff der Hallenuhr. Das Schiedsrichtergespann aus Herrenberg gab den Treffer ohne Rücksprache mit den Zeitnehmern zur Empörung der Zuschauer dennoch. Beim Stand von 13:14 wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff konnten sich die Gäste von der Alb erneut einen 3-Tore-Vorsprung bis zur Mitte der zweiten Halbzeit herausspielen. Insbesondere Matthias Griesinger spielte zu diesem Zeitpunkt stark auf und traf nach Belieben. Michael Tröster nahm die Auszeit (42. Minute) und stellte seine Mannschaft neu auf. Die Ansprache fruchtete und Mössingen kämpfte sich abermals zurück. Beim 27:27 durch Schleich war der Gleichstand wieder hergestellt. Doch statt eine Überzahlsituation in der Schlussphase zu nutzen, um in Führung zu gehen, wurde im Angriff überhastet abgeschlossen. Grabenstetten schloss über Griesinger und Holder über die zweite Welle erfolgreich ab und beim Stand von 27:29 in der 57. Minute stand man mit dem Rücken zur Wand, zumal Grabenstetten in Ballbesitz war. Doch Torwart Russol hielt den Ball gegen Grabenstettens Hummel und Schleich versenkte im direkten Gegenzug den Anschlusstreffer. Das Gästeteam versuchte nun die Zeit herunterzuspielen, was vom Schiedsrichtergespann mit einem Zeitspiel geahndet wurde - 15 Sekunden verblieben zum Ausgleichstreffer. Jakob Jung spielte einen Konterpass auf Sebastian Müller, der aber am Torhüter scheiterte. Da ein Gästespieler jedoch im Kreis stand, erhielt Mössingen nach Abschluss der Spielzeit einen 7-Meter zugesprochen. Mit seinem 12. Treffer traf Schleich nervenstrak zum Ausgleich. „Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Sie hat unter der Woche gut gearbeitet und heute alles gegeben. Dennoch wäre mit mehr Cleverness im Torabschluss und einer kompakteren Abwehr mehr drin gewesen. Nach dem Spielverlauf von heute können wir aber mit einem Punkt leben“, so Trainer Michael Tröster. Am kommenden Wochenende reist mit Weilstetten 2 der punktlose Tabellenletzte ins Steinlachtal, welcher sicher alles in die Waagschale werfen wird, den ersten Sieg einzufahren. Anpfiff ist am Samstag, 28.10, um 20:00 Uhr in der Steinlachhalle.

Es spielten: Russol, Ott (beide Tor), Widmaier (3), Flammer (1), Müller, Ehinger, Midinet (6), Schleich (12/7), Apakhan, G. Jung (1), Eißler, Sulz (3), J. Jung (1), Henkel (2)

Die Männer 1 haben am Samstagabend mit dem TSV Grabenstetten ein Team zu Gast, das spielstark ist und Tempohandball spielt. Für die Zuschauer mag schon mal gesagt sein, dass hier mit einem attraktiven Spiel zu rechnen ist, zumal es ja auch ein Derby ist. Der TSV startete gut in die Runde, mit ihrer jungen Truppe stehen sie dank 2 Siegen und 2 Niederlagen im Mittelfeld. Die Mössinger Landesligisten und ihre mitfiebernden Fans wussten am Sonntag nach dem Abpfiff nicht so recht was sie sagen sollten. Zum einen hatten sie einen Rückstand von 15:19 sowie 17:20 aufgeholt, zum anderen kassierte man eben, maximal bitter den Ausgleich per direktem Freiwurf. Festzuhalten ist, dass eine spielerische Steigerung klar zu erkennen war, langsam findet das Team zu sich. Wenn nun am kommenden Spieltag mit dem verletzungsverhinderten Lukas Flammer und Roman Midinet hoffentlich zwei weitere Akteure zurückkehren, wird man sicher noch schlagkräftiger. Klar ist auch, dass die Ergebnisse in dieser wirklich sehr starken Landesliga-Staffel immer wieder überraschend ausfallen. So sollte man nach Eichhörnchen-Manier überall Punkte sammeln, wo es nur geht. Letzte Woche war auf alle Fälle schon mal ein guter Anfang, gegen Grabenstetten am Samstag um 20 Uhr in der Steinlachhölle muss erneut eine Topleistung her, um eventuell siegen zu können.

