Archiv Berichte Männer Landesliga 14-15

2.5.15 Männer-Perspektiv-Team mit starker Leistung! Die SG Leonberg-Eltingen ist neuer Pokalsieger des Bezirks Achalm-Nagold. Mit zwei klaren Siegen im Final Four sicherte sich der Meister der Landesliga I das Double. Im Auftaktspiel besiegte die Mannschaft von Trainer Ziehfreund die Mannschaft aus Böblingen-Sindelfingen mit 29:22. Das zweite Spiel in der Mössinger Steinlachhalle fand zwischen den Gastgebern und dem Team aus Neuhausen statt. Während es in Landesliga-Saison bei zwei Niederlagen gegen die Ermstäler gab, so konnte sich Mössingen in der zweiten Hälfte des Spiels absetzen und gewann die Partie mit 27:22. Zwischen den beiden Halbfinals und den Platzierungsspielen fanden Spiele im Rahmen des Jugendturniers statt. Das kam auch den vier Männermannschaften entgegen, da die Pause Erholung am konditionell anspruchsvollen Turniertag schaffte. Das Spiel um Platz 3 fand dann zwischen dem TV Neuhausen und Böblingen-Sindelfingen statt. Treffsicher setzte sich Neuhausen zeitweise auf fünf Tore ab. Nach dem Pausenpfiff tauschte die Teams allerdings auch die Rollen. Böblingen war nun die spielbestimmende Mannschaft. Durch ein schnelles Spiel und kaum vergebenen Chancen drehte die Mannschaft von Trainer Wanner das Spiel. 32:23 besiegten sie Neuhausen und sicherten sich dadurch den dritten Platz, der eventuell zur Teilnahme am HVW-Pokal berechtigt. Im anschließenden Finale standen sich die Mannschaften aus Mössingen und Leonberg gegenüber. Nominell war es das Spiel zwischen dem Dritten der Landesliga II und dem Aufsteiger in die Württembergliga aus der anderen Staffel. Auf dem Spielfeld spiegelte sich das nicht ganz wieder. Bis zum 3:2 konnte Mössingen mithalten. In der Folge fand Leonberg meist die Lücken in der Mössinger Deckung und stellte selbst eine starke Abwehr. Neun Minuten lang blieb Mössingen ohne Treffer - 16:7 stand es zur Pause. Auch nach Wiederanpfiff merkte man dem aus A-Jugend und den beiden Männermannschaften gebildeten Heim-Team den Kräfteverschleiss an. Leonberg spielte weiterhin routiniert und konzentriert mit Tempo, während Mössingen wiederholt an den starken gegnerischen Keepern scheiterte. Hätte Mössingen die klaren Chancen besser genutzt, wäre ein etwas freundlicheres Ergebnis drin gewesen. So stand es am Ende 28:15 und der Bezirkspokal ging verdient an die starke SG Leonberg-Etlingen. Die Steinlachtäler selbst hatten sicherlich mit einer besseren Leistung im Finale gerechnet. Das Erreichen des zweiten Platzes beim Bezirkspokal ist trotzdem ein voller Erfolg für die Spvgg Mössingen und rundet die Handballsaison 14/15 entsprechend ab.

26.4.2015 Spvgg Mössingen – HSG Rietheim/Weilheim 38:26 (15:14): In einem spannenden Spiel sicherte sich die Sportvereinigung gegen die Donautal-SG zwei weitere Punkte. Mössingen schließt damit eine Rekordsaison auf dem nie erwarteten dritten Platz der Landesliga ab. Die Gäste von der HSG stellten von Anfang an klar, dass sie die Punkte nicht kampflos abgeben würden: Die Führung wechselte ständig, erst beim 9:5 konnte sich Mössingen absetzen, vor 350 Zuschauern musste man aber wieder das Unentschieden hinnehmen: In Unterzahl konnte das Team von Michael Gruber nicht viel entgegensetzen, beim 12:12 war wieder alles offen und auch die Halbzeitführung von 15:14 war kein Ruhepolster. Nach den Halbzeitansprachen drückte Mössingen dem Spiel seinen Stempel auf: Bis auf 20:16 konnte man die Führung ausbauen, als bei Rietheim/Weilheim die Kräfte nachließen, ging man vorentscheidend mit 30:21 in Führung, der Rest war ein Schaulaufen. Mössingen sicherte sich zwei weitere Punkte: Nach dem Spiel konnten Dominic Kuschmierz und Manuel Schnitzer, die über 10 Jahre für Mössingen die Knochen hingehalten hatten, mit einer guten Leistung in den Ruhestand verabschiedet werden. 10 Tore erzielten die Routiniers gemeinsam in diesem letzten Spiel. Florian Kurz, der die letzten zwei Jahre für die Sportvereinigung gespielt hatte, verabschiedete sich ebenfalls mit einer starken Leistung, 4 Tore standen zu Buche. Vor allem Kuschmierz und Schnitzer wurden in emotionalen Reden von Torhüter Markus Bold und vom stellvertretenden Abteilungsleiter Florian Seidel verabschiedet – sie prägten den Handball in Mössingen nachhaltig und gestalteten den Weg zum professionellen Landesliga-Dritten über viele Spielzeiten Hinweg mit. Die Sportvereinigung beendet die Runde mit dem besten Ergebnis, das ein Männer-Team in Mössingen jemals geschafft hat – eine Leistung der Mannschaft aber auch des großartigen Umfelds und auch der besten Fans der Liga. HIM freut sich auf die nächste Runde. Die gute Nachricht noch im Nachklapp: Die Fingerverletzung von Lukas Flammer wurde sehr schnell im Krankenhaus behandelt, Lukas stieß bereits eine Stunde nach dem Spiel wieder zur Mannschaft und konnte an den Saisonabschluss-Feierlichkeiten teilnehmen.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Maier (7), Bach (1), Flammer (1), Bensch (8), Ehinger (3), Kuschmierz (7), Schnitzer (3), Kurz (4/2), Grothaus (3/2), Apakhan (1).

18.4.2015 TSV Altensteig 2 – Spvgg Mössingen 25:30 (11:15): Mit einem nie gefährdeten 25:30 Erfolg über den TSV Altensteig sicherte sich die 1. Männermannschaft der Spvgg Mössingen am Wochenende den dritten Tabellenplatz in der Landesliga. Aus einer stabilen Abwehr, die einen stark haltenden Friedi Gückel hinter sich hatte, erspielte sich Mössingen innerhalb der ersten Viertelstunde einen sieben Tore Vorsprung. Die Steinlachtäler liessen den Ball im Angriff geduldig laufen und erarbeiteten sich dadurch gute Wurfchancen. Zudem präsentierte sich der Rückraum um Holger Bensch und Tim Grothaus treffsicher. Beim Stand von 3:10 nutze Trainer Michael Gruber die Möglichkeit um seinen Rückraumspielern eine Pause zu gönnen. Vincent Ehinger, der nach langer Verletzungspause wieder dabei war, und Harun Apakhan, dem sein erstes Tor im Trikot der 1. Männermannschaft gelang, kamen so zu ihren Einsatzzeiten. Die Abwehr stand in dieser Phase allerdings nicht mehr so stark wie zu Beginn. So konnte Altensteig bis zur Pause auf 11:15 verkürzen. In der zweiten Halbzeit musste Mössingen mit einer doppelten Unterzahl kämpfen. Die Gastgeber nutzen die Gelegenheit und kamen auf drei Tore ran. Vor allem Remigiusz Mastalirz, der Shooter der Heimmannschaft, bereitete der Mössinger Hintermannschaft vermehrt Probleme. Da die Spvgg ihre Chancen im Angriff sicher verwertete, hielt man Altensteig trotzdem auf Distanz. Mit drei Toren in Folge war Mössingen zwischenzeitlich auf 20:26 enteilt. Florian Maier netzte dann das 30. Tor für die Jungs in blau ein. Dies sollte auch der letzte Treffer der Gruber Sieben sein und so stand es am Ende einer immer fairen Partie 25:30. Die Spvgg geht nun mit dem gesicherten dritten Tabellenplatz ins letzte Rundenspiel. Am Sonntag den 26. April gastiert mit der HSG Rietheim-Weilheim der aktuelle Tabellen-Fünfte in der Mössinger Steinlachhalle.

Spvgg: Bold, Gückel (beide Tor), Maier (3), Bach (2), Flammer (1), Bensch (7), Ehinger (1), Kuschmierz (1), Schnitzer (1), Kurz (5/3), Grothaus (8), Apakhan (1)

11.4.2015 TSV Aixheim – Spvgg Mössingen 31:26 (15:12) Für die 1. Männermannschaft der Spvgg Mössingen gab es an diesem Wochenende eine 31:26 Niederlage gegen den TV Aixheim. Ein starker Gegner und mangelnde Aggressivität in der Abwehr waren ausschlaggebend. Aixheim ging mit zwei Toren in Führung ehe Mössingen über die schnelle Mitte den ersten Treffer zum 2:1 erzielen konnte. Beim Spielstand von 7:7 nach einer Viertelstunde hatte Mössingen das letzte Mal den Ausgleich geschafft. Die Jungs in blau brachten sich selbst durch technische Fehler und vergebene Chancen in die Bredouille und rannten stets einem Rückstand hinterher. Mit dem Zwischenergebnis von 15:12 ging es in die Kabinen. Doch auch nach Wiederanpfiff konnte die Spvgg nicht an vergangene Leistungen anknüpfen. Die angeordnete Manndeckung gegen Spielmacher Fabian Gruler nahm diesen zwar aus dem Spiel, doch Aixheim wirbelte weiter und kam vor allem über den treffsicheren Rechtsaußen Michael Klaritsch zu Toren. Sieben Tore betrug der Abstand zeitweise. 23:16 standen nach 40 Minuten  auf der Anzeigetafel. Mit einem kleinen Zwischenspurt konnte die Spvgg auf vier Tore verkürzen. Beim 28:21 acht Minuten vor Ende war die Partie dann allerdings gelaufen. Ergebniskosmetik war angesagt und Manuel Schnitzer konnte 20 Sekunden vor Abpfiff noch auf den 31:26 Endstand verkürzen.

Spvgg: Bold, Gückel (beide Tor), Maier (3), Widmaier (5/1), Bach (1), Flammer (1), Bensch (5), Midinet (1), Schnitzer (5), Kurz (1), Grothaus (3/1), Laumer (1)

Vfl Pfullingen II – Spvgg Mössingen 29:28 (19:17): In einer ausgeglichenen Partie zweier ersatzgeschwächter Mannschaften hatte am Ende der Gastgeber das glückliche Ende für sich: Die Sportvereinigung kehrte ohne Punkte aus dem Echaz-Tal zurück. Nach ausgeglichenem Beginn nahm Mössingen die Initiative an sich: Man legte immer wieder vor, führte auch bis zum 11:13 mehrfach mit zwei Toren, vor allem über den Kreis und Übergänge war man immer wieder erfolgreich: Pfullingen hatte in Philipp Mager den Spieler der ersten Halbzeit, er erzielte sehr schnell vier Tore und verursachte über starkes 1:1 mehrere Zeitstrafen und Siebenmeter. Die Gastgeber glichen dann, als sie ihre Abwehr stabilisierten, auch aus und konnten bis auf 18:14 davonziehen, mit einem Kraftakt kam Mössingen bis zum Halbzeitpfiff nochmals auf zwei Treffer ran.

Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Die Sportvereinigung glich zunächst aus, legte dann auch vor und war beim 21:24 aussichtsreich in Führung. Nun war es in Kai Lehmann wieder ein Einzelpieler der Gastgeber, den man nicht in den Griff bekam. Einen Treffer nach dem anderen erzielte der Rückraumspieler und weil die Steinlachtäler im Angriff nichts mehr zustande brachten, war auch beim 25:26 die letzte Führung zu verbuchen. Leider wurde beim 27:27 ein Treffer von Dominic Kuschmierz nicht anerkannt, die Gastgeber bedankten sich und gingen durch Teufelskerl Kai Lehmann mit 28:27 in Führung. Mössingen glich nach Auszeit Michael Gruber noch einmal aus, konnten aber den Siegtreffer durch erneut Lehmann nicht verhindern. Eine freie Wurfchance zum Ausgleich wurde am Ende noch vergeben. Letztlich gingen die Punkte an das glücklichere Team, Mössingen echauffierte sich über ein Zeitstrafenverhältnis von 3:6 und ein Siebenmeterverhältnis von 0:7, musste aber auch ehrlich zugeben, dass man, wenn man im Angriff souveräner gespielt hätte, das Spiel selber hätte entscheiden können.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor): Maier, Widmaier (2), Bach (3), Bensch (7), Kuschmierz (4), Schnitzer (1), Kurz (2), Dietrich, Grothaus (9), Kern, Künstle.

 Spvgg Mössingen – HSG Leinfelden/Echterdingen 34:31 (16:17) Nach einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei konnten sich Mössingens Landesliga-Handballer gegen die Gäste von den Fildern durchsetzen. Das Spiel war in der ersten Hälfte komplett ausgeglichen. Die HSG machte von Anfang an klar, dass sie nicht gewillt war, die Punkte einfach so abzuliefern. Ganz im Gegenteil: Das Schlusslicht der Landesliga spielte mutig und schnell, eine 3:1-Führung für Mössingen wurde ausgeglichen und peu a peu in die Führung umgewandelt, Mössingens Trainer Michael Gruber sah sich beim Stand von 7:9 zur Auszeit gezwungen. Sie blieb wirkungslos, beim 8:12 war die Sportvereinigung gar vier Tore hinten, tat sich sehr schwer mit der offenen Deckung des Gegners. Eine Zeitstrafe für Echterdingen konnte im Anschluss genutzt werden, bis auf 12:13 kam man wieder und machte deutlich, dass in Halbzweit 2 noch mit dem Team zu rechnen sein würde, Halbzeitstand 15:16. Nach dem Seitenwechsel war es zunächst Leinfelden/Echterdingen, das die Initiative übernahm: bim 18:21 waren die Gäste wieder drei Tore weg, allerdings mehrten sich auch die Fehlwürfe bei der Filder-HSG. Dies nutzte Mössingen aus, von 20:22 ging man mit 23:22 in Führung, die Auszeit von Gästetrainer Markus Schmid brachte nicht den erhofften Impuls, Mössingen spielte ruhig seine Angriffe und konnte mit 27:24 in Führung gehen. Leinfelden/Echterdingen steckte nie auf, kam auch beim 28:27 noch einmal bis auf einen Treffer heran, in Unterzahl gelang es dann aber Mössingen, bis auf 31:27 davonzuziehen. Letztlich war das Spiel beim Stand von 34:30 zwei Minuten vor Schluss entschieden, durch den Sieg erhielt sich Mössingen die minimale Chance auf den Relegationsplatz.

Spvgg: Bold/Gückel (Tor), Maier (5), Widmaier (6/4), Bach (6), Bensch, Kuschmierz (8), Schnitzer, Kurz (1), Grothaus (6), Birk (2).

21.3.2015 SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell – Spvgg Mössingen 20:22 (11:11): Mit einem 20:22 Auswärts-Erfolg in Calw hat die Spvgg Mössingen zwei weitere Punkte eingefahren. Das Spiel in der harzfreien Halle begann allerdings mit den erwarteten Schwierigkeiten. Zudem hatte man weitere Ausfälle zu kompensieren. Während Philipp Widmaier wieder gesund in den Kader zurückkehrte, mussten Abwehrchef Tobias Bach und Shooter Sebi Birk krankheitsbedingt aussetzen. Die Anfangsphase konnte bis zum 3:3 ausgeglichen gestaltet werden, jedoch ließ Mössingen den gewohnten Druck im Angriff vermissen und auch die Abwehr stand noch nicht so sicher wie gewohnt. Unpräzisen Würfen und dem starken Torhüter der Heim-Mannschaft war es zu verdanken, dass die Steinlachtäler bis zur 20. Minute mit 6:9 ins Hintertreffen gerieten. Michael Gruber sah sich gezwungen die Auszeit zu nehmen. Diese sollte auch ihre Wirkung zeigen. Mössingen blieb über sieben Minuten ohne Gegentor. Nach einem Traumpass von Torhüter Friedi Gückel auf Florian Maier legte die Spvgg in der 27. Minute erstmals vor. Mit 11:11 ging es dann in die Pause. Auch die zweite Hälfte begann ausgeglichen. Dominic Kuschmierz war es dann, der mit zwei Treffern in den Winkel die Hochphase der Spvgg einleitete. Aus einer stabilen Abwehr erspielte sich Mössingen ein sicheres fünf-Tore-Polster - glaubte man. 16:21 zeigte die Tafel in der Calwer Halle in der 50. Minute und das Spiel sollte in der verbleibenden Zeit nochmals an Brisanz gewinnen. Zwei Tore von Calws bestem Werfer Michael Keller brachten die Hausherren und das Publikum wieder ins Spiel. Mössingen scheiterte wiederholt aus dem Rückraum und frei vor dem Tor. So sollte das Siebenmeter-Tor durch Philipp Widmaier das einzige sein, welches Mössingen in den letzten 10 Minuten erzielen konnte. Die Manndeckung der Heimmannschaft löste Mössingen eigentlich gut, schaffte es jedoch nicht den Ball am starker Keeper vorbei ins Netz zu bringen. Erlösend war der Schlusspfiff für die Spieler und Trainer Michael Gruber. Mössingen erarbeitete sich einen verdienten Auswärtssieg, machte es zum Ende unnötig spannend.