Spvgg Mössingen – SG H2Ku Herrenberg 2 23:23 (11:10) - Erster Punkt für die Mössinger in einem spannenden Spiel

Die Mössinger Landesligamänner erkämpften sich ihren ersten Punkt vor einer großen Publikumskulisse in der Steinlachhalle. Der Druck war von Beginn an spürbar, da Mössingen endlich Punkte verbuchen musste. So startete man mit Vollgas und wollte das Heimspiel um jeden Preis gewinnen. Mössingen stellte eine sehr starke Abwehr und konnte immer wieder Ballgewinne verbuchen. Jedoch war die Abwehr der Herrenberger nicht weniger gut und so ging es hin und her. Mössingen gelang es immer wieder den Anschlusstreffer zu landen und so konnten die Herrenberger nie mehr als zwei Tore davon ziehen. Es kam immer wieder zum Ausgleich durch die Spvgg jedoch schafften es die Mössinger erst kurz vor dem Halbzeitpfiff durch ein Tor von Sebastian Müller mit 11:10 erstmals in Führung zu gehen. Auf dieses Ergebnis wollte man in der zweiten Halbzeit aufbauen und davonziehen. Jedoch bot sich dem Publikum eine Fortsetzung der ersten Halbzeit. Ab der 40. Minute funktionierte in der Mössinger Abwehr die Abstimmung nicht mehr richtig und Herrenberg erzielte einfache Tore zum 15:19 in der 45. Minute. Doch Mössingen wollte sich um keinen Preis zuhause geschlagen geben und kämpfte um jedes Tor. Dennoch lag man fünf Minuten vor Schluss immer noch mit drei Toren zurück. Der Glaube an das eigene Team versetzte jedoch Berge und durch eine erstarkte Abwehrarbeit und dank der beiden Torhüter, die ein überragendes Spiel machten, konnte man in der 58. Minute den Ausgleich erzielen. Nun hatte Herrenberg den Ball und Mössingen kämpfte in der Abwehr um jedes Foul. Jedoch bekamen die Gäste einen 7-Meter, den Micheal Rossol grandios hielt und somit Mössingens Chancen aufrecht erhielt. 18 Sekunden vor Schluss spielten die Mössinger einen 7-Meter für sich raus, den Sebastian Müller zum 23:22 verwandelte. Herrenberg machte ein schnelles Anspiel aber die Mössinger Abwehr war hellwach. Es gab nur noch einen direkten Freiwurf und Mössingen hatte es fast geschafft seinen ersten Saisonsieg zu verbuchen. Doch Florian Freudt hatte etwas dagegen und verwandelte den Freiwurf unhaltbar für den Torhüter. So kam es zum Entstand von 23:23. Auf diesen Punktgewinn kann man nun aufbauen und in den nächsten Spielen die nächsten Siege folgen lassen.

Es spielten: Michael Rossol, Christoph Ott (beide Tor), Philipp Widmaier, Lukas Flammer, Sebastian Müller (4), Vincent Ehinger (29), Holger Bensch, Simon Schleich (4), Harun Apakhan, Gerrit Jung (3), Till Eißler (2), Lukas Sulz (3), Jakob Jung (4), Til Henkel (1)

Die Männer 1 treten am Sonntag um 18 Uhr ihr Heimspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg 2 an. Das junge Herrenberger Team war bis zum vergangenen Spieltag noch Tabellenführer, geriet dann jedoch beim Spiel gegen die HSG Ostfildern vor heimischem Publikum mit 22:31 unter die Räder. Vermutlich wird der Gegner also mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch auflaufen und gegen Mössingen ein temporeiches Spiel vorlegen. Trainiert werden die Gäste von Markus Ilitsch, der in Doppelfunktion auch die Frauen 2 coacht. Ilitsch ist ein sehr erfahrener Trainer, der aus einem Mittelfeldteam offensichtlich eine Mannschaft geformt hat, mit der in diesem Jahr zu rechnen ist. Mit Florian Freundt hat die H2Ku einen herausragenden Werfer in seinem Kader, der diese Saison bereits mehrfach zweistellige Trefferzahlen erzielt hat, letzte Woche zuletzt 10. Letzten Samstag ließen die Mössinger trotz zahlreich erspielter Chancen zu viele freie Würfe liegen, worauf nun ihr Augenmerk liegen wird. Trotz des weiteren Verzichts auf Torjäger Midinet werden die Mössinger Landesligamänner, angetrieben von ihren zahlreichen Fans und dem Commando Steinlach den drohenden Abstiegskampf aufnehmen und dringend benötigte Punkte anvisieren.

Team Esslingen – Spvgg Mössingen 32:18 (16:11)

Am vergangenen Samstag reiste Mössingens Erste nach Esslingen, dessen Team mit soliden 4:2 Punkten in die Partie ging. Für die Mössinger wäre ein erster Saisonsieg sehr wichtig gewesen und so ging man entsprechend motiviert ins Spiel. Mössingen startete mit Vollgas und dank einer guten Abwehrleistung bekam man die ersten fünf Minuten kein Gegentor. Jedoch hakte es dafür im Angriff, was sich im Laufe des Spieles leider nicht korrigieren ließ. Trotz allem waren die ersten 10 Minuten stark und man konnte eine 2:4 Führung herausspielen. Leider baute man nicht auf dieser auf und lag in der 20. Minute mit 8:7 zurück. Bis zum Halbzeitpfiff drehten die Esslinger richtig auf und konnten nach einer Auszeit ihres Coaches Mario Pirner fünf Minuten vor Schluss mehrere Tore hintereinander verbuchen, was zum Halbzeitstand von 16:11 führte. Nun war eine Aufholrallye angesagt, was Mössingen sich auch zutraute, wenn man den „Gameplan“ des Trainergespanns umsetzen könnte. Mössingen startete mit Euphorie in die zweite Spielhälfte, die von den Schiedsrichtern weiterhin sehr gut geleitet wurde. Leider gelang es der Sportvereinigung weder ihr Angriffs- noch ihr Abwehrspiel zu verbessern, man verschenkte sehr viele freie Chancen vor dem gegnerischen Tor und somit hatten die Esslinger 6 Minuten vor Schluss bereits einen 10-Tore Vorsprung eingespielt. Daran ließ sich bis zum Ende der Partie auch nicht mehr viel ändern und die Mössinger verloren das Spiel mit 32:18. Nun gilt es die letzten Spiele abzuhaken und sich wieder auf seine Stärken zu besinnen. Die Mössinger Trainer werden ihr Team sicherlich bestmöglich auf das Heimspiel am Sonntag vorbereiten und mit entsprechender Unterstützung seitens des Publikums eine Wende einleiten. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Steinlachhölle.

 

Spvgg: Michael Rossol, Christoph Ott (beide Tor), Sebastian Müller, Vincent Ehinger, Holger Bensch, Simon Schleich (5), Harun Apakhan, Gerrit Jung (7), Till Eißler (2), Lukas Sulz, Jakob Jung (2), Til Henkel (2).

Vorbericht: Am Samstag um 20 Uhr spielen die Mössinger Landesligamänner auswärts beim TEAM Esslingen, einem weiteren starken Aufsteiger, der bereits zwei von drei knappen Partien für sich entscheiden konnte und derzeit auf Position fünf steht. Letzte Woche war die Spvgg gegen starke, gut eingespielte und routiniert spielende Böblinger/Sindelfinger chancenlos. Mit dem TEAM Esslingen wartet nun eigentlich ein Gegner in Reichweite, allerdings wird mit Roman Midinet weiterhin ein wichtiger Mann fehlen. Die Spvgg muss, das hat man am Samstag gesehen, als Team ins Spiel kommen und versuchen, die einfachen Dinge ohne Fehler zu spielen. Zwar schrillen bei der Sportvereinigung noch keine Alarmglocken aber die ersten Punkte sollten nun so schnell wie möglich geholt werden, am besten gleich diesen Samstag in Esslingen.

Spvgg Mössingen – HSG Böblingen/Sindelfingen 22:26 (8:14)