Spvgg: Bold, Gückel (beide Tor), Maier (3), P. Widmaier (5), Flammer, Bensch (3), Apakhan, Kuschmierz (4), Schnitzer, Kurz, Grothaus (6), D. Widmaier (1)

Spvgg Mössingen – HSG Schönbuch 22:31 (12:16) Vor einer stattlichen Kulisse von über 400 Zuschauern ließ der Favorit von der HSG Schönbuch der Sportvereinigung keine Chance. Mössingen mühte sich ab, musste aber am Ende den völlig verdienten Sieg für die Gäste anerkennen, die ihre Ambitionen auf den Aufstieg in die Württemberliga unterstrichen. Mössingen konnte auf 1:0 vorlegen, es sollte die letzte Führung sein, die Gäste zogen von 3:4 auf 3:8 davon. Immer wieder waren Sebastian Appelrath und Michael Starke erfolgreich, die individuelle Klasse dieser beider sowie eine starke Mannschaftsleistung von Schönbuch konnte Mössingen nicht kontern – zu den fehlenden Midinet und Ehinger hatte sich kurzfristig wegen Krankheit noch Torjäger Widmaier gesellt, es war einfach in der Breite nicht genug Feuerkraft vorhanden. Kam Mössingen doch einmal frei zum Wurf, wurden gute Chancen vergeben, die Gäste hatten auch im Tor die stechenden Asse. Die Auszeit durch Michael Gruber brachte nur bedingt Besserung, in der 23. Minute die nächste Hiobsbotschaft: Holger Bensch erhielt die rote Karte für ein Foul beim Gegenstoß. „Kann man geben, muss man nicht“, war die einhellige Meinung beider Lager auf der Tribüne – die Sportvereinigung wurde im Rückraum aber entscheidend geschwächt. Zurück zum Spiel, Mössingen mühte sich ab und konnte dann in Überzahl aufschließen: Bis auf 11:14 kam man heran, beim 12:16 zur Halbzeit keimte zumindest ein kleines bisschen Hoffnung auf Seiten der Sportvereinigung. Diese wurde sofort nach dem Wechsel zunichte gemacht: Die HSG Schönbuch zog bis auf 12:18 davon und wenn man ehrlich ist, war der Sieg für die Gäste nie mehr in Gefahr. Hatten die Steinlachtäler doch noch die Chance, sie vergaben sie durch schwache Würfe. Beim 19:28 in der 52. Minute war die Partie entschieden und geriet zum Schaulaufen für den Tabellenzweiten, bei dem man sich wundern musste, wie in dieser Form zuletzt vermeintlich einfache Spiele verloren gehen konnten. Sei’s drum, Mössingen gratulierte und konzentriert sich nun auf das nächste sehr schwere Spiel in Calw. Der dritte Platz soll gefestigt werden, die Saison bisher verläuft weit besser als erwartet und so will man noch Punkte draufpacken.

Spvgg: Bold/Gückel (Tor), Maier (2), Bach (1), Flammer (4), Bensch, Kuschmierz (3), Schnitzer, Barth (2), Kurz (1), Grothaus (7), Birk (2).

7.3.2015 TSV Dettingen/Erms – Spvgg Mössingen 22:29 (12:15): In einer rassigen und temporeichen Partie konnte Mössingen zwei Punkte aus Dettingen entführen. Das Spiel war zunächst von einem gewissen Abtasten geprägt, wenn Spieler zum Wurf kamen, dann waren die Bälle außerdem oftmals Beute der Torleute. Die Sportvereinigung scheiterte mehrfach am stark haltenden Peter Syrbe, geriet deshalb auch zunächst mit 3:1 in Rückstand. Das 4:3 für die Gastgeber sollte aber ihre letzte Führung sein, aus einer sehr starken Abwehr heraus konnte Mössingen auf 4:8 davonziehen, zwang die Gastgeber zur Auszeit. Diese fruchtete zunächst, Dettingen verkürzte auf 8:10 und es war nun an Mössingens Trainer Michael Gruber, die Auszeit zu nehmen. Beim 9:14 war die Sportvereinigung auf fünf Treffer enteilt, verpasste aber durch technische Fehler, diesen Vorsprung zu halten. Nach dem Seitenwechsel spielte Mössingen eine sehr gute zweite Halbzeit: Zwar gab es die eine oder andere Lücke in der Hintermannschaft, gegen eine mit Konzept spielende Dettinger Mannschaft kann das aber auch passieren: Wichtig war, dass man selber im Angriff mit Hirn und Geduld die Angriffe herunterspielte, und das gelang: In der 52. Minute, beim Stand von 19:25 für Mössingen, sah sich Markus Stotz, Trainer des TSV zur erneuten Auszeit gezwungen. Mössingen antwortete darauf postwendend mit einem Steal und setzte das 19:26 drauf – der Vorsprung von sieben Treffern konnte nach Hause geschaukelt werden, auch eine früh gespielte Manndeckung der Dettinger konnte daran nichts mehr ändern - und so setzte man sich gegen einen starken TSV am Ende auch verdient durch. Nach dem Spiel bedankte sich die Mannschaft noch beim lautstarken Publikum, wieder einmal zauberten die Fans Heimspielatmosphäre - auch hier eine starke Leistung.

Spvgg: Bold/Gückel (Tor), Widmaier (3/1), Bach, Flammer (1), Bensch, Birk (10/1), Kuschmierz (1), Midinet (1), Schnitzer (1), Kurz (1), Maier (7), Grothaus (4).

1.3.2015 Spvgg Mössingen – HSG Albstadt 30:28 (14:15): In einer hochspannenden Partie gewann die Sportvereinigung am Sonntag gegen die HSG Albstadt. Das Spiel vor 500 Zuschauern stand lange auf den Messers Schneide und Mössingen kann sich glücklich schätzen, den Tabellenführer besiegt zu haben. Die Brisanz des Spieles hatte vor dem Anpfiff noch zugenommen – durch die unerwartete Niederlage des Tabellenführers von der HSG Schönbuch bei der HSG Leinfelden/Echterdingen stand nämlich die HSG Albstadt urplötzlich auf Platz 1 der Landesliga Staffel 2. Die Gäste hatten dann auch den besseren Start: Sie kamen immer wieder sehr schnell zu Torerfolgen, durch Steffen Link angetrieben marschierte Albstadt immer wieder scheinbar mühelos durch die Hintermannschaft der Spvgg. Die Sportvereinigung tat sich im Angriff sehr schwer, beim 2:6 für Albstadt nahm Michael Gruber die Auszeit und konnte seine Jungs auch besser einstellen: Tor um Tor holte die Mannschaft auf, Sebastian Birk mit einer Sahne-Halbzeit trieb seine Mannschaft an, einzig der Ausgleich sollte nicht gelingen. Die Gäste gingen mit einer verdienten Führung von 14:15 in die Halbzeit. Grundsätzlich festzuhalten ist die sehr gute Stimmung, welche in der Steinlachhalle herrschte: Beide Teams gaben 100 Prozent, ihre Fans ebenfalls und die gut leitenden Schiedsrichter Dunz/Dunz von der HSG Ostfildern trugen ihren Teil dazu bei, dass trotz der Brisanz der Partie ein tolles sportliches Miteinander stattfand. Mössingen musste dann in Hälfte 2 zunächst das 14:16 hinnehmen, bevor beim 16:16 das erste Unentschieden erreicht war. Albstadt blieb gefährlich, legte mehrmals vor, beim 20:21 letztmals. Florian Maier von Rechtsaußen mit einem rotzfrechen Treffer riss die Initiative an Mössingen: 22:21, 23:22, 24:23, Mössingen legte immer vor. Das 28:26 zwei Minuten vor Schluss durch Tim Grothaus reichte aber noch nicht aus. Der sehr starke Lukas Mayer von der HSG verkürzte, die Gäste versuchten ihr Glück in der Manndeckung, verkürzten auf 29:28. Tim Grothaus war es, der 30 Sekunden vor Schluss nach einem Übergang den Sieg für Mössingen klarmachte. Beide Teams profitierten letztlich von Individualisten, auf Seiten der HSG Albstadt war Steffen Link herausragend, auf Seiten der Spvgg hatte Sebastian Birk einen starken Tag. Unterm Strich steht ein Sieg für Mössingen, welches damit endgültig in der Spitzengruppe der Landesliga angekommen ist.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Widmaier (2), Bach (2), Flammer (1), Bensch (2), Schnitzer, Kurz (3), Grothaus (5), Laumer, Birk (13/2).

Spvgg Mössingen – HSG Böblingen/Sindelfingen 28:26 (14:14): In einer stimmungsvollen Partie hatte am Samstag die Sportvereinigung das bessere Ende für sich – in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften hatte Mössingen das Torwart-Plus. Das Spiel hielt von Anfang an das, was erhofft worden war: Beide Teams waren mit einem lautstarken Fanaufkommen vor Ort, die Mannschaften spielten beide einen flinken, ansehnlichen Handball und es blieb vor allem von Anfang an auch eng: Mössingen legte zwar immer vor, die Gäste konnten aber immer wieder ausgleichen, dieses Spielchen setzte sich bis zum 7:7 fort. Die Sportvereinigung erzielte sich nun Feldvorteile: Als die HSG mehrfach am bärenstarken Friedrich Gückel gescheitert war, führte das Team von Michael Gruber mit 14:11, Gästecoach Klaus Wanner nahm die Auszeit, sie erzielte ihre Wirkung: Bis zum Halbzeitpfiff konnte sein Team wieder ausgleichen, 14:14 – vor allem der sehr wurfgewaltige Nico Kuppinger konnte dabei immer wieder aus der Ferndistanz mit starken Würfen überzeugen. Nach dem Seitenwechsel bot sich im Grund genommen dasselbe Bild: Mössingen legte vor, die Gäste glichen aus, so geschehen beim 16:16, 18:18 und 20:20. Es war Teufelskerl Friedrich Gückel, der hinten, in Zusammenarbeit mit seiner Abwehr, letztlich den Sieg ermöglichte – wer hinten wenig Tore kassiert, kann vorne ruhig ausspielen, so tat dies auch die Sportvereinigung: Beim 25:22 durch Lukas Flammer hatte die Sportvereinigung wieder die 3-Tore-Führung und wie in Halbzeit Eins nahm die HSG Böblingen/Sindelfingen die Auszeit. Dieses Mal sollte aber Mössingen die Pause besser nutzen, Dominic Kuschmierz konnte direkt im Anschluss auf 26:22 erhöhen. Immer noch gab der Tabellendritte nicht auf, Tore durch Petri und Eichner brachten BöSi auf 27:25 heran. Sebastian Birk mit seinem dritten Feldtor besiegelte letztlich in der 59. Minute den Sieg für Mössingen. Im fairen Spiel konnte sich Mössingen als glücklicher Sieger schätzen, vor den wirklich schweren Auswärtsaufgaben, die noch anstehen, sind die zwei Punkte Gold wert. Nächste Woche folgt aber zunächst das nächste Spitzenspiel, wenn der Tabellenzweite, die HSG Albstadt in der Steinlachhalle ihre Visitenkarte abgibt.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Maier, Widmaier (6), Bach (2), Flammer (3), Bensch (4), Schnitzer (1), Kurz (2/1), Kuschmierz (4), Birk (6/2).

Bezirkspokal Achalm-Nagold

Mössingen (Pokalteam) - Pfullingen2 – 31:26

 

Im Pokalspiel der letzten acht im Bezirk Achalm-Nagold traf die Spvgg Mössingen1 auf die Oberligareserve aus Pfullingen, ebenfalls Landesligist. Mössingen trat ebenso, wie in den vorangehenden Pokalrunden, mit einem Mix aus der Ersten, sowie 3 Spielern aus der Zweiten und noch einigen aus der A-jugend an. Diese Mannschaftsform hatte im letzten Pokalspiel den Landesligaprimus aus Schönbuch aus der Halle gefegt. Auch Pfullingen musste auf ein paar seiner Stammspieler verzichten.

Mössingen legte los wie die Feuerwehr und bereits nach einer Minute musste der Pfullinger Keeper das erste Mal den Ball aus den Maschen klauben, nachdem Roman Midinet aus dem Rückraum eingenetzt hatte. Pfullingen ließ sich aber nicht beeindrucken und fand immer die Lücken in der Mössinger Abwehr, die dann die Topschützen Philipp Mager und Patrick Bauer für sehenswerte Schlagwürfe nutzte. Das Spiel war bis zur Halbzeit ausgeglichen. Mössingen legte meistens ein Tor vor und die Pfullinger konterten. Mit einem 2-Torevorsprung für Mössingen ging man in die Pause.

Anfangs der zweiten Halbzeit konnte Pfullingen schnell auf ein Tor verkürzen. Aber jetzt zündete Mössingen den Turbo und die wenigen Zuschauer sahen richtig guten Mössinger Handball. Schnelle Beine in der Abwehr, die wieder einmal von Tobias Bach geleitet wurde, unterbanden fast jeden Pfullinger Spielzug im Ansatz. Auf Mössinger Seite trafen aus dem Rückraum Holger Bensch und Roman Midinet, der neunmal einnetzen konnte. Die Youngsters aus der A-jugend waren fleißig in der Abwehr oder legten, wie Luis Barth ein paar Mal sehenswert an Kreisspieler Manu Schnitzer ab, der dann sicher verwandelte. So war man Mitte der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich bis auf 6 Tore davongezogen. Die Pfullinger wehrten sich noch nach Kräften, sahen aber ab der 50ten Minute ihre Felle davonschwimmen und kamen nie näher als 5 Tore an die Mössinger heran. Co Trainer Simon Schleich, der die Spvgg an diesem Abend coachte, war mehr als zufrieden und nun freuen sich die Mössinger auf das Final Four. Wenn man schon so weit gekommen ist gibt’s natürlich jetzt auch ein Ziel – der Pokal muss her.

Einziger Wermutstropfen: Fabi Dietrich bekam einen heftigen, sicher nicht beabsichtigten Ellenbogencheck aufs Auge und war durch ein riesiges Veilchen gekennzeichnet. Gute Besserung!

 

Es spielten: Saur/Gückel im Tor – Midinet (9), Bensch (5), Schnitzer (5), Dietrich (3), Barth (3), Bach (2), Flammer (2), Kern (1), Maier (1), Apakhan, Rath

Männer 1 (Landesliga): SG H2KU II - Spvgg Mössingen 27:32 (13:13)

Am vergangenen Samstag gab es einen 27:32 Sieg für die 1. Männermannschaft der Spvgg Mössingen. Eine gute zweite Halbzeit sicherte die zwei wichtigen Punkte gegen eine kämpferisch starke Mannschaft aus Herrenberg. Die Hausherren kamen besser in die Partie, während Mössingen vor allem im Angriff unkonzentriert agierte. Herrenberg legte stets vor und so stand es nach der ersten Viertelstunde 7:5. Mit Sebastian Birk kam dann frischer Schwung und mehr Torgefahr ins Spiel und so konnten die Steinlachtäler zur Halbzeit 13:13 ausgleichen. Trainer Michael Gruber nutzte die Pause um seine Spieler neu einzustellen.
Mit dem gewohnten Tempo startete Mössingen in die zweite Hälfte und schaffte es durch die Doppelschläge von Tim Grothaus und Roman Midinet erstmals ein sicheres Polster zu erspielen. Sechs Tore Abstand zeigte die Tafel in der 47. Minuten. Ab diesem Zeitpunkt war der Sieg nicht mehr gefährdet. Die Leistungssteigerung und die bessere Wurfquote (alle Feldspieler trafen übrigens) in der zweiten Halbzeit sicherten der Spvgg Mössingen den Auswärtssieg. Nun blicken die Jungs in blau dem kommenden Pokalspiel am Dienstag gegen VfL Pfullingen entgegen.

Es spielten: Bold, Gückel (beide Tor), Maier (2), Widmaier (6), Flammer (3), Bensch (3), Birk (4/2), Kuschmierz (1), Midinet (5),
Kurz (1/1), Grothaus (5), Bach (2)

Männer 1 (Landesliga): Spvgg Mössingen – TV Neuhausen II 19:20 (9:8): Eine bittere Niederlage setzte es für die Sportvereinigung am Samstag Abend. Obwohl man die meiste Zeit der Partie geführt hatte, ließ man sich die Punkte von den Gästen noch klauen. Letztlich waren sie einfach einen Tick cleverer. Das Spiel war von Beginn an von den Abwehrreihen geprägt: Beide Hintermannschaften standen sehr gut, beide Teams hatten in Lutter (Neuhausen) und Gückel (Mössingen) außerdem starke Torleute. Trotzdem konnte Mössingen auf 7:4 davonziehen, eigene Unkonzentriertheiten ließen die Gäste, die immer brandgefährlich hinten raus spielten plötzlich in Führung gehen, 7:8 – Michael Gruber hatte genug gesehen und nahm die Auszeit. Bis zur Pause konnte man sich dann auch eine Führung erspielen und kam hoch motiviert aus der Kabine. 12:9 und 13:10 stand es in der 36. Spielminute, doch auch jetzt: Der TVN ließ sich nicht abschütteln, das junge Team fasste in der Abwehr äußerst beherzt zu und kaufte so immer wieder den Mössinger Angreifern den Schneid ab – die schlechte Angriffsleistung Mössingens sollte sich rächen. Beim 19:17 für die Sportvereinigung erhielt Tim Grothaus für ein Vergehen eine Zeitstrafe, das 20 Sekunden vorher auf der Gegenseite nicht gepfiffen worden war. Neuhausen spielte die Überzahl stark aus und glich aus. In dieser äußerst intensiven Schlussphase war dann noch eine Minute zu spielen, 19:19: Neuhausen im Angriff und Mössingen stand sicher – hatte die Gäste am Zeitspiel, es musste geworfen werden. Heiko Herrmann erwies nun seiner Spvgg einen Bärendienst, indem er den Neuhausener Werfer rüde von hinten foulte und erhielt dafür verdient die rote Karte – das Zeitspiel war aufgehoben, Neuhausen in Überzahl nutzte die Chance, 18:19. In den letzten 30 Sekunden sollte nichts mehr gelingen, dass von den insgesamt gut pfeifenden Schiedsrichtern in dieser spielentscheidenden Phase ein klares Foul übersehen wurde ändert nichts an der Tatsache, dass Mössingen vorher hätte den Sack zumachen müssen. Am Ende gingen die Punkte ins Ermstal.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Maier (1), Widmaier (4), Bach (1), Flammer, Bensch (3), Kuschmierz (2), Midinet (1), Schnitzer (2), Herrmann, Grothaus (4), Birk (1/1). TVN: Lutter (Tor) Pracht (4/3), Kai Euchner (1), Brodbeck (3), Brockhaus (1), Schweizer (4), Sommer (1), Reusch (3), Setzer, Tröster, Patrick Euchner (2), Tim Reusch (1),

M1 mit Neuzugang für 15/16:

27.1.15 Micha Lutz wird ein HIM-Spieler: Zum jetzigen Zeitpunkt bereits können die Mössinger Handball-Männer den ersten Neuzugang für die kommende Runde vermelden. Mit Micha Lutz kommt ein spielstarker Linkshänder ins Steinlachtal, hier ist er kein Unbekannter: Der Dusslinger hat zunächst das Handball-1x1 beim dortigen CVJM gelernt, bevor er über Neuhausen zum Vfl Pfullingen kam – in der Jugend war er Stammkraft in der HVW-Auswahl und sammelte dann im Aktivenbereich hochklassige Erfahrung bei der HSG Albstadt, damals Württembergliga. Das Studium hat den Rechtsaußen/Halbrechten im Anschluss nach Heidelberg verschlagen, wo er beim PSV Heidelberg aktiv war. Die Sportvereinigung hatte nun das Glück, dass Lutz einen Referendariats-Platz in Hechingen zugewiesen bekam und somit in der Nähe ist. Leider zog er sich in dieser Saison beim Spiel für den CVJM Dusslingen einen Kreuzbandriss zu – dieser ist inzwischen operiert und Micha befindet sich momentan in Reha, die bisher sehr erfolgreich verläuft. Er wird ins Mannschaftstraining einsteigen, sobald das Knie wieder voll belastbar ist. Der angehende Lehrer für Mathe, Geschichte und Politik ist wieder heiß auf den Handball, er will’s noch einmal wissen – in Mössingen hatte er bereits sporadisch mittrainiert und kennt das Team: „Die Mannschaft ist klasse, der Trainer ist ein Top-Mann und auch das Umfeld ist genau das, was man sich im Handball wünscht: Ein tolles Publikum, insgesamt eine sehr familiäre Atmosphäre, außerdem habe ich mit vielen Spielern freundschaftliche Kontakte – ich freue mich auf den HIM!“ Mössingens Trainer Michael Gruber indes ist aus mehreren Gründen von der Güte seines Neuzugangs überzeugt: „Micha wird uns variabler machen, er bringt eine hohe Dynamik, viel Einsatzwillen und als charakterlich feine Type passt er hier in Mössingen absolut rein“.