Im zweiten Heimspiel empfing die Mössinger "Erste" die HSG aus Böblingen/Sindelfingen, die mit dem Sieg gegen die HSG Ostfildern mit entsprechend Rückenwind ankam. Zu Beginn kamen beide Teams nur schwer in die Partie, erst in der sechsten Minute konnte der Gast den ersten Treffer markieren. Mössingen tat sich weiter schwer, vor allem im Angriff fehlte die Durchschlagskraft und man lag nach 1:4 und 2:6 mit 3:10 in der 19. Minute zurück. Immer wieder stellten sich die Mössinger selbst das Bein weil sie vorne ihre Chancen nicht konsequent genug nutzten. Die Abwehr stand bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich stabil, nur gab man dem Gegner durch zu hastige Angriffe die Möglichkeit zu Kontern. So stand es nach 30 Minuten zurecht 8:14 für die Gäste. In der zweiten Hälfte kam man nach kurzem Zögern gut in die Partie und so konnte Mössingen in der 46. Minute auf 16:20 verkürzen. Jetzt war die Halle da, Mössingen spürte, dass die Partie noch nicht verloren war, doch in der Folge wurden die Hausherren zu hektisch und die HSG konnte wieder auf sieben Tore davon ziehen. Zwar kamen die Mössinger nochmal auf vier Tore heran und versuchten über eine offensive Abwehr das Ruder herum zu reisen doch die Gäste spielten diese clever aus und man stand am Ende mit leeren Händen da. Nichts desto trotz kann auch Positives aus der Partie mitgenommen werden. Die Abwehr stand über weite Strecken sicher und kompakt und auch an der Torhüterleistung kann angeknüpft werden. Nächste Woche ist man zu Gast beim Aufsteiger Esslingen, wo man die ersten Punkte nach Mössingen holen möchte.

Spvgg: Michael Rossol, Christoph Ott (beide Tor), Sebastian Müller (5/5), Vincent Ehinger (4), Philipp Widmaier (2), Holger Bensch (1), Simon Schleich (5/2), Harun Apakhan, Gerrit Jung (2), Till Eißler (1), Lukas Sulz (1), Jakob Jung (1), Till Henkel.

Vorbericht Männer 1 gegen HSG BöSi

Die Landesliga Männer erwarten am Sonntag um 18 Uhr die HSG Böblingen/Sindelfingen in der Steinlachhölle. Die HSG, eine der Favoriten auf die Meisterschaft, hat sich zur neuen Saison ziemlich verstärkt und mit Volker Blumenschein weiterhin einen sehr erfahrenen Trainer auf der Bank. Mössingen kann dem Gast die Favoritenrolle ganz locker überlassen, muss sich jedoch nach der starken Leistung letzte Woche in Rietheim nicht verstecken. Auf jeden Fall wird alles getan um den Favoriten vor eigenem Publikum zu ärgern. Erschwerend ist jedoch, dass aus beruflichen Gründen wieder nicht alle Mössinger Akteure mit von der Partie sein können und Trainer Michael Tröster deshalb ein Stück weit improvisieren muss. Eigentlich hatte die Spvgg ja das Ziel ausgegeben, früh Punkte zu holen, um hinten rauszukommen. Fazit: Punkte gegen die HSG wären eine Überraschung, aber mit dem Heimpublikum im Rücken haben die HIM-Männer ja schon einige tolle Ergebnisse geliefert.

HSG Rietheim-Weilheim – Spvgg Mössingen 26:25 (12:13)

Um es vorweg zu nehmen, die Leistung der Mössinger Ersten unter dem neuen Trainerteam Tröster/Mayer war ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zum verlorenen Heimspiel am letzten Samstag. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen, musste dann leider ein paar Sekunden vor dem Abpfiff in einem dramatischen Finale eine Niederlage hinnehmen. Dabei wäre ein Unentschieden sicher der gerechtere Endstand gewesen. Roman Midinet brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „In den sechs Minuten vor der Halbzeit, wo wir konstant in Überzahl gespielt haben, hätten wir davonziehen müssen, nachdem wir gerade wieder in Führung gegangen sind.“ Mössingen spielte anfangs gefällig, ging durch Midinet nach einem Rückraumtreffer in Führung. Die HSG hingegen setzte ihren hervorragenden Kreisläufer Wenzler wie immer gekonnt ein oder kam durch ihren quirligen Halbrechts zu einfachen Toren. Nach wechselnder Führung und etwas Wurfpech der Mössinger, was nicht zuletzt dem Harzverbot in der Halle geschuldet war, zog die HSG erstmals mit drei Toren davon. Mössingen konterte nach einem verwandelten Siebenmeter durch Sebastian Müller und einem Dreifachschlag durch Schleich/Midinet/Jung in der 23. Minute. Beim Halbzeitpfiff durch die Altensteiger Schiedsrichter stand es 12:13. Mössingen kam wach aus der Kabine und behauptete bis zur 45. Minute ihre Führung, zeitweise mit zwei Toren Vorsprung, allerdings gelang es ihnen nicht sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil. Die HSG ließ sich nicht beeindrucken, nutzte ein paar schwache Abschlüsse der Mössinger Rückraumschützen zu einfachen Kontertoren, hatte aber sicher auch in dieser Phase das glücklichere Händchen. Rietheim/Weilheim führte in der 54. Spielminute mit drei Toren. Mössingen kämpfte, besann sich auf ihre Rückraumqualitäten und schloss wieder an. Als Simon Schleich einen Siebenmeter in der sechzigsten Minute verwandelte, die Schiedsrichter die Zeit nicht anhielten, konnten die Mössinger Jungs die übriggebliebenen 12 Sekunden trotz Manndeckung nicht mehr für sich verwerten. Die Enttäuschung über das Nullpunktespiel war natürlich groß. An mangelndem Kampfgeist hatte es sicher nicht gelegen. Mitnehmen kann man auf jeden Fall, dass die Tendenz der jungen Mannschaft spielerisch nach oben zeigt. Das will man im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen die starke Spielgemeinschaft aus Böblingen/Sindelfingen unter Beweis stellen.