20.12.14 TSV Grabenstetten – Spvgg Mössingen 28:38 (12:17):  Mit einem verdienten 28:35 Sieg verabschiedet sich die 1. Männermannschaft der Spvgg Mössingen in die Winterpause. In der Falkensteinhalle dauerte es zweieinhalb Minuten bis das erste Tor für die Gäste aus dem Steinlachtal fiel. Dann kam der Mössinger Motor ins Rollen. Aus einer soliden Abwehr konnte die Spvgg ihr Spiel aus der zweiten Welle und über die schnellen Außenspieler aufziehen. Nach exakt 15. Minuten warf Tim Grothaus per Siebenmeter zur ersten sechs Tore Führung. Dieser Vorsprung wurde gut verwaltet und so ging es mit 12:17 in die Halbzeit. Die Heim-Mannschaft aus Grabenstetten startete allerdings besser in die zweite Hälfte. Sieben Zeitstrafen innerhalb der ersten fünf Minuten brachten Platz auf dem Feld. Diesen wusste Grabenstetten besser zu nutzen und blies zur Aufholjagd, auch weil Mössingen in dieser Phase zu hektisch agierte. Der 17:18 Anschlusstreffer unter tosendem Applaus der heimischen Zuschauer zwang Michael

Gruber zur Auszeit. Sie zeigte Wirkung -  Mössingen spielte wieder konzentriert und setzte sich durch je zwei Treffer von Flo Maier und Flo Kurz auf 17:23 ab. Von diesem Zeitpunkt an war der Auswärtssieg nicht mehr gefährdet. Auf Gegentreffer durch Grabenstetten hatte die Spvgg stets die richtige Antwort parat. Der 28:35 Endstand wurde gemeinsam mit den mitgereisten Fans um das trommelstarke Commando Steinlach gefeiert. „Wir wollten die 20 Punkte möglichst früh sichern, spätestens aber im Februar haben. Wir sind mit dem jetzigen Punktestand also weit über dem Soll und auch sehr zufrieden“, so Trainer Michael Gruber. Mit 20:8 Punkten überwintert die Spvgg Mössingen auf dem zweiten Platz der Landesliga und blickt den weihnachtlichen Feiertagen entspannt entgegen. 

Bold (Tor), Gückel (Tor), Maier (2), Widmaier (9/2), Bach (2), Flammer (2), Bensch (3), Ehinger (2), Kuschmierz, Midinet (2), Schnitzer (1), Kurz (5/3), Hermann (1), Grothaus (6/1)

13.12.14 HSG Rietheim/Weilheim - Spvgg Mössingen 30:25: In der Ferne gab es für die Spvgg Mössingen am Samstag nichts zu holen. Gegen die Gastgeber aus Rietheim/Weilheim verlor man 30:25. Im Angriff gab es zu viele technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse. Die Abwehr zeigte nicht die gewohnte Aggressivität, zu dem bekam man den starken Kreisläufer Florean Wenzler zu selten in den Griff. Bis zur 16. Minute sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes, jedoch von Hektik geprägtes Spiel. Mössingen ging bis dahin zweimal durch Philipp Widmaier und Holger Bensch in Führung. Ab diesem Zeitpunkt legte die Heim-Mannschaft stets vor. Das änderte sich auch nach dem 15.12 Halbzeitstand nicht. Motiviert durch die Ansprache von Trainer Michael Gruber wollte man gut in die kommenden 30 Minuten starten. Rietheim durchkreuzte die Rechnung und baute die Führung in wenigen Minuten auf sechs Tore aus. Mössingen schaffte es zu selten seine Angriffe auszuspielen und die gegnerische Abwehr auseinander zu ziehen. Hektik und fehlender Biss waren Ausschlag gebend für die Niederlage in der Tuttlinger Sporthalle. Nach kleiner Ergebnis-Korrektur am Ende der Hinrunde ein 30:25 auf der Anzeigetafel. Widmaier (8/3), Bach (3), Flammer (2), Bensch (4), Kuschmierz (1), Midinet (2), Schnitzer (1), Kurz (1), Hermann (1), Grothaus (1)

6.12.14 Spvgg Mössingen – TSV Altensteig II 31:21 (17:10): Einen verdienten Sieg fuhr die Sportvereinigung vor 350 Zuschauern gegen Altensteig ein. Nachdem die Gäste den Beginn der Partie bestimmt hatten, übernahm Mössingen Mitte der ersten Hälfte die Initiative und baute den Vorsprung dann sukzessive aus. Der Beginn der Partie war davon geprägt, dass beide Teams versuchten, sauber ihre Angriffshandlungen auszuspielen. Während aber das ersatzgeschwächte Team aus Altensteig traf, ließ Mössingen die nötige Konsequenz im Zug zum Tor vermissen und geriet deshalb auch mit 2:4 in Rückstand. Als man in der Defensive Bälle gewann, gelang ein erstes Ausrufezeichen, Bensch, Maier und Midinet konnten die erste Führung zum 5:4 erwerfen und zwangen die Gäste zur Auszeit. Diese verpuffte, die Sportvereinigung blieb am Drücker und konnte bis zur 21 . Minute auf 10:7 und dann auf 12:8 davonziehen. Vor allem das Tempospiel hinten raus funktionierte nun sehr gut, während sich Altensteig immer wieder mühen musste, Tore zu erzielen, machte Mössingen, gestützt auf einen gut haltendenden Friedrich Gückel, leichte Treffer mit hoher Geschwindigkeit hinten heraus. 17:10 stand es zur Halbzeit – ein Ergebnis, das zu diesem Zeitpunkt allerdings zu hoch ausfiel und nicht wirklich das Kräfteverhältnis auf dem Platz widerspiegelte. Aus genau diesem Grund war man auch gewarnt: Als Tim Grothaus nach wenigen Sekunden in der zweiten Halbzeit eine Zeitstrafe erhielt, hätte das Spiel kippen können. Die Gäste verkürzten auch auf 17:12, Mössingen reagierte aber, als man wieder in Gleichzahl war, stark: Zunächst erhöhte man auf 19:13, bevor man dann über geduldig herausgespielte Angriffe und eine sattelfeste Hintermannschaft bis zur 43. Minute vorentscheidend auf 23:14 davonzog. Das Aushilfs-Trainergespann Florian Seidel/Simon Schleich konnten im Anschluss eine ruhige zweite Halbzeit beobachten: Altensteig mühte sich und setzte auch immer wieder Nadelstiche, vor allem von der linken Seite wurde immer wieder Druck auf die Mössinger Abwehr ausgeübt. Letztlich konnte die Spvgg aber im Angriff immer wieder etwas dagegensetzen und blieb außerdem, weil Markus Bold im Tor auch einen guten Tag erwischte, über Gegenstöße immer wieder gefährlich. Letztlich siegte Mössingen im vom Gespann Naumann/Gloger souverän gepfiffenen Spiel, absolut verdient: Von beiden Torhütern bis zum letzten Feldspieler zeigte man insgesamt eine sehr gute Leistung - von der Höchstleistung auf der Tribüne abgesehen: Es war schlicht und einfach wieder eine tolle Stimmung am Samstag! Zum Feiern hatte man hinterher genug: Zum einen stand das Team zumindest für 24 Stunden an der Tabellenspitze der Landesliga. Zum anderen war Trainer Michael Gruber bei seiner Hochzeit auch erfolgreich – Maria und Michael sagten erfolgreich „ja“ und so konnte das Team im Anschluss ans Spiel ihren frischvermählten Trainer bei den Feierlichkeiten unterstützen.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (4), Philipp Widmaier (5/1), Tobias Bach (2), Lukas Flammer (2), Holger Bensch (5), Vincent Ehinger, Dominic Kuschmierz (3), Roman Midinet (6), Manuel Schnitzer (1), Heiko Herrmann (2), Tim Grothaus, Otto Laumer (1).

Spvgg Mössingen – TV Aixheim 27:21 (17:12): Mit einem verdienten Sieg sicherte sich die Sportvereinigung am Samstag zwei Punkte und steht urplötzlich auf Platz zwei der Landesliga-Tabelle.

Das Spiel begann mit einem sehr guten Start der Sportvereinigung: Sehr konsequent wurden die Angriffe ausgespielt, die Deckung stand sauber. Insgesamt mussten die Gäste sehr viel arbeiten für ihre Tore, während den Männern um Trainer Michael Gruber das Einnetzen leichter viel: Über 3:0 und 4:1 ging es bis auf 7:3 davon, die Gäste nahmen die Auszeit. Sie spielten nun ihre Angriffe geduldiger und strahlten vor allem aus dem Rückraum mehr Torgefahr aus. Mössingen, den Vorsprung im Rücken, schaltete im Innenblock einen Gang zurück und ermöglichte so dem TV das herankommen auf 9:7. Der erneut starke Philipp Widmaier, Florian Kurz und Tobias Bach stellten mit drei Toren in Folge den 5-Tore-Vorsprung wieder her , bis zum 17:12 in der Halbzeit hatte der auch Bestand. Aixheim kam dann besser aus der Kabine, verkürzte sofort auf 17:14, geriet dann aber in Unterzahl. Die Sportvereinigung nutzte diese eiskalt, 20:14. Vor 350 Zuschauern mühten sich die Gäste dann redlich, wussten auch z.B. immer wieder ihren Kreis freizuspielen: Letztlich hatte aber Mössingen doch immer noch eine Antwort und auch mehr Asse im Ärmel, bzw. die breitere Bank: Roman Midinet drückte mit zwei von insgesamt sechs Toren dem Spiel seinen Stempel auf, Florian Maier verwandelte außerdem zwei Mal eiskalt von Außen. Beim 26:20 war die Partie fünf Minuten vor Schluss entschieden. Letztlich siegte Mössingen verdient, es sollte aber nicht ignoriert werden, dass man sich doch das eine oder andere Mal einfach ausspielen ließ. Dass man am Ende nicht konsequent genug war, war schade. Man muss aber auch anerkennen, dass die Gäste 60 Minuten kämpften und auch aufgrund ihrer spielerischen Leistung zurecht zur oberen Hälfte der Landesliga gehören. Da darf man eben auch in den letzten Minuten keine Fehler leisten, die werden bestraft.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (3), Philipp Widmaier (5), Tobias Bach (1), Lukas Flammer (1), Holger Bensch (2), Vincent Ehinger (2), Dominic Kuschmierz, Roman Midinet (6), Manuel Schnitzer, Markus Bold, Florian Kurz (2), Heiko Herrmann (2), Tim Grothaus (3).

 

22.11.14 HSG Leinfelden/Echterdingen – Spvgg Mössingen 20:25 (10:16): Einen schwer erkämpften Auswärtssieg fuhr die Sportvereinigung auf den Fildern ein. Der Tabellenletzte bot einen großen Kampf, konnte letztlich aber den doppelten Punktgewinn für die Steinlachtäler nicht verhindern.

Vor Beginn der Partie war klar gewesen, dass die HSG im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel mit aller Macht auf den ersten Sieg drängen würde. Mössingen ging zwar schnell mit 0:2 in Führung, im Anschluss erspielten sich aber die Gastgeber die 5:3-Führung. Offensichtlich war zu diesem Zeitpunkt, dass auf beiden Seiten die Abwehrreihen sehr gut standen, mit einem leichten Übergewicht für die Spvgg auf der Torhüterposition. Wie so oft kam es dann in den sogenannten Sondersituationen zu wichtigen Weichenstellungen: In Unterzahl konnte Mössingen auf 5:7 davonziehen, bis zum 6:8 hielt dieser Vorsprung. In einer erneuten Unterzahl konnte Mössingen gar auf 6:11 wegziehen und obwohl sich die HSG redlich mühte, konnte das Team von Trainer Michael Gruber diesen Vorsprung bis zur Halbzeit noch auf 10:16 ausbauen. Grundlage hierfür war vor allem weiterhin die starke Defensive: Leinfelden/Echterdingen fand kaum einen Weg durch die Hintermannschaft der Spvgg – und dahinter stand immer noch ein stark haltender Friedrich Gückel.

Den Vorsprung von sechs Toren wollte man dann in der zweiten Hälfte möglichst früh sichern und so die zwei Punkte eintüten – es kam anders: Die HSG stellte eine gute Abwehr, Mössingen scheiterte nun außerdem mehrfach am sehr guten Torhüter und erzielte deshalb 8 Minuten lang kein Tor, von 11:17 kam der Tabellenletzte wieder auf 15:17 heran. Urplötzlich wurde es auch wieder laut in der Halle, Philipp Widmaier (zweifach) und Lukas Flammer konnten aber den Vorsprung von fünf wieder herstellen (15:20). Letztlich kam die HSG auch nur noch auf drei Tore heran (17:20). Die Sportvereinigung zeigte zwar nicht das Offensiv-Feuerwerk, konnte sich dafür aber immer auf eine sicher stehende Hintermannschaft verlassen und schaukelte die zwei Punkte nach Hause. Mössingen machte nicht das souveränste aller Spiele, sicherte sich aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung (alle Feldspieler erzielten Tore) zwei wichtige Punkte.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (2), Philipp Widmaier (7/2), Tobias Bach (1), Lukas Flammer (1), Holger Bensch (3), Vincent Ehinger (1), Dominic Kuschmierz (3), Roman Midinet (2), Manuel Schnitzer (1), Florian Kurz (1), Tim Grothaus (3/2).

 

16.11.14  Spvgg Mössingen – SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 31:28 (18:14): Mit einem letztlich verdienten Sieg sicherte sich die Sportvereinigung am Sonntag zwei wichtige Punkte.

Bis zum 3:3 blieb das Spiel ausgeglichen. Nun konnte Mössingen, das immer wieder auf das Tempo drückte, aus einer sicher stehenden Abwehr auf 6:3 davonziehen, beim 9:5 schien man schon auf der Siegerstraße, vor allem angetrieben durch die starken Ehinger und Widmaier. Doch die SG HCL steckte nicht auf, Tore durch Keller, Wiegmann und Benski ließen die Gäste wieder auf 10:9 herankommen. Die zahlreichen Zuschauer in der Halle sahen nun eine starke Sportvereinigung, die einen 871-Zwischenspurt einlegte, doch auch das 16:10 war noch kein ruhiges Polster, immer wieder war die SG aus dem Rückraum erfolgreich und konnte bis zum Seitenwechsel auf 18:14 verkürzen.

Der 4-Tore-Vorsprung blieb in der zweiten Halbzeit zunächst erhalten – es war eine merkwürdige Stimmung in der Steinlachhalle: Mössingen, von den Fans unentwegt angetrieben, versuchte vorne, souverän seine Tore herauszuspielen, war auch oft erfolgreich - war dann aber auch in der Abwehr manchmal einen Schritt zu inkonsequent, musste dann wieder Gegentreffer hinnehmen – so wankten die Zuschauer immer zwischen dem Gefühl des guten Vorsprungs und dem Risiko, doch wieder eine knappe Partie zu sehen. Beim 26:20 durch Roman Midinet endlich schien der Kittel geflickt – doch auch nun brachte sich Mössingen in Bedrängnis: 8 Minuten ohne Tor und weitere drei Minuten mit Fehlwürfen und es stand zwei Minuten vor Schluss nur noch 29:27. Letztlich setzten Lukas Flammer und Tim Grothaus die entscheidenden Tore, die Manndeckung und der siebte Feldspieler der Gäste brachten als taktische Maßnahme keinen Erfolg mehr. Den letzten Treffer erzielte Florian Kurz direkt vom Anspiel weg ins leere Tor.

Mössingen verbuchte mit diesem Spiel einen Arbeitssieg gegen einen Gegner, der aus dem Rückraum und vor allem über seinen besten Torschützen Michael Keller immer gefährlich blieb – letztlich Mössingen aber in der Breite unterlegen war.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Maier (3), Widmaier (10/4), Bach, Flammer (3), Bensch (1), Ehinger (4), Kuschmierz (1), Midinet (4), Schnitzer, Kurz (1), Laumer (1), Grothaus (3).

9.11.14 HSG Schönbuch – Spvgg Mössingen 32:23 (16:9) Im vermeintlichen Spitzenspiel der Landesliga zeigte sich nur eine Mannschaft in Höchstform: Die gastgebende HSG Schönbuch spielte Handball aus einem Guss, zeigte auch die deutlich giftigere und aggressivere Abwehr. Der Spitzenreiter gewann am Ende verdient – unterstrich mit dieser Leistung auch die Meisterschaftsambitionen.

 

Das Spiel begann mit der Führung für die Gastgeber (2:0) bevor Mössingen dreimal traf und selber mit einem Tor in Führung gehen konnte (2:3). Es sollte die letzte Führung für die Sportvereinigung bleiben: Die HSG ging auf dem Platz und auch auf den Rängen deutlich giftiger und bissiger ins Spiel, Mössingen ließ sich beeindrucken und agierte mutlos: Man verwarf kläglich, das bissige Spiel der Gastgeber führte zu Zeitstrafen, die Überzahl konnte nicht genutzt werden: Bis zu 17. Minute blieb man ohne Treffer, urplötzlich lag man 3:9 im Hintertreffen. Die HSG Schönbuch spielte dabei sehr diszipliniert und auch sehenswert, die Gastgeber zogen Tor um Tor davon, die Halbzeitführung von 16:9 ging auch in dieser Höhe in Ordnung.

Im zweiten Durchgang zeigte Mössingen, unterstützt von 80 mitgereisten Fans, dass man sich nicht hängen lassen wollte, bis zum 24:19 für Schönbuch konnte man auch verkürzen. Die 2-Minuten-Strafe für Florian Maier brach der Sportvereinigung aber das Genick: Die HSG nutzte ihre Überzahl, ging auf 27:19 davon, das Spiel war entschieden. Insgesamt ging die Niederlage in einem ansehnlichen Spiel vollkommen in Ordnung, auch in dieser Höhe. Bei beiden Mannschaften verteilten sich die Tore auf zehn Spieler, den herausragenden Spieler hatte aber der Gastgeber mit Sebastian Appelrath. Dass Mössingens Heiko Herrmann am Ende noch eine berechtigte rote Karte erhielt war dumm und für die Mannschaft sehr bitter. Michael Gruber sah das Spiel realistisch: „Wir haben einen guten Start in die Runde hingelegt, allerdings muss man eins ganz klar sagen: Bei den Großen der Liga können wir bisher auswärts nicht mithalten, das ist einfach so.“ In der nächsten Woche steht nun das schwere Heimspiel gegen die SG HCL vor der Tür – hier muss sich Mössingen von einer anderen Seite präsentieren.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (5), Philipp Widmaier (5/3), Tobias Bach (1), Lukas Flammer (2), Holger Bensch (1), Vincent Ehinger (3), Dominic Kuschmierz (2), Roman Midinet, Manuel Schnitzer (2), Florian Kurz (1), Heiko Herrmann (1), Tim Grothaus.

 

M1 mit Sieg im Bezirkspokal

 

1.11.2014 SG Nebringen/Reusten – Spvgg Mössingen 28:33 (16:13): Die erste Männermannschaft der Sportvereinigung erreichte nach einem spannenden Spiel die zweite Runde des Bezirkspokals. Nachdem man gegen die SG Nebringen/Reusten stark begann, lag man lange im Hintertreffen – gewann aber nach zehn starken Minuten in der zweiten Hälfte letztlich doch mit vier Toren – vielleicht etwas zu deutlich.

 Beide Teams waren ersatzgeschwächt ins Rennen gegangen, die Sportvereinigung konnte nur auf sieben „echte“ Männer-1-Spieler zurückgreifen. Es halfen mit Christopher Kern ein M2-Spieler aus, außerdem griffen mit Luis Barth, Robin Rath und Jonas Futter drei A-Jugendliche zum Ball. Florian Maier lief sich mit warm, aufgrund einer Fingerverletzung wurde er aber dann doch geschont.

 Das Spiel begann standesgemäß: Der Landesligist führte nach 10 Minuten mit 7:4. Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings Friedrich Gückel bereits mehrere „Freie“ der Gastgeber gehalten, das Ergebnis war jedenfalls nicht das Spiegelbild einer deutlichen Überlegenheit. Als Nebringen das Visier kalibriert hatte und ihr A-Jugend-Torwart Paul Schwarzlmüller anfing, hervorragend zu halten und Mössingen deshalb im Angriff Fehler um Fehler produzierte, änderte sich das Bild. Die Gastgeber legten einen 6:0-Lauf hin, auch eine Auszeit konnte diesen nicht unterbrechen und so führte die Gäu-SG urplötzlich mit 10:7. Diesen Drei-Tore-Vorsprung nahm das Team von Trainer Jens Hipp dann auch mit in die Kabine (16:13).

 Die zweite Hälfte begann direkt mit zwei technischen Fehlern auf Mössinger Seite und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Gastgeber ihre Führung zunächst bis auf 20:16 ausbauen konnten. Es ging nun ein Ruck durch das Team der Sportvereinigung, endlich zeigte man in der Abwehr den kämpferischen Einsatz, der den Handball in Mössingen auszeichnet: Mit vier Toren in Folge holte man aus einer nun sehr gut stehenden Defensive den Ausgleich - obwohl Nebringen noch einmal die Führung zurück erkämpfte, war nun die Initiative auf Mössinger Seite. Roman Midinet aus dem Rückraum, Lukas Flammer in mehreren kniffligen Situationen und Tobias Bach vom Kreis machten die wichtigen Tore. Und nach der ersten Mössinger Führung seit Minute 10 (26:27) kam die Stunde des A-Jugendlichen Luis Barth. Drei Tore in Folge und das Spiel war beim 26:30 entschieden.

 

Im vom Gespann Nüssle/Blau mit Linie gepfiffenen Spiel hatte am Ende Mössingen den längeren Atem und zog in die nächste Runde des Bezirkspokals ein.

 

Spvgg: Friedrich Gückel (Tor), Florian Maier (nicht eingesetzt), Luis Barth (7), Tobias Bach (3), Lukas Flammer (8), Vincent Ehinger (1), Christopher Kern, Roman Midinet (8), Manuel Schnitzer (3), Jonas Futter, Heiko Herrmann (2/1), Robin Rath.

 

25.10.14 Spvgg Mössingen – TSV Dettingen/Erms 28:27 (15:12): In einem hochintensiven Spiel gewann die Sportvereinigung am Samstag gegen die Gäste aus dem Ermstal. In einer von Anfang bis Ende temporeichen Partie wurde den über 500 Zuschauern in der proppevollen Steinlachhalle von beiden Mannschaften toller Handballsport geboten – mit einem Sieg für Mössingen, der am Ende knapp ausfiel, insgesamt aber verdient war. Die Fans beider Vereine sowie die Percussion-Band Bateria Bacana zauberten eine unfassbare Atmosphäre in die Halle.

Zum Spiel: Bis zum 8:8 wechselte die Führung ständig. Beide Mannschaften agierten hinten sehr kompakt, sie waren sehr gut auf die Auftakthandlungen des Gegners eingestellt, so wurden auch eingeschliffene Laufwege auf beiden Seiten immer wieder früh zugestellt – das Spiel war von Taktik geprägt. Mössingen konnte sich, als Dettingen die eigene Überzahl nicht ausnutzen konnte, zum ersten Mal auf zwei Tore absetzen und dann den Vorsprung in Gleichzahl bis auf 12:9 ausbauen. Auch weil Markus Bold im Tor der Sportvereinigung zwei Siebenmeter hielt, konnte dieser 3-Tore-Vorsprung nach Zwischenspurt Dettingen(13:12) bis zur Halbzeit gehalten werden (15:12). In der Pause begeisterte die Percussion-Band Bateria Bacana mit ihren Rhythmen, die Halle kam nicht zur Ruhe, man freute sich auf die zweite Hälfte: Die Gäste aus dem Ermstal, angetrieben von den mit ihnen angereisten Trommlern kamen besser aus der Kabine. Trainer Markus Stotz hatte für die Überzahl eine Manndeckung angeordnet, sie fruchtete: Urplötzlich führten die Gäste mit 18:19. Es hagelte nun auf beiden Seiten Zeitstrafen, das konsequent und mit Linie pfeifende Gespann Kommer/Stiedl ließ nicht mit sich spaßen: Zunächst setzte sich in der nun folgenden spielentscheidenden Phase Mössingen wieder auf 21:19 ab, Florian Maier erkämpfte sich einen Konter. In Gleichzahl konnte man auf 23:20 ausbauen und sich dann sogar bis zur 53. Minute auf 25:20 absetzen. Florian Kurz (Mössingen) erhielt die dritte 2-Minuten-Strafe, das Spiel hätte kippen können. Doch Dettingen verwarf einen Siebenmeter und konnte auch eine erneute Überzahl nicht nutzen: Die Anschlusstreffer durch Kramer und Klingler konterte Mössingen mit dem 27:23 durch Maier. Drei Minuten vor Schluss lag die Sportvereinigung mit 28:24 in Führung und eigentlich war der Käse gegessen. Dettingen, das wie Mössingen über 60 Minuten aufopferungsvoll kämpfte, konnte dann aufgrund zweier Fehlerwürfe der Gastgeber noch drei Mal einnetzen – unter dem Strich kam aber kurz nach dem 28:27 der Schlusspfiff. Die zwei Punkte blieben in Mössingen. Mössingens Trainer Michael Gruber war glücklich über die zwei Punkte, sah aber auch Handlungsbedarf: „Über die letzten vier Minuten wird noch zu reden sein“.

Alles in allem war der Abend wieder eine echte Werbung für den Handballsport – Dynamik, Tempo und auch sehenswerte Spielzüge zweier Teams, die sich auch körperlich ordentlich einschenkten – aber immer fair blieben. Mit einem Sieger, der diesmal Sportvereinigung Mössingen hieß.

Für die Sportvereinigung geht die Runde nun erst in zwei Wochen weiter, man reist zum Tabellenführer - die HSG Schönbuch hat sich nach den Spielen der letzten Wochen als Aufstiegskandidat Nr. 1 herauskristallisiert. Das wird schwer.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor); Hermann (3), Schnitzer, Bach, Schleich (8/2), Kurz (4), Widmaier (4), Ehinger(1), Midinet, Maier (5), Flammer, Kuschmierz, Grothaus (3).

TSV: Ellinghaus/Syrbe (Tor), Kussmann, Kramer (5), Schulz (1), Brodbeck (1), Beck (9/7), Hartl (3), Muckenfuß (2), Heine, Kästle(1), Euchner, Klinger (4), Wurster(1).

 

19.10.2014 HSG Albstadt – Spvgg Mössingen 31:26 (12:12): Bei der HSG Albstadt kassierte die Sportvereinigung eine verdiente Niederlage. Nachdem man in der ersten Halbzeit ständig in Führung lag und auch in der zweiten Hälfte gut startete, ist diese Niederlage zwar sehr ärgerlich – unter dem Strich hatte aber Albstadt die solidere Leistung gezeigt.

Die Gastgeber legten zu Beginn vor, 1:0, dann übernahm Mössingen die Initiative. Bis auf 6:9 konnte man aus einer sehr guten Defensive davonziehen, Albstadt nahm die Auszeit. Sie legten nun hinten eine Schippe drauf und Mössingen rannte sich immer wieder fest: Wenn man einmal Freie erspielen konnte, verwarf man teilweise kläglich. Bis zur Halbzeit hatte sich Albstadt herangekämpft und die 300 Zuschauer, davon die Hälfte aus Mössingen, konnten sich auf einen heißen Tanz gefasst machen.

Zunächst gerieten aber beide Teams in Unterzahl, beide Trainer erhielten in der 33. Minute die 2-Minuten-Strafe wegen fehlendem Abstand zum Schiedsgericht, eine Entscheidung, die man so auch treffen konnte. Als sich die Mannschaften wieder auf das Handballspielen konzentierten, legte zunächst immer wieder Mössingen vor: 13:14, 14:15, 15:16 – einzig nutzte man nicht die sich bietenden Chancen, um noch weiter davonzuziehen, und das rächte sich: Beim 16:16 legte die HSG einen 4:2-Lauf hin, Spvgg-Trainer Michael Gruber versuchte, diesen mit der Auszeit zu stoppen, es gelang nur bedingt: Der Abstand von vier Treffern hielt nur bis zum 27:23, Albstadt konnte sich, auch weil die Steinlachtäler im Angriff mit vielen technischen Fehlern die Bälle herschenkten, auf 31:24 davonziehen, das Spiel war entschieden.

Trainer Michael Gruber reichte ein Blick in die Statistik: „Wenn Du eine Wurfquote von weit unter 50% hast und dann noch 12 technische Fehler produzierst, dann kannst Du halt in Albstadt nicht gewinnen, Gratulation an die HSG“. Nach dieser zweiten Niederlage der Runde kommt es jetzt nächste Woche zum Duell mit dem TSV Dettingen/Erms, der nächste Geheimfavorit auf den Titel hat erst zwei Minuspunkte.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (3), Tobias Bach (5), Lukas Flammer (1), Holger Bensch (2), Vincent Ehinger (5), Dominic Kuschmierz (2), Roman Midinet (1), Manuel Schnitzer, Simon Schleich (1), Heiko Herrmann (1), Christoph Mayer, Tim Grothaus (5).

 

 

11.10.14  Spvgg Mössingen – SG H2KU Herrenberg II 34:27 (18:8): Einen völlig verdienten Sieg fuhr die Sportvereinigung gegen die Gäu-SG ein. Grundlage dafür legte man in den äußerst starken ersten 15 Minuten, doch wenn man ehrlich ist, muss man sagen: Das Spiel hätte auch kippen können, die Gäste zeigten eine sehr gute zweite Hälfte.

Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum, die Sportvereinigung zeigte die beste Anfangsphase seit Jahren: Zunächst musste man zwar das 0:1 hinnehmen. In der Abwehr verhinderte man dann aber aus agiler Arbeit heraus die Würfe aus dem Rückraum, Friedrich Gückel im Tor entschärfte außerdem drei Freie. Weil’s im Angriff so rund lief wie in der Abwehr gab es das fast perfekte Ergebnis, nach 15 Minuten führte Mössingen mit sage und schreibe 11:1, in der 22. Minute gar mit 13 Toren (16:3). Herrenberg nahm die Auszeit, und es deutete sich bereits gegen Ende der ersten Halbzeit an, dass die jungen Gäste nicht aufgeben würden. Mit Jakob Jung kam Schwung, der Emotional Leader der Herrenberger langte in der Defensive beherzt zu und sorgte dafür, dass Herrenberg wieder Zuversicht ausstrahlte. Mössingens Trainer Michael Gruber nahm die Auszeit, bis zum Seitenwechsel waren es dann auch nur noch 10 Treffer Abstand (18:8).

In der zweiten Hälfte kämpfte Herrenberg wacker, Mössingen tat sich im Angriff schwer und lud so die Gäste zu Gegenstößen ein, beim 22:16 und einer 2-Minuten-Strafe für Holger Bensch schien sogar die Wende im Bereich des Möglichen. In Unterzahl gelang aber den Männern aus dem Steinlachtal ein 3:0-Lauf (25:16), es wurde beim 27:17 eine Viertelstunde vor Schluss immer Unwahrscheinlicher, dass in der Steinlachhalle noch was passieren würde. Beim 31:22 fünf Minuten vor Schluss zweifelte dann niemand mehr am Sieg der Mössinger. Mit sehr starken 15 Minuten hatte man sich diesen Sieg auch verdient – steht zur Überraschung aller weiterhin an der Spitze der Landesliga-Tabelle.

Spvgg: Friedrich Gückel/Markus Bold (Tor), Florian Maier (5), Philipp Widmaier (4), Tobias Bach (4), Lukas Flammer (1), Holger Bensch (3), Vincent Ehinger (1), Dominic Kuschmierz (1), Roman Midinet (2), Manuel Schnitzer, Simon Schleich (10/2), Heiko Herrmann (1), Tim Grothaus (2).

 

 

 

5.10.14 TV Neuhausen/Erms II – Spvgg Mössingen 22:18 (8:8)

 

In einer torarmen Partie musste die Sportvereinigung die erste Niederlage der Runde hinnehmen. Sie war verdient, in ihrem Zustandekommen aber ärgerlich, weil man sich selber das Leben schwermachte.

Die Partei wogte in der ersten Hälfte hin- und her: Die knapp 80 Zuschauer sahen, dass sich keines der beiden Teams wirklich einen Vorteil erspielen konnte. Immer wieder gingen die Gastgeber in Führung, auch Mössingen konnte aber eins vorlegen, unterm Strich war damit das 8:8 zur Halbzeit auch durchaus angemessen.

Das Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht: Die Steinlachtäler taten sich sehr schwer mit der Deckung der Gastgeber, immer wieder produzierte man technische Fehler, leider wurden auch mehrfach freie Würfe verworfen. Der TVN indes schaffte es auch nicht, davonzuziehen, 16:16 stand es in der 49. Minute. Nun nutzten die Ermstäler eine Überzahl zur ersten 2-Tore-Führung (18:16), konnten über 19:17 bis auf 21:17 davonziehen, die Vorentscheidung war gefallen.

Mössingens Trainer Michael Gruber analysierte knapp und sachlich: „Das war heute ein gebrauchter Tag. Wenn Du dermaßen viele Freie verwirfst und so viele einfach Fehler machst, dann kannst Du nicht gewinnen. Gratulation an Neuhausen, das war völlig verdient“.

Mössingen bleibt aufgrund der weiteren Ergebnisse völlig überraschend an der Tabellenspitze, Neuhausen kann ein vorzeitiges Absinken in den Tabellenkeller verhindern.

Spvgg: Gückel/Bold (Tor), Maier, Flammer, Bensch (1), Ehinger(1), Kuschmierz (3), Midinet (4), Schnitzer, Schleich (1), Kurz (4/4), Hermann (2), Grothaus (2), Widmaier.

 

3.10.2014 Sportvereinigung Mössingen - Vfl Pfullingen II 31:20 (14:10)

 

Im Lokalderby zwischen Mössingen und Pfullingen, das zudem Duell der beiden einzigen ungeschlagenen Teams in der Landesliga 2 war, behielten die Hausherren mit 30:21 ihre weiße Weste. Die ersten 15 Minuten verliefen ausgeglichen. Mössingen legte vor und Pfullingen zog trotz einer äußerst dünnen Personaldecke nach. Das 6:6 war allerdings das letzte Unentschieden, das die Gäste herauswerfen konnten. Ein starker Markus Bold (mit über 50% gehaltenen Bällen) und eine besser werdende Chancenverwertung brachten der SpVgg die

14:10

Halbzeitführung. Dieser Vorsprung wurde Anfangs des zweiten Durchgangs sicher verwaltet. Nach zehn gespielten Minuten legte Mössingen einen Zahn zu. Angetrieben durch die Paraden ihres Keepers und das aufopferungsvoll anfeuernde Commando Steinlach setzte sich die Spvgg erstmals auf sieben Tore ab. Als Neuzugang Tim Grothaus das 26:18 markierte waren dann noch acht Minuten zu spielen. Der Wille der ersatzgeschwächten Gäste war längst gebrochen. Beim 30:20 lagen sich Anhänger und Ersatzbank bereits in den Armen. 'Wir werden jetzt nicht abheben und wissen den Sieg einzuordnen' sagte Trainer Michael Gruber nach dem Spiel. Dennoch dürfte der erfolgreiche Heimspieltag und der 6:0-Run seinen Jungs eine ordentliche Portion Selbstvertrauen für das Sonntagsspiel in Neuhausen geben.

27.9.2014 Böblingen-Sindelfingen - Mössingen 22:26 (11:11)

Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung hat die Spvgg Mössingen den ersten Auswärtssieg eingefahren. Die Jungs um Trainer Michael Gruber erwischten den besseren Start. Ein variables Angriffsspiel und eine solide
Abwehr waren der Grundstein dafür, dass man sich in der ersten Viertelstunde auf 5:9 absetzen (2:2; 3:5) konnte. Mehrere Zeitstrafen und unkonzentrierte Abschlüsse brachten Böblingen nun immer besser ins Spiel. Die beiden
Rückraum-Akteure Nico Kuppinger und Stefan Trunk (beide 6 Tore) bereiteten der Mössinger Defensive immer wieder Probleme. In der 28. Minute konnten die Gastgeber erstmals in Führung gehen. Philipp Widmaier schaffte den Ausgleich und so ging es mit 11:11 in die Kabinen. Auch in der zweiten Halbzeit erwischte Mössingen den besseren Start. Man konnte zwar eine doppelte Überzahl nicht entscheidend nutzen, setze sich aber bis zur 40.Minute auf 14:17 ab. Die Abwehr stand wieder und hatte die Böblinger Schützen besser im Griff.  Die Auszeit durch Heim-Coach Klaus Wanner fruchtete allerdings, seine Spieler schafften den 21.22 Anschluss. Nun blieb die Spvgg sieben Minuten ohne Gegentor, spielte die Angriffe konzentriert aus und setzte sich durch das Tor von Simon Schleich entscheidend ab. Am Ende stand ein 22:26 auf der Anzeigetafel und die Spieler, sowie die lautstarken, mitgereisten Fans feierten den 4:0-Start in die Landesliga-Saison.