 

Spvgg: Michael Rossol, Christoph Ott (beide Tor), Sebastian Müller (2/2), Vincent Ehinger (4), Roman Midinet (6), Holger Bensch (2), Simon Schleich (5), Harun Apakhan, Christoph Ott, Gerrit Jung, Till Eißler, Lukas Sulz (1), Jakob Jung (3), Till Henkel (2).

Spvgg Mössingen – TSV Köngen 17:22 (5:7):

Im ersten Spiel der Runde mussten die Mössinger Landesliga-Männer eine Niederlage hinnehmen. In einer vor allem in der ersten Halbzeit torarmen Partie wäre mehr drin gewesen, unter dem Strich gewann der Gast aus Köngen aber verdient. Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum: Es waren 20 Minuten gespielt und es stand 4:4 – ein Ergebnis wie im Handball der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts, einer der Ursachen ist schnell beschrieben: Die Teams kannten sich aus mehreren Vorbereitungsturnieren und die Trainer hatten ihre Abwehrreihen hervorragend auf den Gegner eingestellt. So waren Tore Mangelware, als aber Mössingen in Unterzahl geriet, spielten die Gäste gegen Ende der ersten Halbzeit ihren Vorteil aus und nutzten die Phase zum 5:7 bis zum Halbzeitpfiff. Die zweite Hälfte begann mit einem Mössinger Treffer, bevor die Gäste vorlegen konnten: Durch unnötige Zeitstrafen brachte sich die Spvgg selber in Bedrängnis, der TSV spielte die Angriffe in Überzahl sauber aus, und ging mit 7:10 in Führung. Während Mössingen sich in Folge immer wieder an der Defensive der Gäste festrannte, traf Köngen einfacher. Sei es durch die starken Werfer aus dem Rückraum, oder durch die flinken 1:1-Aktionen ihrer Mitspieler (9:13). Die Sportvereinigung kam aber noch einmal auf, beim 14:16 durch Sebastian Müller keimte in der rappelvollen Steinlachhalle noch einmal Hoffnung auf, es sollte aber nicht sein: Zu wenig druckvoll war man aus dem Rückraum, leistete sich in dieser Phase auch noch zwei technische Fehler, der TSV Köngen konnte bis auf 14:19 davonziehen, fünf Minuten vor Schluss war das eine kleine Vorentscheidung. Die Manndeckung, vom Mössinger Trainerteam angeordnet, brachte auch keine Ergebnisverbesserung mehr, Köngen konnte sie mit 1:1-Aktionen überwinden. Gegen einen starken Aufsteiger musste Mössingen letztlich die verdiente Niederlage hinnehmen. Neu-Trainer Michael Tröster hätte sich natürlich seinen Einstand anders vorgestellt, sah aber auch positive Ansätze: „In der Abwehr standen wir gut, 17 Tore sind halt einfach nicht genug, um zu Punkten, hier müssen wir im Angriff noch wirkungsvoller werden.“ Die Chance dazu bietet sich in der nächsten Woche, wenn man bei der starken HSG Rietheim/Weilheim antritt.

Spvgg: Michael Rossol/Christoph Ott (Tor), Philipp Widmaier (3), Sebastian Müller (5/5), Vincent Ehinger, Roman Midinet (3), Simon Schleich (3), Gerrit Jung (1), Till Eißler (1), Lukas Sulz, Jakob Jung (1), Til Henkel.

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