 

21.9.2014: Spvgg Mössingen – TSV Grabenstetten 27:26 (12:12):

In einer sehr intensiv geführten Partie gewann die Sportvereinigung vor 500 Zuschauern mit 27:26.

Der Einstand von Trainer Michael Gruber gelang: Mit 1:0 und 2:1 waren seine Männer in Führung. Allerdings konnten dann die Gäste, in der vergangenen Saison aus der Württembergliga abgestiegen, davonziehen: Über eine robuste, harte aber faire Abwehr, konnten sie ein 6:3 vorlegen und zwangen die Spvgg zur Auszeit. Diese fruchtete, beim 8:8 war der Ausgleich geschafft. Vor allem die Mössinger Abwehr stand nun und man kam über das Tempospiel zum Erfolg. Die Partie wogte nun hin und her, das Unentschieden zur Halbzeit entsprach dem bisherigen Spielverlauf. Nach dem Seitenwechsel war Mössingen am Drücker: Immer wieder brachte man die Gäste aus Grabenstetten ins Zeitspiel, allerdings schaffte man es oft nicht, die freien Gegenstöße zu versenken. Die Höllablitze bedankten sich: In der zerfahrenen Phase bis zur 46. Minute gingen sie auch immer wieder in Führung, vor allem Fabrizio Mosca traf nach Belieben aus dem Rückraum. Der eingewechselte Philipp Widmaier brachte dann Mössingen zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung (25:23), die heimischen Fans sahen die Punkte schon im Sack. Die Gäste drehten aber noch einmal auf, konnten noch auf 26:25 verkürzen. Das 27:25 durch Lukas Flammer schien die Vorentscheidung, aber auch das war noch nicht das Ende vom Lied. Der TSV verkürzte noch auf ein Tor und hatten einen Angriff. Dieser ging aber ins Leere, Mössingen gewann nach hartem Kampf glücklich.

Spvgg: Markus Bold/Friedrich Gückel  (Tor), Philipp Widmaier (2), Tobias Bach Lukas Flammer (2) Holger Bensch (2),  Vincent Ehinger (3), Dominic Kuschmierz (2), Roman Midinet, Simon Schleich (7/2),  Tim Grothaus. Florian Maier (5), Florian Kurz,  Heiko Herrmann (4),

Archiv 13-14

06.04.2014, HSG Ostfildern – Spvgg Mössingen 24:17 (12:8):

 

Eine verdiente Niederlage gab es am Sonntag für Mössingens Landesliga-Mannen bei der HSG Ostfildern – sie bleibt aber ohne Konsequenzen, die wichtige Nachricht des Wochenende war eine andere: Durch das Unentschieden der HSG Rottweil gegen die TG Nürtingen bleibt die Sportvereinigung in der Landesliga. Mössingen hat nun zwei Punkte Vorsprung vor Rottweil und den direkten Vergleich gewonnen – damit ist man durch.

Das Spiel in Ruit am Sonntag wurde mit Vollgas angegangen: Zwar waren mit Philipp Mayer und Holger Bensch zwei Spieler kurzfristig erkrankt, trotzdem wollte man einen sauberen Abgang hinlegen. Es war das letzte Spiel für Routinier Christoph Ehamnn, der nach 15 Jahren seine Handballschuhe an den Nagel hängt, auch Trainer Florian Seidel hatte seine Abschiedsvorstellung. Die Partie war dann von den Abwehrreihen geprägt: In der 12. Minute stand es sage und schreibe 2:2, die Frage war: Wer beginnt hier zuerst das Torewerfen? Zum Leidwesen der mitgereisten Mössinger Fans waren es die Gastgeber, 10:5 stand es in der 21. Minute, die Führung von 12:8 für Ostfildern ging absolut in Ordnung.

In der zweiten Halbzeit tat sich Mössingen weiterhin vor allem im Angriff schwer: Ostfildern stellte eine starke 6:0 auf die Platte, konnte Tor um Tor davonziehen. Beim 21:12 war das Spiel entschieden, die Sportvereinigung konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, unter dem Strich blieben die Punkte verdient in Ostfildern. Bitter für Mössingen, dass sich Philipp Widmaier in der 51. Minute, als eigentlich schon alles erledigt war, bei einer unglücklichen Abwehraktion schwer an der Nase verletzte und auf direktem Weg in die Klinik musste. Das Ergebnis ging dann in Ordnung, Trainer Seidel war aber mit dem Zustandekommen nicht zufrieden: „Wenn man dermaßen viel Freie verwirft, und das teilweise kläglich, dann ist das bitter. Außerdem müssen wir bei unserer Firepower viel mehr aus dem Rückraum treffen. Alles in allem bin ich gottfroh, dass wir’s endlich geschafft haben. So viel Punkte hatten wir noch nie in der Landesliga und wir haben sie auch sehr früh geholt – damit hat in dieser starken Liga Einiges funktioniert, was wir uns vorgenommen hatten.“

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (3), Philipp Widmaier (1), Tobias Bach, Otto Laumer, Vincent Ehinger (4), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (2), Simon Schleich (5/2), Florian Kurz.

29.03.2014, Spvgg Mössingen – TV Neuhausen/Erms 2: 27:32 (10:13):

 

Einen Abend zum Vergessen gab es am Samstag in der Mössinger Steinlachhalle: Die Chancen auf den Nicht-Abstieg sind für den Rest der Runde rapide gesunken, die Sportvereinigung muss sich nun auf ein Handball-Wunder oder die Konkurrenz verlassen.

Mössingen begann souverän, 5:2 war die Führung nach 8 Minuten, Gäste-Trainer Thomas Dangel nahm die Auszeit, und sie fruchtete: Neuhausen machte 8 Tore in Folge, 5:10 stand es urplötzlich aus der Sicht der Gastgeber. Bis zum Seitenwechsel kämpfte man sich zwar wieder heran, die Souveränität der ersten Minuten war aber verflogen. Nach dem Seitenwechsel kam Mössingen wieder auf, 11:13, warf nun aber drei Mal in Folge gegen den Pfosten, Neuhausen dagegen traf und führte mit 12:18. Die Sportvereinigung gab sich nicht auf: Beim 19:21 wurde aber wieder mehrfach leichtfertig der Ball vergeben, 20:26. Wieder kam man auf, 25:27, in der nun folgenden Crunchtime zeigte sich Mössingen aber verängstigt. Anstatt die freien Würfe reinzumachen, toppte man die Fehlwürfe noch mit Fehlpässen und schwachen 1:1-Aktionen. Die Gäste bedankten sich, ihre Fans konnten sich noch über die entnervten Mössinger Spieler lustig machen – eine ganz bittere Situation in der Steinlachhalle. 400 Fans mussten dann mit ansehen, wie der TVN am Ende völlig verdient gegen eine absolut verunsichert wirkende Spvgg gewann. Nach der Verabschiedung von Trainer Florian Seidel und Christoph Ehmann, der nach 15 Jahren seine Handballschuhe an den Nagel hängt, folgte dann die weitere Hiobsbotschaft: Rottweil kämpft weiter wacker und rückt mit einem Sieg in Pfullingen der Sportvereinigung mit 3 Punkten auf die Pelle. Rottweil hat nun mit Spielen zu Hause gegen Nürtingen und auswärts in Aixheim weiter die Chance, aufzuholen. Mössingen hat nun nur noch ein Auswärtsspiel, beim äußerst heimstarken Tabellenzweiten aus Ostfildern, die Chancen auf einen Sieg dort sind sehr gering. Trainer Florian Seidel gibt nicht auf: „Wir haben nur noch einen Strohhalm, aber an den klammern wir uns mit aller Macht – jetzt muss uns halt ein Handball-Wunder helfen“.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold/Friedrich Gückel (Tor); Philipp Widmaier, Tobias Bach (2), Otto Laumer (1), Vincent Ehinger (9), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (2), Manuel Schnitzer (2), Simon Schleich (5/1), Philipp Mayer (2), Florian Kurz (2/1).

22.03.2014, HSG Böblingen/Sindelfingen – Spvgg Mössingen 29:37(13:20):

 

Einen verdienten Sieg fuhr die Sportvereinigung in der Böblinger Murkenbachhalle ein. Nach ausgeglichenem Beginn legte man dabei mit einem 8:0-Lauf den Grundstein für eine Führung, die man dann 45 Minuten lang verteidigen musste – unter dem Strich stand ein immens wichtiger Sieg, der aber leider immer noch nicht den Klassenerhalt bedeutet.

Die Hiobsbotschaften rissen am Samstag nicht ab: Zu den abwesenden Manuel Schnitzer und Christoph Ehmann kamen kurzfristig die grippekranken Lukas Flammer, Philipp Widmaier und Sebastian Birk. Mit großem Kampf wollte man diese Problematik wettmachen. Zunächst konnte sich keines der beiden Teams in den Vordergrund spielen: Die Gastgeber hatten allerdings gefühlt die Initiative: Sie standen hinten sehr gut, Mössingen lief sich fest und kassierte folgerichtig Gegenstöße. Der stark haltende Jan Meyer hielt seine Farben im Spiel und damit Mössingen auf Schlagdistanz. Die entscheidende Phase der ersten Halbzeit begann beim Stand von 8:7 für die HSG. Die Spvgg stand nun hinten bombenfest und traf vorne, beim 8:11 nahm HSG-Trainer Markus Schmid die Auszeit – sie änderte nichts. Tor um Tor zog Mössingen davon, erst beim 15:9 gelang den Gastgebern wieder ein Treffer, den Abstand nahm man auch mit in die Kabine (20:13). Natürlich wollten die Gastgeber vor 300 Zuschauern nicht aufgeben, sie kamen mit viel Elan aus der Pause und verkürzten sofort auf 21:16. Doch auch die Sportvereinigung fand wieder den Weg in Richtung Tor, beim 20:28 waren es wieder acht Treffer Vorsprung. Nun stellte Böblingen/Sindelfingen um, die Abwehr nahm permanent ein bis zwei Mössinger Angreifer in Manndeckung, zur Freude der 100 mitgereisten Gästefans fanden aber die übrigen Spieler immer wieder den Weg in Richtung Tor oder den freistehenden Kreisläufer. Beim 26:34 war fünf Minuten vor Schluss die Partie entschieden. Den Klassenerhalt hat man aber noch nicht in trockenen Tüchern, da die HSG Rottweil überraschend den Tabellenzweiten schlug. Trainer Florian Seidel warnt weiter: „Das war heute ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft– klar ist, dass wir mit 19 Punkten leider noch nicht auf der sicheren Seite sind“.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold/Friedrich Gückel (Tor), Simon Schleich (6), Tobias Bach (6/2), Holger Bensch (8), Vincent Ehinger (5), Dominic Kuschmierz (2), Fabian Dietrich, Philipp Mayer (4), Florian Kurz (3/1), Otto Laumer (3).

15.03.2014, Spvgg Mössingen – HSG Rottweil 30:27 (16:16):

 

In einer hochintensiven Partie gewann die Sportvereinigung am Samstag gegen die HSG aus Rottweil. Nach starkem Beginn der Gäste erlebten die 600 Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, in dem beide Teams abwechselnd in Führung waren – und in dem Mössingen am Ende der glückliche Sieger war. Durch den doppelten Punktgewinn konnte man sich auf fünf Punkte von den Abstiegsrängen absetzen.

In den ersten fünfzehn Minuten der Begegnung dominierten die Gäste: Vom 3:3 konnten sie sich bis auf 3:9 absetzen, beim 4:10 waren es sechs Tore Abstand – nach Belieben traf die HSG aus dem Rückraum, spielte mit viel Bewegung, Mössingen war zu passiv und verwarf im Angriff kläglich. Auch die Auszeit von Heimtrainer Seidel war verpufft. Nach der in diesem Abschnitt gezeigten Leistung gab wohl kein Zuschauer auch nur einen Pifferling auf Mössingen.

Über eine Steigerung in der Defensive fand die Sportvereinigung dann aber doch ins Spiel: Tor um Tor wurde aufgeholt, neben dem geduldigen Spiel im Angriff, das für Tore sorgte, war man auch über Gegenstöße erfolgreich: Zunächst verkürzte man bis auf 8:10, nach Auszeit Rottweil zeigte die HSG zwar noch einmal Initiative (9:13), bis zum Halbzeitpfiff schaffte es aber Mössingen, sich das Unentschieden zu erarbeiten (16:16).

In Überzahl ging Mössingen in die zweite Halbzeit, erzielte beim 17:16 auch sofort die erste Führung, konnte sie auch auf 19:17 ausbauen. Da man die Gäste über eine starke Abwehrarbeit immer wieder im Zeitspiel hatte, war in dieser Phase gefühlt das Momentum auf Mössinger Seite. Allerdings verwarf man leichtfertig und ließ Rottweil auch in Zeitspiel immer wieder unbedrängt werfen. Zusätzlich gelangte man mehrfach in Unterzahl und da ließen sich die Gäste nicht zweimal bitten: Urplötzlich führten sie mit 20:23. Mit einer kämpferischen Höchstleistung konnte man allerdings eine Erhöhung des Abstandes verhindern, in Gleichzahl wurde wieder auf ein Tor verkürzt. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, die Fans beider Lager sorgten dafür, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand: 23:24 führten die Gäste, Mössingen produzierte einen Wechselfehler, Rottweil dezimierte sich aber auch durch eine Zeitstrafe. Es war die Defensive der Sportvereinigung, getragen von einem stark aufspielenden Torhüter Markus Bold, die den Ausschlag machte. Rottweil gelang zunächst kein Tor mehr, Mössingen konnte mit 26:24 in Führung gehen. Rottweil verkürzte (26:25), zwei weitere Treffer schienen wie eine Vorentscheidung (28:25). Die Gäste gaben aber nicht auf, sie gingen nach Auszeit auf die offene Manndeckung und wären damit fast erfolgreich gewesen, auch weil die Sportvereinigung zwei Mal fahrlässig völlig freie Würfe vergab (28:27). Mit beendeter Torflaute (29:27) war dann das Spiel 50 Sekunden vor Schluss entschieden. In einer harten aber immer fairen Partie siegte Mössingen, die Erleichterung auf Mössinger Seite war greifbar in der Steinlachhalle. Vor den letzten drei Spielen hat man nun eine etwas bessere Ausgangslage, gewonnen ist allerdings noch nichts. Zum einen kann man davon ausgehen, dass Rottweil mit der gezeigten bärenstarken Leistung noch einige Spiele gewinnt. Zum anderen ist allen Beteiligten noch der Abstieg vor zwei Jahren vor Augen, als man sich auch schon am sicheren Ufer wähnte. Trainer Seidel: „Wir sind durch, wenn wir rechnerisch nicht mehr eingeholt werden können, vorher nicht, basta.“

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (1), Philipp Widmaier, Roman Midinet (4), Tobias Bach (2/1), Lukas Flammer (3), Holger Bensch (5), Vincent Ehinger (2), Dominic Kuschmierz (3), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (4/3), Philipp Mayer (1), Florian Kurz (4).

8.03.14, HSG Fridingen-Mühlheim – Spvgg Mössingen 31:23 (16:9):

 

Beim designierten Meister gab es für die Sportvereinigung am Samstag nichts zu holen, nach schwacher Leistung verlor man verdient.

Die Gastgeber legten ersatzgeschwächt los wie die Feuerwehr, 4:0 stand es bereits nach wenigen Minuten. Mössingen holte aber auf, nach 12 Minuten stand es 6:5 für Fridingen/Mühlheim. Es waren die technischen Fehler im Angriff, welche Mössingen in Halbzeit Eins in der Folge einen hohen Rückstand bescherten: 8 Gegenstöße zählte man in der ersten Hälfte, der Vorsprung für die Gastgeber war mit 16:9 auch in dieser Höhe verdient. Die Sportvereinigung, ersatzgeschwächt, im Abstiegskampf, also mit dem Rücken zur Wand, wollte nicht aufgeben: Bis auf 19:16 kam man nach der Halbzeit auch heran, das Feuer war aber schnell verpufft. Die Gastgeber wechselten wieder die ersten sechs ein: Mössingen verwarf zweimal, bekam zwei Gegentreffer vom Kreis aus dem Kreis – und wenn man derart unsouverän spielt, kann man diese Nackenschläge eben nicht wegstecken. Die Steinlachtäler bewiesen Moral, man steckte nie auf und konnte die Niederlage einigermaßen in Grenzen halten, Die beim 27:18 war zehn Minuten vor Schluss das Spiel entschieden, das einzig Positive am Endergebnis vom 31:23 war, dass man mit einer Leistung, die phasenweise unheimlich schwach war, normalerweise mit 15 Toren verliert – und dagegen stemmte man sich.

In der nächsten Woche nun kommt es zum Abstiegsendspiel, wenn die Mannschaft der letzten Wochen, nämlich die HSG Rottweil, in der Steinlachhalle zu Gast ist.

Spvgg: Jan Meyer/Friedrich Gückel (Tor), Fabian Dietrich (2), Philipp Widmaier (4), Tobias Bach, Holger Bensch (1), Vincent Ehinger (5), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (3), Philipp Mayer (1), Florian Kurz (3), Sebastian Müller (2).

22.02.2014, Spvgg Mössingen – SV Magstadt 31:24 (16:12):

 

Gegen den SV Magstadt gewann die Sportvereinigung Mössingen nach einem schwachen Beginn doch noch verdient. Die Vorzeichen waren personell äußerst schlecht, mit Lukas Flammer hatte sich ein weiterer Spieler kurzfristig krank gemeldet – insgesamt fehlten sieben Akteure, für sie sprangen Spieler aus der zweiten Mannschaft in die Bresche.

Die Gäste begannen mit viel Tempo und Elan, legten mit 2:5 einen sehr guten Start hin, es hätten noch mehr Treffer sein können, wären nicht zwei Gegenstoßpässe im Aus gelandet. Die Sportvereinigung zeigte sich nervös, man erkannte in der Körpersprache der Spieler die Bedeutung der Partie, die ja bekanntlich gewonnen werden musste. Magstadt spielte weiterhin druckvoll, Mössingen hinkte hinterher, beim 9:12 war Spvgg-Trainer Seidel zur Auszeit gezwungen. Er fand offensichtlich die richtigen Worte, beginnend mit einer 6:4-Überzahl, die konsequent genutzt hatte, legte Mössingen einen 7:0-Lauf hin, ging überraschend mit einer Führung in die Halbzeit, das hätte in der 22. Minute wohl niemand erwartet. Und auch nach dem Seitenwechsel machte Mössingen die ersten 4 Treffer, 20:12 stand es in der 35. Minute. Die Gäste steckten nicht auf, sie waren beim 23:19 wieder auf Tuchfühlung, stellten vor allem mit ihrer Defensive den Angriff der Steinlachtäler immer wieder vor schwere Aufgaben. Letztlich war es die eigene Deckung, die für Mössingen das entscheidende Übergewicht brachte: Über einfache Ballgewinne und dann auch das Tempo hinten heraus konnte man sich wieder auf 28:20 absetzen, 5 Minuten vor Schluss war damit die Partie entschieden. Mössingen gewann verdient, wenn auch die Höhe des Ergebnisses etwas hoch ausfiel.

Leider änderte sich aufgrund der übrigen Ergebnisse nichts am Abstand zu den Abstiegsplätzen, Mössingen ist weiterhin zum Siegen verdammt.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold/Friedrich Gückel (Tor), Christopher Kern, Otto Laumer (2), Tobias Bach (3/1), Florian Höhner, Holger Bensch (2), Vincent Ehinger (1), Dominic Kuschmierz (3), Christoph Ehmann (6), Manuel Schnitzer (4), Philipp Mayer (3), Florian Kurz (7/1).

15.02.2014, Vfl Kirchheim/Teck – Spvgg Mössingen 24:23 (12:15):

 

Gegen die mit aller Macht gegen den Abstieg kämpfenden Kirchheimer erlitt die Sportvereinigung einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Nachdem man das Spiel 50 Minuten lang kontrolliert hatte brachte man sich selber um den Lohn der Arbeit – durch zehn schwache Minuten schenkte man den Gastgebern zwei wichtige Punkte.

Die Partie begann ausgeglichen, technische Fehler auf beiden Seiten belegten, dass beide Teams großen Respekt vor der Wichtigkeit der Partie hatten. Mössingen kam ab dem 5:5 besser ins Spiel, erzielte leichte Tore und stand auch in der Defensive gut, das Resultat war eine 3-Tore-Führung, die vom 12:9 bis zum 15:12 zur Halbzeit auch gehalten wurde.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte man sich zunächst souverän und hatte alle Trümpfe in der Hand: Beim 21:18 geriet man sogar in 6:4 Überzahl, die 30 mitgereisten Fans trauten aber ihren Augen kaum: Diese Überzahl ging 0:1 verloren und die Gastgeber waren wieder im Spiel, Mössingen gab in dieser Phase durch fahrlässiges Spiel die große Chance aus der Hand entscheidend davonzuziehen. Es wechselte sich nun auch Kirchheims Spielertrainer Eisenbeil im Tor ein, er trug durch seine Paraden maßgeblich dazu bei, dass die Gastgeber immer näher herankamen. Es war aber auch die Sportvereinigung, die teilweise kläglich vergab und im 1:1 zu lasch arbeitete, im Angriff wie in der Abwehr. Nichtsdestotrotz war Mössingen 5 Minuten vor Schluss mit 22:20 in Führung. In Unterzahl wurde undiszipliniert verworfen, man produzierte technische Fehler und zeigte sich kopf- und führungslos. Kirchheim holte auf, erzielte den Führungstreffer, auch eine Mössinger Auszeit brachte 30 Sekunden vor Schluss nicht mehr die Wende. Die Gastgeber freuten sich über einen mit großem Engagement erkämpften Punkt – in einem hart aber fair geführten Spiel, das die Schiedsrichter souverän leiteten. Kirchheim rückt mit dem Sieg bis auf 4 Zähler an Mössingen heran und hat den direkten Vergleich gewonnen. Dem Vfl reichen zwei weitere Siege, um die Spvgg zu überholen.

Mössingens Trainer Florian Seidel war stark verärgert: „Wie wir das Ding aus der Hand geben war absolut fahrlässig. Kompliment an die Gastgeber, die nie aufgegeben habe – wir benötigen für den sicheren Nicht-Abstieg meiner Meinung nach noch 6 Punkte – wir müssen endlich anfangen, diese Zähler zu holen.“ Die nächste Chance dazu ergibt sich nächste Woche, wenn das Schlusslicht aus Magstadt nach Mössingen kommt, das allerdings diese Woche mit einem starken Ergebnis gegen Ostfildern aufhorchen ließ – der nächste Krimi wartet also bereits.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (3), Philipp Widmaier (2), Roman Midinet (4), Tobias Bach (4/2), Lukas Flammer, Holger Bensch (1), Florian Kurz (3), Vincent Ehinger (2), Dominic Kuschmierz (3), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (1), Philipp Mayer.

Spvgg Mössingen – SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 29:33 (14:12):

 

Im Vierpunktespiel unterlag die Sportvereinigung den Gästen verdient. Nachdem man stark begonnen hatte, gab man nach und nach das Spiel aus der Hand und startete mit einem herben Rückschlag in die Wochen der Wahrheit.

Die Sportvereinigung begann furios: 5:1 und 6:2 waren die Zwischenstände, bevor es zum wohl auch langfristig schwächenden Knackpunkt kam. Simon Schleich knickte um, mit ihm fehlte für den Rest der Partie einiges an Feuerkraft aus dem Rückraum. Es waren nun aber auch die Gäste, die immer besser in die Partie kamen: Vor allem Michael Keller, der am Ende insgesamt 14 Feldtore auf dem Konto haben sollte, drehte nun auf. Er traf fast nach Belieben und auch aus allen Situationen: Bei 9:10 hatten die Gäste die erste Führung, Mössingen stabilisierte sich allerdings, ein wiedererstarkter Dominic Kuschmierz warf seine Farben mit vier Treffern in der ersten Hälfte in Führung, der Halbzeitstand von 14:12 war durchaus verdient.

Zunächst konnte Mössingen diese Führung im zweiten Durchgang verteidigen. Dabei überstand man eine Unterzahl mit großartigem Kampf und hatte eigentlich beim 21:19 die Partie noch unter Kontrolle: Es war nun das Angriffsspiel, das stockte. Es stellten sich gegen die sehr gute stehende Defensive der Gäste einfach zu viele technische Fehler ein, außerdem bekam man in der Abwehr meist keinen Zugriff, so übernahm die SG aus dem Scharzwald die Führung, Mössingen hechelte hinterher. Beim 28:32 kurz vor Schluss war die Partie zugunsten der Gäste entschieden. Sie gewannen die Partie aufgrund der starken Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte durchaus verdient, sie stellten in Keller auch den herausragenden Spieler der Partie. Die Sportvereinigung hat nun mit dem Auswärtsspiel beim Vfl Kirchheim nächste Woche einen Abstiegskrimi vor Augen, die Leistung vom Wochenende darf man so nicht wiederholen, wenn man unter der Teck punkten will.

Spvgg: Markus Bold/Jan Meyer/Friedrich Gückel, Sebastian Birk (4), Philipp Widmaier (2), Tobias Bach (5/3), Lukas Flammer (3), Holger Bensch (3), Sascha Gluns, Vincent Ehinger (1), Dominic Kuschmierz (6), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (1), Simon Schleich (3).

01.02.2014, TV Aixheim – Spvgg Mössingen 30:21 (14:14):

 

Beim TV Aixheim setzte es für die Sportvereinigung eine verdiente Niederlage. Bis zur Halbzeit war man selber der Impulsgeber gewesen, die Gastgeber liefen einem Rückstand hinterher. Nach dem Seitenwechsel ließ Mössingen sich beeindrucken und zeigte Angsthasenhandball.

Es entwickelte sich von Anfang an ein munteres Spiel, die Gastgeber überzeugten mit hohem Tempo hinten raus, Mössingen spielte ersatzgeschwächt vorne überlegt und schloss auch souverän ab. Leider konnte Sebastian Birk nach 5 Minuten nicht mehr spielen, Tobias Bach kam wegen einer Sprunggelenksverletzung nur für Siebenmeter, trotzdem spielte man gut: Ein stark haltender Jan Meyer ergänzte die ordentliche Leistung der Mössinger in der ersten Halbzeit – einziger Wehrmutstropfen war, dass man sich nicht absetzte, obwohl mehrfach die Möglichkeit dazu vorhanden war.

Was in der zweiten Halbzeit passierte war ein Offenbarungseid: Zum einen begab man sich im Angriff immer wieder in Zweikämpfe und verließ die eigene spielerische Linie. Zum anderen haderte das Team mit sich, den Schiedsrichtern und den Beleidigungen von der Tribüne. Wenn man sich in der hitzigen Atmosphäre beim TV Aixheim auf diese Nebenschauplätze begibt, dann bekommt man keinen Fuß auf den Boden, die Sportvereinigung ist nicht die erste Mannschaft, die das erfahren durfte. „Dass wir in dieser Phase derart unprofessionell agiert haben, zeigt, dass wir einfach noch nicht die Mannschaft sind, die wir gerne wären“ zeigte sich Trainer Florian Seidel desillusioniert. Er trug aber auch seinen Teil dazu bei: Als der gegnerische Rechtsaußen beim25:19 zum Wurf kam, beim Ausholen ohne Harz den Ball verlor und es dafür einen Siebenmeter gegen Mössingen gab, echauffierte sich Seidel (der kein Foul gesehen haben wollte) derart, dass es eine berechtigte 2-Minuten-Zeitstrafe gab. Seine Bitte, eine Frage an die Schiedsrichter stellen zu dürfen, resultierte in einer roten Karte. Mössingen ließ sich nun vollends gehen, Aixheim lief einen Konter nach dem anderen und siegte am Ende verdient, die Sportvereinigung schlich sich unter den Schmähgesängen des gastgebenden Fanblocks aus der Halle. „Die zweite Halbzeit war ein großer Rückschritt. Aixheim hat vollkommen verdient gewonnen“ so Trainer Seidel. Nächste Woche empfängt man die SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell, ein ganz entscheidendes Spiel um die Frage, wer endgültig hinten drinhängt.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Philipp Widmaier (2), Sebastian Birk, Tobias Bach (2/2), Lukas Flammer (2), Holger Bensch (4/1), Vincent Ehinger (2), Dominic Kuschmierz (4), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer, Simon Schleich (4).

26.01.2014, Spvgg Mössingen – TG Nürtingen 33:29 (16:11):

 

Die Sportvereinigung erspielte und erkämpfte sich gegen die starken Gäste den nächsten Zweier. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit kam dabei der Favorit in der zweiten Hälfte noch einmal auf, Mössingen holte sich aber letztlich aufgrund der geringeren Anzahl an technischen Fehlern den Sieg. 450 Zuschauer sahen dabei ein schnelles Handballspiel, souveräne Schiedsrichter und bekamen alles, was man sich von einem guten Handballabend erwartet.

Mössingen legte vor (2:0) und konnte dann auch die Führung behaupten (6:3). Hauptakteure im Angriff waren Schleich und Birk, die immer wieder mit sehenswerten Treffern erfolgreich waren. Die Gäste kamen zwar kurz heran, beim 13:9 hatte aber Mössingen den ersten 4-Tore-Vorsprung herausgeworfen und zwang damit Gästetrainer Rolf Gaber zur Auszeit. Diese verpuffte, Mössingen legte weiter vor: Man stabilisierte sich in der Abwehr, Geburtstagskind Jan Meyer entschärfte mehrere freie Würfe und damit konnte man den Vorsprung sogar auf 16:11 ausbauen, die TG verkürzte dann kurz vor dem Pausenpfiff auf 16:12.

Die zweite Halbzeit begann wenig vielversprechend: Nach 25 Sekunden erhielt Simon Schleich eine 2-Minuten-Strafe, die cleveren Gäste nutzen ihre Chance und verkürzten in Überzahl bis auf 17:15. Dieser Vorsprung schmolz zusehends, auch, weil es nun die Sportvereinigung war, die sich im Angriff schwertat. Beim 20:20 hatte Nürtingen erstmals ausgeglichen, setzte immer wieder über die linke Seite Nadelstiche: Maximilian Kaplick war von Linksaußen ein eiskalter Vollstrecker, Dennis Ulbrich, mit insgesamt 10 Toren erfolgreichster Werfer der Partie, riss nun das Spiel an sich, die Initiative lag deutlich auf Seiten der Gäste. Mössingen wurstelte sich durch, konnte aber immer wieder vorlegen und kriegte endlich auch die Kurve: Als die Defensive Ballgewinne machte und Friedrich Gückel im Tor mehrere Würfe entschärfte konnten die HIM-Handballer über 27:25 auf 29:26 davonziehen. Am Ende stand in einem fairen Handballspiel 33:29-Sieg, der vielleicht etwas hoch ausfiel, unter dem Strich aber nicht unverdient war.

Der Sieg war enorm wichtig, nächste Woche reist man zum TV Aixheim - ein Gegner, der vor eigenem Publikum mit den schnellsten Handball der Liga spielt und noch kaum einen Punkt abgegeben hat.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold/Friedrich Gückel, Sebastian Birk (8/2), Philipp Widmaier (1), Tobias Bach (3/3), Lukas Flammer (2), Holger Bensch (2), Vincent Ehinger, Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (4), Simon Schleich (7), Roman Midinet (4).

18.01.2014, Vfl Pfullingen 2 – Spvgg Mössingen 24:24 (9:12):

 

Zu einer gerechten Punkteteilung kam es in der Pfullinger App-Halle. Während die Sportvereinigung die erste Halbzeit bestimmte, konnten die jungen Gastgeber die zweite Hälfte für sich entscheiden. Am Ende hätten beide Teams die Chance auf den Sieg gehabt, das Unentschieden war unter dem Strich leistungsgerecht.

 

Pfullingen hatte sich mit List/Hertwig aus der ersten Mannschaft verstärkt und damit deutlich das Signal gegeben, das Spiel mit aller Macht gewinnen zu wollen. Die Partie blieb dann, obwohl Mössingen immer wieder in Führung ging, bis zum 7:7 ausgeglichen. Es gab auf beiden Seiten einige technische Fehler und Fehlwürfe. In einer torarmen ersten Hälfte konnte sich Mössingen dann absetzen als man die Lücken in der Abwehr der Gastgeber entschlossener anging, zu verhalten war man zu Beginn der Partie in die Zweikämpfe gegangen. Das 9:12 zur Halbzeit ging in Ordnung, die Sportvereinigung hatte sogar alle Trümpfe in der Hand, weil man nämlich mit einer 6:4-Überzahl in die Pause ging.

 

Diese wusste man dann nach dem Seitenwechsel nicht zu nutzen, und das rächte sich: Der Vfl ging auf die defensivere Deckungsvariante und brachte so den Mössinger Angriff aus dem Takt. Einzig Sebastian Birk konnte mit einigen tollen Würfen das eigene Team in dieser Phase im Spiel halten. Auf der Gegenseite glänzte immer wieder Philipp Mager, der mit 11 Tore auch stärkster Werfer auf der Platte war und den Mössingen nie wirklich in den Griff bekam. So gingen die Pfullinger mit 15:14 in Führung – es war zwar ihre letzte Führung, beim 17:19 hatten die Steinlachtäler wieder die Nase vorn, sie schafften es aber nicht, einen beruhigenden Vorsprung herauszuarbeiten.

 

So wurde es dramatisch: Eine Minute vor Schluss war die Sportvereinigung in Führung (23:24), Markus Bold hielt seinen zweiten Siebenmeter, der Abpraller kam zurück, ein Pfullinger und ein Mössinger gingen zum Ball , Mössingen erhielt eine Zeitstrafe gegen sich, den gegebenen Siebenmeter verwandelte Philipp Mager (24:24). Mössingen hatte noch 40 Sekunden, um in Unterzahl ein Tor zu erzielen, nach Auszeit Seidel gab es aber nur einen Schrittfehler im Angriff – die Gastgeber hatten noch 10 Sekunden Zeit, um in Überzahl ein Tor zu erzielen, ebenfalls nach Auszeit. Den Wurf, der kam, entschärfte Bold, der Abpraller wurde vertändelt, Unentschieden.

 

Mit dem Ergebnis müssen aufgrund des Spielverlaufs beide Teams zufrieden sein. Mössingen holte sich nach dem Prinzip Eichhörnchen den nächsten, nicht unbedingt erwarteten, Punkt.

 

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold/Friedrich Gückel (Tor), Sebastian Birk (5/1), Philipp Widmaier (1), Tobias Bach (2), Lukas Flammer (4), Holger Bensch (2), Sascha Gluns (1), Vincent Ehinger, Florian Kurz (3), Christoph Ehmann (3), Manuel Schnitzer (1/1), Simon Schleich (2).

6.1.2014, Spvgg Mössingen – HSG Schönbuch 28:27 (17:13):

 

Die Sportvereinigung konnte gegen den Meisterschaftsanwärter von der HSG Schönbuch zwei überraschende Punkte einfahren. In einer am Ende dramatischen Partie siegte man glücklich und startet damit mit Rückenwind in den Abstiegskampf 2014. 

Die Gäste gingen zunächst zweimal in Führung, bevor sich Mössingen absetzen konnte: Über 5:3 ging man aus einer gut stehenden Defensive mit Hilfe einer geduldigen Offensive bis auf 9:5 in Führung und zwang Gästetrainer Harry Sommer zur ersten Auszeit. Diese fruchtete nur kurz, die Gäste konnten auf 11:8 verkürzen, dann nahm die Sportvereinigung wieder Fahrt auf: Beim 16:10 war man fünf Minuten

vor der Halbzeit sogar deutlich in Führung, doch die HSG setzte Duftmarken: Mit einer couragierten Abwehrleistung erzwangen sie Fehler der Mössinger und konnten so kurz vor der Halbzeit noch auf 17:13 verkürzen.

Es versprach, eine spannende zweite Halbzeit zu werden, 450 Zuschauer wurden nicht enttäuscht: Zunächst konnte die Sportvereinigung den Abstand noch auf 19:14 vergrößern, dann kam allerdings der Meisterschaftsfavorit stark auf: Beim 21:17 war Mössingen noch gut bedient, Jan Meyer im Tor hatte bereits zwei freie Gegenstöße der Gäste gehalten, sie kamen dennoch auf 21:20 heran, es folgte die Auszeit durch Spvgg-Trainer Florian Seidel. Sie fruchtete ebenfalls nur kurz (22:20) weil die HSG Schönbuch, die nun in der Abwehr immer beherzter zufasste, den Mössinger Angriff quasi lahmlegte. Hinzu kam, dass die Gäste über schöne 1:1-Aktionen immer wieder berechtigte Zeitstrafen auf Seiten der Gastgeber erzwangen, und sie nutzten ihre Überzahl. Zwar kämpfte Mössingen in Unterzahl und konnte sogar ausgleichen, allerdings verwarf man auch zu viel aus aussichtsreichen Positionen. Beim 25:26 waren allerdings die Gäste am Drücker und in Überzahl. Es war nun Markus Bold im Mössinger Tor, der mit einem gehaltenen Siebenmeter noch einmal für den nötigen Schub sorgte: Die Steinlachtäler spielten über die zweite Welle den Rechtsaußen frei, Jungtalent Sascha Gluns verwandelte sicher. Im Gegenzug folgte der erneute Ausgleich für die Gäste. Die letzten zwei Spielminuten waren nichts für schwache Nerven: Mössingen im Angriff, Florian Kurz wurde von hinten niedergerissen, es folgte die Zeitstrafe: Die Sportvereinigung erspielte sich in Überzahl eine Wurfchance, vergab sie: Lukas Flammer sprang in den Abpraller, tippte ihn zu Manuel Schnitzer, der ins völlig leer Tor zur 28:27-Führung traf, der Torwart war auch nach dem Abpraller gegangen. Im Gegenzug hatten die Gäste nun in Unterzahl noch einen Angriff, entschlossen sich für die überraschende Variante, den Kempa-Trick und kamen dadurch noch einmal zum Wurf, der Ball ging an den Innenpfosten, die Partie war gelaufen.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (2), Philipp Widmaier (5), Simon Schleich (5), Lukas Flammer (2/1), Tobias Bach (4/4), Holger Bensch (3), Vincent Ehinger (2), Dominic Kuschmierz, Christoph Ehmann (1), Manuel Schnitzer (3), Sascha Gluns (1), Florian Kurz. 

7.12.2013,  Spvgg Mössingen – HSG Ostfildern 23:32 (15:14):

 

Gegen die Filder-HSG handelte sich Mössingen die nächste Niederlage ein: Sie war vollkommen verdient, fiel vielleicht etwas zu hoch aus, unter dem Strich brachen die Gäste den Willen der Sportvereinigung mit einer Steigerung in der Abwehr in der zweiten Hälfte. Bitter ist der doppelte Punktverlust, weil Mössingen in der ersten Halbzeit, auch stark ersatzgeschwächt, den besseren Handball gespielt hatte.

 

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr, führten 0:2, dann kämpfte sich Mössingen zurück ins Spiel. Ohne die Mayer-Brüder, ohne Kuschmierz und Kurz fasste man in der Abwehr beherzt zu und hatte in Sebastian Birk einen starken Vollstrecker, die Sportvereinigung konnte auf 7:4 enteilen. Die Gäste, welche mit Grundler und Dunz zwei herausragende Individualisten aufbieten konnten, steckten nicht auf. Sie attackierten Birk aggressiver, zwangen Mössingen zu Fehlern, über 11:11 gingen sie selber auf 11:13 in Führung. Im nun offenen Spiel konnten nun aber andere Mössinger durch einige gute Einzelleistungen noch mit eine 15:14-Führung erarbeiten. Es sollte leider die letzte Führung für die Steinlachtäler sein: Der Knackpunkt war die 40. Minute: Mössingen vergab mehrere Freie hintereinander, der Ball landete am Außenpfosten, außerdem steigerte sich der Torhüter der Gäste in Zusammenarbeit mit seiner Abwehr: Mössingen tat sich vor allem vorne schwer, viele Möglichkeiten wurden vergeben, außerdem ging man die Lücken in der Gästedeckung nicht entschlossen genug an. So kam es wie es kommen musste, Tor um Tor zog der Favorit davon und siegte am Ende verdient. Trainer Florian Seidel versuchte, die Partie differenziert zu betrachten: „Grundsätzlich muss man sehen, dass wir mit der Mannschaft in dieser Form kaum trainieren konnten – die vier Spieler aus den Männer 2 haben ihre Sache sehr gut gemacht, wir haben heute insgesamt als Team klasse gekämpft. Dämlich war es, wie wir uns dann in unserer Schwächephase mit der Leistung der Schiedsrichter beschäftigen, da nehme ich mich nicht aus. Dann ist es insgesamt so, dass keiner unserer Spieler die individuelle Klasse eines Grundler oder eines Dunz über 60 Minuten auf die Platte bringt, das ist halt leider einfach so. Was mich entscheidend stört, ist, dass unser Überzahlverhalten zum wiederholten Mal so uneffektiv war.“ Es war das letzte Spiel der Sportvereinigung vor Weihnachten, das Jahr 2014 beginnt mit einer weiteren schweren Aufgabe. Bereits am 6.1.2014 kommt der große Meisterschaftsfavorit, die HSG Schönbuch, in die Mössinger Steinlachhalle.

 

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (7), Philipp Widmaier (2), Tobias Bach (2/1), Lukas Flammer (3), Holger Bensch (3), Vincent Ehinger (2), Sebastian Müller, Christoph Ehmann (3), Manuel Schnitzer, Sascha Gluns (1), Micha Meyer, Jonathan Kuhle.

1.12.2013, TV Neuhausen 2 – Spvgg Mössingen 29:25 (12:12):

 

Ohne Punkte kehrte die Sportvereinigung aus der Paul-Horn-Arena in Tübingen zurück. Gegen den TVN war man keineswegs chancenlos, brachte sich letztlich selber um den doppelten Punktgewinn.

Die Gastgeber begannen stark, führten 4:1. Über eine stabilere Defensive und einen 4:0-Lauf ging die Sportvereinigung selber in Führung, war nun endgültig in der Partie: Beim 5:7 stand die erste 2-Tore-Führung für Mössingen, hätte man hier nicht schon Freie verworfen und Pässe ins Nichts gespielt – man hätte davonziehen können. Zur Halbzeit stand es dann leistungsgerecht 12:12. In der zweiten Hälfte bewahrheitete sich wieder einmal eine alte Handball-Weisheit: Wer weniger Fehler macht, gewinnt das Spiel. Die Gastgeber zogen auf 16:13 davon, diese 3-Tore-Führung hielten sie auch immer wieder. Mössingen ließ sich zwar nicht abschütteln, vergab aber zu viele klare Chancen und produzierte zu viele technische Fehler als dass man näher hätte herankommen können. Dass man vor allem im Mittelblock sehr inkonsequent deckte, tat sein übriges dazu: Die Gastgeber hatten beim 27:22 das Spiel für sich entschieden und siegten unter dem Strich verdient. Mössingen legte die dritte Niederlage in Folge auf’s Parkett, alles gegen Spitzenmannschaften der Liga, aber wenn man nicht absteigen will muss man halt auch gegen solche Mannschaften Punkten. Die nächste Möglichkeit bietet sich nächste Woche gegen die aktuell herausragend aufgelegte HSG Ostfildern. Vor eigenem Publikum steht die Sportvereinigung dann endgültig mit dem Rücken zur Wand.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (4), Philipp Widmaier (4), Tobias Bach (6/5), Lukas Flammer (3), Holger Bensch (3), Florian Kurz (1), Vincent Ehinger (1), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (2), Manuel Schnitzer, Philipp Mayer.

23.11.2013, Spvgg Mössingen – HSG Böblingen/Sindelfingen 26:30 (14:13):

 

Lange war Mössingen dran am Favoriten, hatte sogar alle Trümpfe in der Hand - und schlug sich dann selbst. In der Partie zweier ersatzgeschwächten Mannschaften gewannen die Gäste letztlich verdient.

Die HSG hatten den besseren Start, führte mit 0:1 und 1:2, dann übernahm Mössingen die Initiative, führte 4:2. Beide Teams agierten mit einer 6:0-Deckung, die Defensive der Sportvereinigung stand sicher – hätte man seine Freien noch getroffen, die Führung hätte beim 8:6 bereits höher sein können. Die Gäste, die wie Mössingen ersatzgeschwächt auftraten, kämpften sich dann auch zurück in die Partie, gingen mit 9:10 in Führung, es schaffte aber kein Team, sich abzusetzen. In einer von sehr diszipliniert (bis übervorsichtig) spielenden Teams geprägten ersten Halbzeit führte man dann als Heimmannschaft mit 14:13. 

Direkt nach dem Seitenwechsel konnte Mössingen auf 15:13 erhöhen, geriet allerdings in doppelte Unterzahl: Obwohl Böblingen/Sindelfingen nun die Führung übernahm war man auch stets dran, konnte sich sogar (und es war nun bereits die spielentscheidende Phase) 6 Minuten vor Schluss über die eigene 25:24-Führung freuen. Was nun folgte, war allerdings ein Offenbarungseid im Mössinger Angriffsspiel: Statisch nahm man den Ball an, suchte im Angriff nur noch die Zweikämpfe und warf undiszipliniert. Außerdem wurden Freie kläglich vergeben. Dass zwei klare Siebenmeter am Kreis nicht gegeben wurden tat sein Übriges dazu, doch die Schiedsrichterleistung war nicht für die Niederlage verantwortlich: Man ließ den Favoriten leider agieren wie er wollte: Bösi glich aus, machte Gegenstoßtore und zog davon. Innerhalb von drei Minuten war die Partie entschieden und Mössingen hatte zwei durchaus erreichbare Punkte verloren. „Das hier ist die Landesliga und da wird jede Undiszipliniertheit, jede kleine Schwäche, von den Gegnern mit Gegenstoßtoren bestraft. Dass wir das Ding so herschenken ist inakzeptabel, wir bringen uns leider um die Früchte der eigenen Arbeit“ zeigte sich Trainer Florian Seidel sehr enttäuscht. In der kommenden Woche geht es in der TÜ-Arena gegen den TV Neuhausen 2, eigentlich eine unlösbare Aufgabe, allerdings hat man sich nun selber in Zugzwang gebracht.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (2/1), Philipp Widmaier (5), Tobias Bach (4/2), Lukas Flammer (4), Holger Bensch (1), Vincent Ehinger (3), Roman Midinet (2), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (3), Philipp Mayer, Florian Kurz (2), Sascha Gluns.

(Bezirkspokal)

16.11.2013,TSV Altensteig 2 – Spvgg Mössingen 33:27 (15:11):

 

In der ersten Runde des Bezirkspokals schied die Sportvereinigung gegen die Nr. 2 der Bezirksliga verdient aus. Beide Teams waren ersatzgeschwächt angetreten, den Unterschied machte Altensteigs Remigius Mastalirz, der die Sportvereinigung im Alleingang erlegte.

Mössingen war bis in die zwanzigste Minute spielbestimmend. Friedrich Gückel zeigte in seinem ersten Spiel für die Männer 1 eine sehr gute Leistung, die Restspieler sowie die „Aushelfer“ aus der zweiten Mannschaft spielten solide. So führten die Steinlachtäler immer, hätten weiter vorne sein können – wenn nicht mehrere Freie, unter anderem drei Gegenstöße) liegengelassen worden wären. So kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel, führten dann nach einem kurzen Zwischenspurt am Ende von Halbzeit 1 zum Seitenwechsel mit 15:11. Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber den Vorsprung souverän, die Sportvereinigung hechelte hinterher. Beim Stand vom 28:25 versuchte Trainer Seidel seinen Mössingern noch einmal Schwung mitzugeben, die genommene Auszeit verpuffte, ganz im Gegenteil machte Altensteig mit zwei einfachen Toren sofort den Sack zu. Beim 30:25 war die Partie gelaufen, der Sieg für die Gastgeber war am Ende völlig verdient. Für Trainer Florian Seidel ist die Niederlage schmerzlich, allerdings kein Beinbruch: „Seit Jahren wollen wir im Pokal ins Final Four vordringen, allerdings sind wir dann meistens gezwungen, angeschlagene Spieler zu schonen – so auch dieses Mal. Wir hoffen, dass nächste Woche zum Landesliga-Rundenspiel gegen Böblingen/Sindelfingen wieder alle Spieler am Start sind“.

Spvgg: Jan Meyer/Friedrich Gückel (Tor), Philipp Widmaier(5), Tobias Bach (6), Holger Bensch (4), Lukas Flammer (1), Dominique Widmaier, Christoph Ehmann (2), Manuel Schnitzer (2), Florian Höhner (2), Sebastian Müller (5/2).

9.11.2013, HSG Rottweil – Spvgg Mössingen 24:24 (13:12):

 

In einer spannenden, von gut stehenden Abwehrreihen geprägten Partie, stand in der Doppelsporthalle in Rottweil am vergangenen Samstag ein leistungsgerechtes Unentschieden.

Mössingen hatte vor dem Spiel wieder einmal Personalsorgen: Sebastian Birk musste passen, zu allem Überfluss verletzte sich Philipp Mayer im letzten Training vor dem Spiel schwer am Sprunggelenk, auch er stand nicht zur Verfügung. Trotzdem hatte man den besseren Start, führte 2:0 und 6:3. Dies ist umso stärker zu bewerten, als dass man zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl war und permanent Siebenmeter gegen sich gepfiffen bekam. Leider nutzte man den Vorteil nicht, zwar führte man auch nach 20 Minuten noch mit 11:9 und 13:12, die Anzahl der technischen Fehler häuften sich aber: Die Gastgeber aus Rottweil bedankten sich, übernahmen das Zepter und führten zur Halbzeit mit 15:14.

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel fair, war aber immer hart umkämpft, die Führung wechselte ständig, keines der beiden Teams war in der Lage, im Angriff zu souveränen Toren zu kommen, um so einmal die Führung auszubauen – in einer nicht sehr ansehnlichen Landesliga-Partie kam es so auf die letzten fünf Minuten an, und die hatten es in sich:

Mössingen kam in Führung, führte mit 23:22, hatte die Chance, die 2-Tore-Führung zu machen, vergab. Die Gastgeber machten es besser, glichen aus, 23:23. Nachdem die Sportvereinigung den Ball überhastet weggeworfen hatte, geriet sie auch noch in Unterzahl – eine Aktion von Holger Bensch wurde als regelwidriges Stoßen gepfiffen, die letzten zwei Minuten des Spiels war man in Unterzahl. Die HSG Rottweil spielte geduldig, ging dann 1:1 und versuchte die Lücken zu nutzen, es gab einen Siebenmeter für die Gastgeber, der auch souverän verwandelt wurde, 24:23 für Rottweil. Mössingen hatte noch 30 Sekunden, Trainer Florian Seidel nahm die Auszeit und brachte einen Feldspieler für den Torhüter, so war man zumindest in Gleichzahl. Philipp Widmaier zog dann mit einer starken 1:1-Leistung in Richtung Tor und versenkte den Ball – in den letzten 10 Sekunden brachte Rottweil nichts mehr zustande. Unter dem Strich wurde dem Publikum Magerkost geboten, das Remis war letzten Endes gerecht.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk, Philipp Widmaier (2), Tobais Bach (5/3), Lukas Flammer (5), Holger Bensch (3), Dominic Kuschmierz (3), Christoph Ehmann (3), Manuel Schnitzer, Florian Höhner (1), Florian Kurz, Christoph Mayer (2).

2.11.2013,  Spvgg Mössingen – HSG Fridingen/Mühlheim 27:34 (8:16)

 

Gegen den Meisterschaftsfavoriten von der HSG Fridingen/Mühlheim hatte die ersatzgeschwächte Sportvereinigung nicht viel zu melden und verlor verdient.

Schon vor der Partie gab es zwei Hiobsbotschaften: Mit Lukas Flammer und Sebastian Birk sagten zwei weitere Spieler verletzungsbedingt ab, nichtsdestotrotz hatte man sich gegen den hohen Favoriten einiges vorgenommen. Das Unheil nahm aber dennoch seinen Lauf: Die Gäste verteidigten souverän, Mössingen, unterstützt von einem gut haltenden Jan Meyer taten dies auch, allerdings ging man in der Offensive sehr fahrlässig mit dem Ball um: Ein technischer Fehler nach dem anderen sorgte dafür, dass die Donautal-SG von 2:4 bis auf 4:10 aus Mössinger Sicht davonziehen konnte. Vor allem ihr entfesselt aufspielender Rückraum-Rechter Rebholz markierte einen Treffer nach dem anderen, die Halbzeitführung von 8:16 für die Gäste ging auch in dieser Höhe in Ordnung.

Vor einer tollen Kulisse von 500 Zuschauern hatte sich Mössingen für die zweite Halbzeit vorgenommen, im Angriff ruhiger zu spielen und den Kampf niemals aufzugeben. Direkt nach dem Seitenwechsel konnte man auch die ersten zwei Treffer markieren, geriet dann aber in Unterzahl. Der routinierte Tabellenzweite ließ sich diese Chance nicht nehmen und zog in Überzahl wieder davon. Beim 17:26 war die Partie fünfzehn Minuten vor Schluss gelaufen, Mössingen steckte nicht auf und konnte das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten, verlor aber am Ende verdient. Insgesamt hatte man mit vier verschiedenen Abwehrsystemen gespielt, trotzdem bekam man vor allem auf Rebholz keinen Zugriff (16 Tore standen am Ende bei ihm zu Buche), im Angriff hatte man sich insgesamt zu oft in der Abwehr der Gegner festgerannt.

Trainer Florian Seidel sah Positives aber auch Bedenkliches: „Ich hoffe, dass die Zuschauer gesehen haben, dass wir bis zum Ende versucht haben, dagegenzuhalten – der Gegner war heute einfach zu stark. Leider spiegelt unsere Angriffsleistung ein Stück weit die Verletztenliste und die Trainingsbeteiligung wieder – wenn ich unter der Woche keinen Ball in der Hand habe, dann ist es am Wochenende unter Druck schwer, ihn sauber zu spielen“. In der kommenden Woche spielt die Sportvereinigung im nächsten 4-Punkte-Spiel bei der HSG Rottweil, hier muss eine deutliche Leistungssteigerung her.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Michael Buck (1), Philipp Widmaier, Tobias Bach (2), Lukas Flammer (nicht eingesetzt), Holger Bensch (5/2), Micha Meyer, Dominic Kuschmierz (3), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (2/1), Philipp Mayer (6/4), Florian Kurz (2), Christoph Mayer (6).

 

26.10.2013,  SV Magstadt-Spvgg Mössingen 22:26 (12:12)

 

Beim SV Magstadt gelang der Sportvereinigung der erste Auswärtssieg – in einer intensiv aber immer fair geführten Partie lief man dabei lange einem Rückstand hinterher.

Die Gastgeber, als heimstark und kampfstark bekannt, begannen furios: Im Angriff spielten sie geduldig, machten dabei immer wieder das Spiel sehr breit und nutzten die sich bietenden Lücken. Ehe man es sich versah, lagen die HIM-Handballer mit 0:3 und dann 1:5 im Hintertreffen. Die Sportvereinigung verwarf in dieser Phase zu oft, unter anderem einem Siebenmeter.

Mössingen blieb ruhig, von 2:6 konnte man auf 4:6 verkürzen, mehr gelang aber nicht, unter anderem weil man sich zahlreiche Fehlwürfe leistete: Vier Siebenmeter sollten es am Ende der Partie gewesen sein, die man zum Teil kläglich vergab, sei’s drum: Wie so oft im Handball stabilisierte man sich über die eigene Deckung. Beim 8:9 war man erstmals auf ein Tor heran, kurz vor dem Pausenpfiff markierte die Sportvereinigung das Unentschieden (12:12).

Die zahlreichen Fans auf beiden Seiten stellten sich auf eine spannende zweite Halbzeit ein. Und die gab es dann auch: Der SVM kam mit neuer Kraft aus der Kabine, führte fast konstant. Mössingen mühte sich redlich, brachte aber nicht genug Druck auf die Abwehr, um zu klaren Chancen zu kommen. Die entscheidende Phase folgte beim 18:19 aus Sicht von Mössingen. In Unterzahl erkämpfte sich das Team des Trainergespannes Seidel/Staiger zwei Bälle, ging sogar in Führung und hatte Oberwasser. Weil Magstadt auch eine Zeitstrafe erhielt, konnte Mössingen, wieder vollzählig, die Führung in Überzahl ausbauen und tat dies auch, urplötzlich stand es 22:19 für die Steinlachtäler. Über den (wegen der schweren Verletzung von Vincent Ehinger) von der eigenen zweiten Mannschaft ausgeliehenen Roman Midinet holte sich Mössingen sogar die 4-Tore-Führung (24:20). Als Magstadt einen langen Konterpass spielte ging dann Holger Bensch zu vehement nach dem Ball, traf den Magstädter Gegenspieler unglücklich und erhielt verdientermaßen die rote Karte. Die Gastgeber witterten noch einmal Morgenluft, verkürzten auch auf 24:22. Doch zwei Mössinger Tore entschieden das Spiel, am Ende siegte die Sportvereinigung mit 26:22. Trainer Seidel war war bedient: „Das war heute sehr intensiv und ich bin froh, dass unsere Mannschaft in diesem Hexenkessel die Nerven bewahrt hat- mit den 7:7 Punkten stehen wir jetzt besser da, als wir es uns für diesen Zeitpunkt erhofft hatten.“

Die Punkte sind aber auch in Anbetracht des anstehenden Programmes bitter nötig: Die nächsten Wochen geht es unter anderem gegen die Tabellenplätze 2 bis 4 der Liga, zunächst am kommenden Samstag gegen die HSG Fridingen/Mühlheim.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk, Philipp Widmaier (4), Tobias Bach, Lukas Flammer, Holger Bensch (4/1), Roman Midinet (4), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (1), Philipp Mayer (6/2), Florian Kurz (2), Christoph Mayer (4).

 

19.10.2013, Spvgg Mössingen – Vfl Kirchheim 29:29 (18:16):

 

Ein leistungsgerechtes Unentschieden gab es vor 500 Zuschauern am Samstag in der Mössinger Steinlachhalle. In der unglaublich spannenden, aber auch sehr verworrenen Partie wurde den Zuschauern vor allem Spannung geboten, spielerisch wusste keins der Teams zu überzeugen. Mössingen legte mit 3:1 vor, schloss dann aber im Angriff mehrfach zu hektisch ab: Die Gäste bedankten sich und kamen selber zur Führung, 5:6. Als man sich auf Mössinger Seite in der Defensive stabilisierte und im Angriff die Spielhandlungen sauber zu Ende spielte, konnte man das Zepter wieder übernehmen und führte dann auch zum Seitenwechsel verdient mit 18:16. Was dann im zweiten Durchgang passierte wird man sich noch in vielerlei Hinsicht anschauen müssen. Zunächst verlor die Sportvereinigung nach der 19:16-Führung komplett die Linie und produzierte einen technischen Fehler nach dem anderen. Beim 21:23 führten die Teckstädter zum ersten Mal mit zwei Toren, und das nicht unverdient: Sie hatten einfach in der Defensive sauber verteidigt und im Angriff geduldig gespielt. Mössingen wechselte dann, stabilisierte den Innenblock und verteidigte damit effektiver, verwarf aber Gegenstöße und freie Würfe von Außen, es war zum Haareraufen. Beim 25:25 war die Partie wieder offen, es wurde hektisch: Philipp Widmaier spielte einen Ball zum gegnerischen Trainer, der ebenfalls im blauen Trikot am Rand stand – was nicht regelkonform ist. Die Mössinger Proteste wurden zunächst von den Schiedsrichtern ignoriert, veranlassten die Unparteiischen dann, Holger Bensch wegen Meckerns vom Platz zu stellen, nur um dann dem gegnerischen Trainer ein grünes Trikot überzuziehen – für das eigene Fehlverhalten einen Spieler in der spielentscheidenden Phase zu bestrafen war schon an der Grenze. Mössingen geriet jedenfalls in Unterzahl – die Partie war nun endgültig zerfahren. Lukas Flammer per Gegenstoß brachte die Sportvereinigung in Führung (28:27) durch Mössinger technische Fehler konnten aber die Gäste wieder ins Vordertreffen gelangen, 28:29. Dem Ausgleich durch Mössingen folgte noch ein Angriff der Sportvereinigung: Mit siebtem Feldspieler versuchten die Steinlachtäler noch den Siegtreffer zu erzielen, die Gäste hatten einen Wechselfehler gesehen, heiß diskutiert war die Frage, ob vorher die Auszeitkarte gelegt war. Es ging weiter mit der Auszeit für Mössingen, noch 30 Sekunden zu spielen: Die Schiedsrichter hoben nun zum ersten Mal im Spiel den Arm wegen Zeitspiel gegen Mössingen, die Sportvereinigung schloss ab, traf nicht, Kirchheim hatte vier Sekunden vor Schluss noch einmal den Ball, brachte aber auch nichts mehr zustande. Das 29:29 war schlussendlich leistungsgerecht wobei keines der Teams mit dem Punkt wirklich zufrieden war. Den Zuschauern wurde eine spannende Partie geboten, die zwischen Teams und Trainern immer fair blieb, trotz aller Hektik.

 

In der nächsten Woche fährt Mössingen zum äußerst heimstarken SV Magstadt.

 

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (2), Philipp Widmaier (3), Tobias Bach, Lukas Flammer (3), Holger Bensch (5), Dominic Kuschmierz (5), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (2/1), Philipp Mayer (5/1), Florian Kurz (2), Christoph Mayer (2).

12.10.13, SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 32:25 (15:12)

 

Im Nagoldtal gab es für die Sportvereinigung nichts zu holen, verdient verlor man gegen die hoch gewettete SG.

Gegen die ohne ihren stärksten Goalgetter Michael Keller angetretenen Gastgeber hielt man zunächst sehr gut mit. Die Rückstände von 1:0 und 2:1 konnte man ausgleichen und bis zu 20. Minute war dann immer Mössingen in Führung. Die eigene Abwehr stand, einzig im Angriff und im Abschluss haperte es: Beim 7:8 für Mössingen hatte man schon zwei Konterverworfen, es hätte höher stehen können. Der Knackpunkt in der ersten Hälfte war dann ausgerechnet eine Überzahl für Mössingen: Anstatt sich auf die routinierten Abläufe zu konzentrieren warf man drei Mal den Ball ins Niemandsland und deckte hinten konfus. Die Gastgeber gewannen diese Phase mit 3:0 und waren urplötzlich in Führung, obwohl sie bis dahin eher unauffällig agiert hatten, abgesehen von vielen spektakulären Wurfvarianten. Bis zur Halbzeit berappelte Mössingen sich nicht mehr, der Rückstand von 15:12 ging in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte man sich erstarkt, kam bis auf 19:18 heran und auch beim 24:22 war man wieder auf Tuchfühlung, es reichte aber nicht für mehr: Man brachte sich im Angriff durch viele, viele technische Fehler um die Früchte der eigenen Abwehrarbeit und auch um die gute Arbeit der eigenen Torhüter. Dass man sich von der Härte der offensiv agierenden Gäste beeindrucken ließ war ein weiterer Faktor für den doppelten Punktverlust: Anstatt sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren beschäftigte man sich mit den Schiedsrichterinnen. Sie hatten mit Sicherheit nicht den souveränsten Tag, sie waren aber in keiner Weise ursächlich waren für die Niederlage der Sportvereinigung, ihre 2-Minuten-Strafe gegen Christoph Mayer in dieser Phase war zum Beispiel vollkommen berechtigt. Die Gastgeber bedankten sich, zogen auf 30:22 davon, die Partie war entschieden, die Nagoldtal-SG konnte noch mit einigen technischen Schmankerln die eigenen Fans befriedigen, Mössingen konnte nur staunen. „Dass wir uns nach 45 guten Minuten so selber um die Früchte der eigenen Arbeit bringen ist bescheuert – ich nehme mich nicht aus – da haben wir gemeinsam einen ordentlichen Bock geschossen, gab sich Trainer Florian Seidel selbstkritisch. Raum für Wiedergutmachung ist nächste Woche, wenn mit dem Vfl Kirchheim ein ganz starker Gegner in der Mössinger Steinlachhalle auftaucht.

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (5/4), Tobias Bach (3), Lukas Flammer (1), Holger Bensch (3), Vincent Ehinger (4), Dominic Kuschmierz (1), Christoph Ehmann (2), Manuel Schnitzer (1), Philipp Mayer (3), Michael Buck, Florian Kurz (1), Christoph Mayer (1)

06.10.13, Spvgg Mössingen – TV Aixheim 32:24 (15:13):

 

Gegen den TSV Aixheim siegte Mössingen verdient. Das Ergebnis fiel unter dem Strich etwas zu hoch aus, die Gäste hatten vor allem in der ersten Halbzeit einen starken Handball gezeigt.

 

Dass Aixheim einen flinken Handball spielt wusste man im Mössinger Lager. Von der offenen 4:0+2-Deckung wurde man in der ersten Halbzeit aber doch überrascht. Nur über Einzelaktionen fielen Tore, die Sportvereinigung war bis in der 18. Minute im Hintertreffen (9:10). Die Defensive der Sportvereinigung stand gegen die individuell starken Gäste unsicher. Ein wichtiger Faktor für den Rückstand war außerdem, dass man bereits drei Siebenmeter verworfen hatte, zusätzlich noch zwei frei Würfe. Nun hatte man sich in der eigenen Hintermannschaft auf den Gegner eingestellt und kam zu Ballgewinnen: Beim 11:10 stand die zweite Führung nach dem 1:0, diese wurde dann bis zur Halbzeit auf drei Tore ausgebaut, Aixheim setzte aber ein Ausrufezeichen: Eine Sekunde vor dem Seitenwechsel fiel noch das 15:13, die Gäste wollten sich offensichtlich nicht aufgeben.

 

In den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit wurde dann die Partie entschieden. Zunächst kam Aixheim über Rückraum Links zu zwei einfachen Toren, beim 16:15 war das Spiel wieder knapp. Ausgehend von einem starken Jan Meyer im Tor konnte die Sportvereinigung auf 20:16 davonziehen, Aixheim konterte: Beim 21:20 wurde es laut im Lager der zahlreich mitgereisten Gäste-Fans. Wiederum Jan Meyer, unter anderem mit zwei gehaltenen Siebenmetern, brachte Mössingen auf die Siegerstraße: Mössingen baute den Vorsprung bis auf 26:20 aus, die Gäste fanden kein Mittel mehr, beim 28:21 war 10 Minuten vor Schluss die Partie entschieden. Anders als noch vor zwei Wochen gegen Pfullingen konnte der Abstand gehalten werden, das 32:24 am Ende fiel zu hoch aus, die zwei Punkte blieben aber verdient im Steinlachtal.

 

In der kommenden Woche geht es für Mössingen zum heimstarken Meisterschaftsfavoriten von der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell, der bisher die eigenen hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte, aber über eine exzellente Mannschaft verfügt.

 

Spvgg: Markus Bold/Jan Meyer (Tor), Sebastian Birk (1), Florian Höhner, Tobias Bach (1), Lukas Flammer (5), Holger Bensch (3/1), Vincent Ehinger (5), Dominic Kuschmierz (5), Christoph Ehmann (2), Manuel Schnitzer (1), Philipp Mayer (6), Florian Kurz (1), Christoph Mayer (1)

28.09.13, TG Nürtingen – Spvgg Mössingen 32:27 (17:13):

 

Erhobenen Hauptes verließen die Mössinger Landesliga-Handballer die Theodor-Eisenlohr-Halle in Nürtingen. Zwar hatte man verdient verloren, ersatzgeschwächt angetreten verlangte man dem selbsternannten Topteam der TG Nürtingen aber alles ab.

 

Die Hiobsbotschaften rissen vor dem Spiel nicht ab: Zum ohnehin fehlenden Vincent Ehinger gesellte sich noch der grippekranke Sebastian Birk, Florian Kurz, als Ersatz vorgesehen, war ebenfalls verhindert. Trotzdem hatten die Steinlachtäler mit nur neun Feldspielern einen guten Start in die Partie: Die ersten achtzehn Minuten war meist Mössingen in Führung: 9:10 stand es nach einer Viertelstunde, die TG Nürtingen reagierte zu diesem Zeitpunkt nur, sie reagierte nun aber in der Folge mit der richtigen Maßnahme – die Gastgeber deckten noch offensiver und anstatt die sich bietenden Lücken zu nutzen ließ Mössingen sich in Zweikämpfe verwickeln, folgerichtig kamen die Gastgeber zu Kontern und zogen bis zur Halbzeit auf vier Treffer davon. Pech kam dazu: Zwei Freie verwarf Mössingen kläglich und bekam einen Gegenstoß wegen vermeintlichen Abstehens abgepfiffen.

 

Nach dem Seitenwechsel hielt man zunächst den Abstand, spielte die Angriffe sehr schön aus. Die entscheidende Phase folgte beim 21:17. Ein Siebenmeter und mehrere Freie wurden verworfen, eine Überzahl nicht genutzt, weitere Würfe wurden sogar neben das Tor gesetzt. Das ließ sich eine Nürtinger Truppe mit Oberliga-erfahrenen Spielern und Neuzugängen aus höheren Ligen natürlich nicht nehmen. 10 Minuten vor Schluss war das Spiel beim 27:20 entschieden, Mössingen gab sich aber nie auf und sorgte dafür, dass der Abstand am Ende nur fünf Tore betrug. Nürtingen gewann das, vom Schiedsrichtergespann Richter/Schmidt vorbildlich geleitete Spiel, am Ende verdient und wurde letztlich dem eigenen Anspruch gerecht. Spvgg Co-Trainer Bernd Staiger sah Fortschritte: „Bei der HSG Schönbuch vor zwei Wochen haben wir die eigene Linie nach 7 Minuten verlassen, diese Woche haben wir sie über weite Strecken des Spiels durchgehalten, das stimmt uns positiv.“ In der nächsten Woche kommt mit Aixheim nun ein weiterer ganz schwer zu spielender Gegner in die Mössinger Steinlachhalle.

 

Spvgg: Jan Meyer/Markus bold (Tor), Philipp Widmaier (2), Tobias Bach (3/1), Lukas Flammer (3), Holger Bensch (6), Dominic Kuschmierz (4), Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (2), Philipp Mayer (3/1), Christoph Mayer (1).

15.09.13, Spvgg Mössingen – Vfl Pfullingen 2: 28:25 (14:12):

 

Gegen den Mitaufsteiger aus Pfullingen siegte Mössingen verdient. Gegen die ersatzgeschwächt angetretenen Gäste spielte man sich dabei Mitte der zweiten Halbzeit einen großen Vorsprung heraus, den man dann noch vergeigte.

 

Die Erste Halbzeit begann ausgeglichen. Bis zum 6:6 konnte sich kein Team absetzten. Als Mössingen dann zwei freie verwarf und Pfullingen weiter seine Angriffe ruhig ausspielte, ging der Vfl mit zwei Toren in Führung (6:8). Bei den Gästen fehlten mit Magnussen und Finkbohner wichtige Spieler, andere waren angeschlagen: Dennoch zeigten sie sich als variable Angriffsmannschaft. Herausragend waren immer wieder Mager und Bauer, die mit Wurfvarianten die Mössinger Hintermannschaft überraschten. Die Sportvereinigung kam aber immer mehr zu Ballgewinnen und mit Markus Bold im Tor kam auch die Wende: Er hielt zwei Freie, spielte zwei starke Konterpässe und Mössingen führte mit 10:9. Mit der roten Karte für Pfullingens Julian Haug, der Lukas Flammer beim Gegenstoß niederrannte, schwächten sich die Gäste selber, das 14:12 für die Gastgeber war dann auch verdient.

 

Nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich Mössingen in der Abwehr – das Trainerteam hatte offensichtlich die richtigen Worte gefunden: Gegen die jungen Pfullinger stand man gut und konnte so leichte Tore über Gegenstöße erzielen, ein Knackpunkt war sicher das Davonziehen in Unterzahl von 16:13 auf 18:13, ein Ruck ging durch das Mössinger Team. Sukzessive baute man den Vorsprung aus, Pfullingen leistete sich in dieser Phase mehrere technische Fehler. Beim 26:19 acht Minuten vor Schluss war dann das Spiel auch gelaufen – Pfullingen zeigte Charakter und kämpfte weiter. In den letzten vier Minuten machten nur noch der Vfl Tore und konnte das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten. Mössinges Trainer Seidel ärgerte sich darüber, war aber insgesamt zufrieden: „In den letzten fünf Minuten hatten wir einen Rückfall in übelste Zeiten, hätte uns aber einer vor dem Spiel das Ergebnis gegeben, wir hätten es dankbar angenommen. Wir freuen uns über den ausgeglichenen Punktestand, so sind wir noch nie in die Landesliga gestartet.“ Die Sportvereinigung kann nun ohne Druck zur schweren Auswärtsaufgabe bei der TG Nürtingen reisen.

 

Spvgg: Jan Meyer/Markus Bold (Tor), Sebastian Birk (2/1), Philipp Widmaier (2), Tobias Bach (1), Lukas Flammer (7), Holger Bensch (2), Vincent Ehinger (5), Dominic Kuschmierz, Christoph Ehmann, Manuel Schnitzer (1), Philipp Mayer (7/1), Fabian Dietrich, Christoph Mayer (1).

 

Vfl II: Daniel Votteler/Marvin Buck (Tor), Patrick Bauer (6/3), Alexander Schweizer (2), Florian Grauer (2), Tobias Müller (1), Daniel Fesser, Andreas Kurrle, Philipp Mager (11), Moritz Hipp (3), Max Zwickel, Julian Haug, Kai Lehmann.

 

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